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Leben im Slum – Hilfsprojekte auf den Philippinen besucht / Hilfe für eine bessere Zukunft

Andreas Schüßler, Gründungsmitglied der Hösbacher
Hilfsorganisation Global Micro Initiative e.V., besuchte Anfang April
auf eigene Kosten zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden Tobias
Schüßler Hilfsprojekte auf den Philippinen. Er berichtet:

\“Erdrückende Hitze, müde Hunde, Häuser ohne Fußboden – und
dazwischen: Lachende Kinder. Das sind die Dinge, die ich wahrnehme,
als ich mich zum ersten Mal in meinem Leben in einem Slum befinde.
Außer mir sind noch Tobias Schüßler und zwei Mitarbeiter von Project
Life Subic, die sich um alle Angelegenheiten von GMI vor Ort kümmern,
dabei. Schon direkt am Anfang kommen uns drei Jugendliche mit
Müllsäcken entgegen. Tobias wird mir später erklären, dass sie den
Müll nutzen, um ihren Teil zum Familienunterhalt beizutragen.

Zu viert laufen wir durch die engen Gassen des Slums,
hintereinander, da zwei Menschen nebeneinander keinen Platz haben.
Wir sind auf dem Weg, Carina zu besuchen. Sie hat einen Mikrokredit
von GMI genutzt, um einen Sari Sari Store, einen Gemischtwarenladen,
zu eröffnen und hat mittlerweile einen zweiten Kredit erhalten,
dessen Raten sie stets pünktlich zurückbezahlt hat.

Carina wohnt mit ihrem Mann und drei Kindern in einer kleinen
Wellblechhütte hier im Slum. Es ist wirklich sehr, für meine
Verhältnisse fast unvorstellbar klein: Die Familie kocht, isst und
schläft hier auf engstem Raum. Der Empfang ist überaus freundlich und
sofort wird Platz geschaffen, damit zumindest einige sich neben das
Bett setzen können. Auch der Laden ist hier integriert. Mich im
Verkaufsbereich zu bewegen, ist fast nicht möglich.

Carina spricht kurz über ihr Leben. Der Slum liegt direkt am
Strand; in der Regenzeit wird er oft überflutet. Der Eingang ist
deshalb leicht erhöht gebaut. Auch gehört das Grundstück nicht der
Familie. Seit einigen Jahren kursiert immer wieder das Gerücht, der
Eigentümer würde zurückkehren. Carina müsste dann ihr Zuhause
verlassen. Das ist auch der Grund, warum hier keine auf Dauer
angelegten Gebäude gebaut werden.

Es gibt keine Fußböden; meine Füße stehen direkt auf Sand, während
ich am Bett sitze. Carina erzählt uns, dass sich Reis und Holzkohle
am besten verkaufen. Die Menschen nutzen Holzkohle zum Kochen, da es
billiger ist als Strom oder Gas. Abkühlung gibt es kaum. Niemand
besitzt eine Klimaanlage, um die über 35°C sommerliche Hitze
erträglich zu machen. Carina plant, mit einem weiteren Mikrokredit
einen gebrauchten Kühlschrank zu kaufen, um gekühlte Waren verkaufen
zu können.

Auf unserem Rückweg passiert etwas, mit dem ich überhaupt nicht
gerechnet hatte: Uns laufen Kinder hinterher. Lachend. Glücklich. Das
wird es sein, was ich von dieser Reise vor allem anderen mitnehmen
werde. Dass Menschen, die nichts haben, so dankbar für das Leben sein
können. Dass sogar Kinder, die im Slum aufwachsen, glücklich sein
können.\“

Text: Andreas Schüßler Fotos finden Sie hier:
https://www.presseportal.de/pm/126405/4246368

kurze Video Clips finden Sie hier:
https://www.youtube.com/channel/UCg-7RYAI-PR_AzdyWPCr-6g

Pressekontakt:
Silvia Schüßler, Öffentlichkeitsarbeit
Global Micro Initiative e. V.
Weißenbergerstraße 6
63768 Hösbach
www.global-micro-initiative.de
Silvia.Schuessler@global-micro-initiative.de

Original-Content von: Global Micro Initiative e.V., übermittelt durch news aktuell

Posted by on 19. Juni 2019.

Tags: ,

Categories: Vermischtes

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