Lebenserwartung bei Geburt für Frauen und Männer im Jahr 2025 auf neue Höchstwerte gestiegen

Lebenserwartung der 65-Jährigen nimmt ebenfalls deutlich zu
Auch für ältere Menschen nahm die Lebenserwartung weiter zu: im Vergleich zu 2024 um etwa einen zusätzlichen Monat bei den Frauen und ungefähr zwei zusätzliche Monate bei den Männern. Im Jahr 2025 betrug die noch verbleibende Lebenserwartung von 65-jährigen Frauen somit 21,2 Jahre, für 65-jährige Männer ergaben sich statistisch 18,2 weitere Lebensjahre. Dies entspricht einem durchschnittlich erreichbaren Lebensalter von 86,2 Jahren bei den Frauen und 83,2 Jahren bei den Männern. In diesem Altersbereich haben die Männer im Jahr 2025 somit ebenfalls einen neuen Höchstwert erreicht. Die noch verbleibende Lebenserwartung der 65-jährigen Frauen war vor Beginn der Coronapandemie bereits etwas höher (21,3 Jahre beziehungsweise 86,3 Jahre als durchschnittlich erreichbares Alter im Jahr 2019).
Höchste Lebenserwartung weiterhin in Baden-Württemberg
Für die Bundesländer wird die Lebenserwartung für Dreijahreszeiträume angegeben. Hier hatte im aktuellen Zeitraum (2023/2025) Baden-Württemberg sowohl bei den Frauen mit 84,4 Jahren wie auch bei den Männern mit 80,3 Jahren die höchste Lebenserwartung bei Geburt. Baden-Württemberg ist schon seit längerem das Bundesland mit der höchsten Lebenserwartung bei Geburt. Die niedrigsten Werte weisen weiterhin Frauen im Saarland mit 82,0 Jahren sowie Männer in Sachsen-Anhalt mit 76,4 Jahren auf. Die Differenz in der Lebenserwartung zwischen den Geschlechtern zugunsten der Frauen ist mit mehr als sechs Jahren in Mecklenburg-Vorpommern am größten und in Baden-Württemberg und im Saarland mit knapp über vier Jahren am geringsten.
Methodische Hinweise:
Die Lebenserwartung bei Geburt fasst die Sterblichkeitüber alle Altersjahre hinweg in einem Wert zusammen. Dieser ist von der Altersstruktur und von der Größe der Bevölkerung unabhängig. Die Lebenserwartung ist deshalb besonders gut für Zeitvergleiche geeignet. Es handelt sich nicht um eine Prognose für heute Neugeborene, sondern um eine Darstellung der aktuellen Überlebensverhältnisse im gesamten Altersbereich.
Die hier genannten Ergebnisse stammen aus sogenannten Periodensterbetafeln. Zur Berechnung wird die Zahl der Sterbefälle in einem bestimmten Zeitraum (zum Beispiel im Jahr 2025) ins Verhältnis zur Bevölkerung in den einzelnen Altersjahren gesetzt. In einer nach Geschlecht getrennten Tabelle zeigen Sterbetafeln dann an, wie viele Personen eines Ausgangsbestands bis zu einem bestimmten Alter überleben und sterben. Auf Basis dieser Informationen gibt die Sterbetafel Auskunft über die geschlechtsspezifische durchschnittliche Lebenserwartung in den einzelnen Altersjahren. Es handelt sich bei Periodensterbetafeln um eine Momentaufnahme der Sterblichkeitsverhältnisse der gesamten Bevölkerung für den jeweils betrachteten Zeitraum. Die Berechnung enthält keine Annahmen dazu, wie sich die Lebenserwartung künftig entwickeln wird. Die Lebenserwartung bei Geburt gibt demnach an, wie lange Neugeborene nach den aktuellen Überlebensverhältnissen modellhaft durchschnittlich leben würden.
Bei der Berechnung der Lebenserwartung werden stets die Sterbewahrscheinlichkeiten aller auf ein bestimmtes Alter folgenden Altersstufen einbezogen. Bei der Lebenserwartung 0-Jähriger werden somit die Sterbewahrscheinlichkeiten aller Altersstufen von Geburt an berücksichtigt. Bei der ferneren Lebenserwartung 65-Jähriger werden nur die ab Alter 65 folgenden Altersstufen einbezogen. Die Lebenserwartung bei Geburt enthält demnach auch die Risiken der frühen Lebensjahre. Wer diese bereits überlebt hat, erreicht im Alter 65 dann im Durchschnitt ein höheres Lebensalter als Neugeborene.
Komplette Sterbetafeln mit allen Detailinformationen werden von der amtlichen Statistik standardmäßig für Dreijahreszeiträume bereitgestellt, um übliche Schwankungen zwischen einzelnen Jahren zu einem gewissen Grad auszugleichen. Diese Sterbetafeln bilden die Grundlage für die Berechnung von sogenannten Versicherungsbarwerten und für Rechtsgeschäfte sowie steuerliche Zwecke. Sie werden auch für die Bundesländer berechnet. Eine Berechnung von Werten zur Lebenserwartung für einzelne Kalenderjahre wurde während der Coronapandemie eingeführt.
Weitere Informationen:
Im Statistischen Bericht zu den Sterbetafeln 2023/2025 für Deutschland und die Bundesländer stehen auch die Zeitreihen für einzelne Kalenderjahre ab dem Jahr 2011 für Deutschland sowie West- und Ostdeutschland zur Verfügung. Ein Artikel zur langfristigen Entwicklung der Lebenserwartung auf Basis der Dreijahrestafeln ist auf der Themenseite\“Sterbefälle und Lebenserwartung\“zu finden.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.
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