Kyocera präsentiert Metalinse mit steuerbarem Fokus

Hauptmerkmale der Metalinse von Kyocera
1. Ermöglicht kleinere und leichtere optische Geräte
Eine Metalinse ist eine ultradünne optische Komponente, die eine Metaoberfläche enthält – eine dichte Anordnung von säulenförmigen Metaatomen, die kleiner sind als die Wellenlänge des Lichts, um die Ausbreitung des Lichts zu steuern. Diese Struktur ermöglicht es Kyocera, eine Metalinse mit einer Dicke von weniger als 1 mm herzustellen, während herkömmliche optische Linsen in der Regel eine Dicke von mehr als 1 cm erfordern.
Durch präzise Ausgestaltung der Metaatome können mehrere optische Funktionen – wie Wellenlängenkontrolle und Phasenmodulation – in eine einzige Metalinse integriert werden. Dadurch wird die Anzahl der traditionell erforderlichen optischen Komponenten erheblich reduziert. Das Ergebnis ist, dass sowohl das optische System als auch das Endgerät deutlich kleiner und leichter gestaltet werden können.
2. Ermöglicht Bilddarstellungen mit natürlicher Tiefenwahrnehmung
Mithilfe seiner proprietären Metaatom-Designtechnologie hat Kyocera eine Metalinse entwickelt, deren Brennpunkt sich je nach Farbe (Wellenlänge) des Lichts verschiebt. Mit dieser Linse können Bilder unterschiedlicher Farben in unterschiedlichen Positionen erzeugt werden – beispielsweise erscheinen grüne Bilderweiter vom Betrachter entfernt, während rote Bilder näher erscheinen. Durch die Erzeugung von Bildern mit unterschiedlicher Tiefe generiert das System frei schwebende dreidimensionale Bilder mit vielfältigen Tiefeninformationen, selbst innerhalb eines optischen Moduls in der Größe von tragbaren Geräten. Diese Innovation ermöglicht eine natürliche Tiefendarstellung, ohne dass aufwendige optische Mehrschichtbaugruppen erforderlich sind.
Prototyp eines tragbaren holographischen Displays
Durch die Kombination der neu entwickelten Metalinse mit den bestehenden holographischen Technologien von Kyocera, die im Zusammenhang mit der Forschung im Bereich hochauflösender Displays entwickelt wurden, gelang es dem Unternehmen, ein kompaktes, leichtes Wearable-Display zu entwickeln, das schwebende Bilder mit realistischer Tiefe projizieren kann. Damit ist ein wichtiger Schritt in Richtung visueller Schnittstellen der nächsten Generation getan, bei denen hochwertige Optik in kleine, am Körper getragene Geräte integriert wird.
Zukunftspotenzial
Derzeit ermöglicht die Technologie von Kyocera die Darstellung von 3D-Bildern, deren Fokuspositionen je nach Farbe variieren. In Zukunft könnte eine verbesserte Wellenlängenkontrolle vollfarbige, hochauflösende frei schwebende Bilder ermöglichen. Weitere Fortschritte in der Metaatom-Design-Technologie können die Projektion kontinuierlicher dreidimensionaler Bildinhalte mit hoher Auflösung ermöglichen.
Die dünne und leichte Beschaffenheit von Metalinsen macht sie besonders geeignet für folgende Anwendungen:
– Kleinere, tragbare VR-/AR-Brillen
– Schlankere, platzsparende Designs für Kameras und Projektoren
– Weitere optische Geräte, bei denen Kompaktheit entscheidend ist
Kyocera wird seine proprietären Metalinsen-Technologien weiter verbessern, um zu Fortschritten bei optischen Lösungen in den Bereichen Unterhaltungselektronik, Industrieausrüstung und einer Vielzahl neuer Anwendungsgebiete beizutragen.
Vorgestellte Technologie auf der CES 2026
Diese Technologie wurde auf der CES 2026, einer der weltweit größten Messen, vorgestellt. Sie fand vom 6. bis 9. Januar 2026 in Las Vegas, Nevada, USA, statt. In der West Hall präsentierte Kyocera die neuesten Innovationen in den Bereichen drahtlose optische Unterwasser-Kommunikation, Millimeterwellen-Sensoren, Phased-Array-Antennenmodule und andere Technologien zur Unterstützung des sicheren, autonomen Fahrens.
Das Pressematerial steht unter nachfolgendem Link zum Download bereit:https://spgroup.box.com/s/4pgp9fa3ujpjqumx0hmg90a6yzb2w7v6
Categories: Allgemein
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