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Lübcke-Mord: Mutmaßlicher Helfer von Stephan E. schon 2006 bei NSU-Mord als Zeuge vernommen

Bei einem der zwei jetzt festgenommenen
mutmaßlichen Helfer des geständigen Lübcke-Mörders Stephan E. handelt
es sich um den Kasseler Neonazi Markus H.. Der 43-Jährige, der
Stephan E. Waffen vermittelt haben soll, war bereits 2006 im
Zusammenhang mit dem Mord an Halit Yozgat in Kassel als Zeuge
vernommen worden. Das haben Recherchen des ARD-Politikmagazins
\“Panorama\“ ergeben. Wie sich später herausstellte, war Yozgat ein
Opfer der Terrorgruppe NSU. H. soll das Mordopfer Yozgat gekannt
haben.

Markus H. gehörte seit Jahren zur Kasseler Neonazi-Szene und war
nach \“Panorama\“-Informationen jahrelang beim \“Freien Widerstand
Kassel\“ aktiv. Unter dem Pseudonym \“Stadtreiniger\“ verbreitete er
bereits vor mehr als zehn Jahren Hasskommentare auf den
Internetseiten einer Lokalzeitung. \“Die BRD ist nicht Deutschland\“,
hieß es dort etwa.

\“Wenn ich mir das so recht überlege, sollte es wieder eine
Reichskristallnacht geben\“, hatte \“Stadtreiniger\“ im internen Forum
des \“Freien Widerstands Kassel\“ geschrieben. Screenshots der Einträge
liegen \“Panorama\“ vor. Damals soll H. schon über die Beschaffung von
Waffen und Sprengstoff diskutiert haben. 2006 war H. den
Sicherheitsbehörden wegen des Brüllens von \“Sieg Heil\“ und dem Zeigen
des Hitlergrußes in einer Kneipe aufgefallen. Dafür wurde er später
zu einer Geldstrafe verurteilt.

Am 1. Mai 2009 war Markus H. zusammen mit rund 400 Neonazis in
Dortmund, als Rechtsextremisten eine Gewerkschafts-Kundgebung
attackierten. Auch Stephan E. war damals dabei und wurde deswegen
2010 wegen Landfriedensbruch verurteilt.

Wie aus dem Umfeld von Stephan E., der den Mord am CDU-Politiker
Walter Lübcke gestanden hat, verlautet, soll Markus H. bis in die
jüngste Zeit Kontakt zu Stephan E. gepflegt haben. Für Reporterinnen
und Reporter von \“Panorama\“ war H. in den vergangenen Tagen nicht zu
sprechen. Der 43-Jährige wurde jetzt festgenommen und soll einem
Haftrichter vorgeführt werden.

Pressekontakt:
Norddeutscher Rundfunk
Presse und Information
Iris Bents
Tel.: 040/4156-2304
Mail: i.bents@ndr.de

http://www.ndr.de
https://twitter.com/NDRpresse

Original-Content von: NDR Norddeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 27. Juni 2019.

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Categories: Medien & Unterhaltung

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