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lebtwohlgenossen.com: Moccu bringt Cross-Media-Projekt der Gebrueder Beetz Filmproduktion und ARTE ins Web

Die Jahreswende 1991/92 bedeutete zugleich das Ende der Sowjetunion.
Genau 20 Jahre später widmen sich die Macher von “Lebt wohl, Genossen!”
dem Zerfall des kommunistischen Regimes – von den späten 1970er bis zu den frühen 1990er Jahren. Das Projekt ist eine Produktion von den Gebrüdern Beetz in Koproduktion mit Arte France/Arte G.E.I.E./ZDF, sowie Artline Films mit Unterstützung der Filmförderung der Europäischen Union Media und dem Medienboard Berlin-Brandenburg, die neben der Website eine sechsteilige TV-Dokumentation sowie ein Buch beim C.H.-Beck-Verlag umfasst.

Im Fokus des Projekts stehen die persönlichen Erfahrungen der Menschen.
Durch Filmausschnitte, offizielles Bildmaterial und Privatfotos werden unmittelbare Eindrücke der Zeit vermittelt. So auch in der interaktiven Webdokumentation. Für diesen Part zeichnet die Berliner Agentur Moccu verantwortlich. Authentische Postkarten werden als Einstiegspunkte in bestimmte Themenfelder genutzt: Jede Karte führt auf eine eigene Seite, auf der ihre Geschichte über audiovisuelle Beiträge erzählt wird.

Videos zum Plattenkauf statt Pausenbrot

In Kurzfilmen erklären die Verfasser oder Empfänger ihre Grußkarte und die Situation, in der sie entstand. Dabei zeichnen sie ein sehr persönliches Bild von der langsamen, in Politik und Alltag spürbaren Erosion des kommunistischen Regimes. So erzählt der „größte Beatles-Fan in Russland“ von heimlichen, vom Munde abgesparten Plattenkäufen, ein anderer Film wiederum zeigt den Reiz des Westens für wohlhabende Bürger während der 1980er Jahre. Die Verknüpfung der Postkarten mit verwandten Themenbereichen lädt die User ein, sich durch die Zeitgeschichte treiben zu lassen und Kontexte intuitiv zu erschließen.

Individualisierbare Flash-Inhalte in verschiedenen Sprachen

In technischer Hinsicht stellte die Website aufgrund des hohen Videocontent-Anteils hohe Anforderungen. Die Seite basiert vollständig auf Flash und ist dabei aufgrund zusätzlicher Fallback-Seiten trotzdem vollständig suchmaschinenoptimiert. Auch der länderübergreifende Projektansatz brachte Herausforderungen mit sich: Das Team um Projektleiter Marc Bruenjes entwickelte ein eigenes Content Management System, das in Eigenregie vom Projektträger im jeweiligen Land befüllt werden kann. Das beinhaltet nicht nur die Übersetzung in verschiedene Sprachen, sondern auch Möglichkeiten der Individualisierung der Website durch die Auswahl der gezeigten Postkarten.

Die interaktive Webdokumentation ist für den Prix Europa 2012 in der Kategorie „Online“ nominiert.

Zur Webseite geht es hier: http://www.lebtwohlgenossen.com Bildmaterial finden Sie hier: http://bit.ly/farewellcomrades

Weitere Informationen unter:
http://www.lebtwohlgenossen.com

Posted by on 9. Februar 2012.

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Categories: Bilder, Internet

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