iinews – Der mobile Newsdienst



« | »

Leichtbetonpodestblock für Burg Eltz

 

Die Bauunternehmung trägt dazu händisch die Natursteine ab und führte zusätzlich Ausschachtungen aus, um diesen Mauerabschnitt, soweit notwendig, zurückzubauen. Die Arbeiten erfolgen und in Abtimmung mit der Denkmalschutzbehörde, dem Ar-hitekten Thomas Gläßer vom Architekturbüro Hein-rich + Steinhardt, Bendorf-Sayn, und den Auftraggebern Dr. Karl und Jakob Grafen zu Eltz, um die Mauer wieder standsicher zu gründen.
Anschließend wird die Wehrmauer in traditioneller Handwerkskunst mit gleichen Steinmaterialien wie-der aufgebaut. Dazu werden die ausgebauten
Steinbrocken und Schieferplatten, soweit wieder verwendbar, zwischengelagert.

Alle Arbeiten müssen weitestgehend von Hand aus-geführt werden, da die Burg nur über eine schmale und sehr steile Zufahrt, maximal mit 3,5-Tonnen-Fahrzeugen, angefahren werden kann.
Außerdem werden die Arbeiten bei laufendem Burg-betrieb, also Besichtigungen, Führungen und Restauration, vorgenommen.
Um diesen Ablauf möglichst ungestört zu gewährleisten, wurde ein vorläufiger Küchenzugang mit einem rund 7 m³ umfassenden Podestblock in nur vier Ar-beitstagen hergestellt.
Die Bauunternehmung entschied sich aus Zeit-, Kos-ten- und Logistikgründen gegen eine Stahl- oder Holzkonstruktion und für den Einsatz eines möglichst mageren und einfach rückbaubaren Leichtbetons.

BISOROCK ermöglichte den homogenen und leichtgewichtigen Podestblock
Als Zuschlag wurde ein regionaler Baustoff, der Naturbims, verwendet.
Zur Sicherung der Homogenität setzte die Bauunternehmung ausschließlich auf aufbereiteten Naturbims der Marke BISOROCK. Hierbei handelt es sich um ein luftporenreiches, kiesförmiges Mineral aus rein silikatischen Grundstoffen.
Herr Andreas Claessen entschied sich für eine Mi-schung aus BISOROCK EDELBIMS mit der Körnung 10 bis 14 mm und als Feinanteil für den BISOROCK SIEBBIMS in der Körnung 0 bis 4 mm, um keinen Sand einsetzen zu müssen.
Vor Ort wurde mit einem handelsüblichen „Betonmischer“ der Leichtzuschlag aus dem Hause Bisotherm mit Zement und Wasser gemischt.

Durch die Eigenfeuchte des Leichtzuschlages musste relativ wenig Wasser zugegeben werden, um die leicht zu verarbeitende Leichtbetonmischung herzustellen.
Auf diese Art und Weise konnte die Bauunternehmung einen völlig homogenen Leichtbeton-Podestblock gießen. Lediglich für die Geländerbefes-tigung wurden in zwei Ebenen Verankerungseisen einbetoniert. Verdichtet wurde der Leichtbeton durch leichtes Stampfen und Stochern mit Kanthölzern. Der Podestblock sollte zusätzlich bergseitige Staunässe hinter dem Block vermeiden, weshalb eine gewisse Wasserdurchlässigkeit des Leichtbetons erwünscht ist.
Aus Gewichtsgründen bei der Herstellung, wie auch während der laufenden Sanierungsarbeiten an der Wehrmauer, ist nach Vorgaben der statischen Beurteilung darauf zu achten, möglichst wenig Gewicht und somit Druck auf die geschädigte Wehrmauer auszuüben, weshalb das rund 7 m³ umfassende Podest wie auch das Arbeitsmaterial möglichst leichtgewichtig sein musste. Vorsorglich wurde Aushub und nicht zu verwendendes Steinmaterial am Fuße der Wehrmauer in Gitterkästen als „Gegengewicht“ gefüllt. Um sie im Landschaftsbild möglichst verschwinden zu lassen, entschied sich der Graf zur Abdeckung der Interimsabstützung mit Tarnnetzen.

BISOROCK Innovativer Leichtzuschlag
Bei der letzten Vulkanaktivität in Deutschland, vor 11.000 bis 12.500 Jahren, lagert sich dicht unter der Erdoberfläche luftporenreiches, kiesförmiges Mineral aus rein silikatischen Grundstoffen – dem Naturbims – ab. Nach dem Abbau und der Veredelung durch Bisotherm wird dieser ökologisch ausgezeichnete Rohstoff zu einem innovativen Leichtzuschlag und einem ökologisch wertvollen Substrat.

Posted by on 31. Mai 2019.

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , ,

Categories: Bilder, Vermischtes

0 Responses

You must be logged in to post a comment.

« | »




Neue Beiträge


Seiten