Kurt-Magnus-Preis 2026: Dritter Preis für hr-Journalistin Mia von Hirsch

Mia von Hirsch arbeitet beim Hessischen Rundfunk im crossmedialen Reporterteam\“X-Lab\“, in der Kultur-Unit sowie zeitweise im ARD-Studio Los Angeles und beim hr-Auslandsdesk. Seit ihrem crossmedialen Volontariat im hr (2021-2023) setzt sie ihre vielfältigen journalistischen Fähigkeiten in der aktuellen hessischen Regionalberichterstattung ein. Darüber hinaus vertritt sie zeitweise die Auslandskorrespondenten in den USA – mit Schwerpunkt Hörfunk – oder unterstützt die Korrespondentinnen und Korrespondenten von Frankfurt aus, auchin Ausnahmesituationen und Großlagen.
\“Mia von Hirsch verbindet kritische Distanz mit großer Empathie. Sie stellt die richtigen Fragen, hört genau zu und erzählt ihre Geschichten so, dass sie berühren, aufklären und Debatten anstoßen\“, begründet die Jury ihre Entscheidung. Ihre Beiträge seien gesellschaftlich relevant, tiefgründig und häufig augenöffnend – unabhängig von Länge oder Format.
Besonders hervorgehoben wird Mia von Hirschs wachsendes Profil im investigativen Journalismus. Mit sorgfältig recherchierten Geschichten erzielte sie zuletzt eine hohe Reichweite: Ihre Recherchen zu umstrittenen Schmerzspezialisten aus dem Rhein-Main-Gebiet, zu den Strukturen der Öko-Sekte\“Lebe gesund\“in Hessen oder zu einem anonymen Samenspender aus Mittelhessen, dessen zahlreiche Nachkommen sich unwissentlich begegnen, fanden ein Millionenpublikumüber Fernsehen, Hörfunk, Online und Social Media.
Eine weitere Stärke der Journalistin ist ihre besondere Fähigkeit, das Vertrauen ihrer Protagonisten zu gewinnen. Ob Flutgeschädigte, Wohnungslose am Frankfurter Flughafen, junge Jüdinnen und Juden in Hessen oder suchtkranke Menschen – Mia von Hirsch kommt ihnen nahe, ohne dabei Haltung und journalistische Genauigkeit zu verlieren. Ihre Geschichten geben Menschen Raum und Stimme, die oft überhört werden.\“Radio kann Menschen eine Stimme geben. Menschen, die man sonst vielleicht nicht hören würde, die nicht so laut sind, wie andere. Und genau das kann Mia von Hirsch ganz besonders toll\“, sagt die Programmdirektorin des Saarländischen Rundfunks Sonja von Struve in ihrer Laudatio. Man merke in ihren Interviews, dass sie die Fähigkeit habe, nah an die Menschen heranzukommen,\“sodass sie das Mikrofon gar nicht mehr wahrnehmen und offen und ungeschönt erzählen, was sie beschäftigt und wer sie sind.\“
Auch im Kulturbereichüberzeugt sie mit einer unverkennbaren\“feinen Feder\“und starkem Storytelling – etwa in Beiträgen für\“Hauptsache Kultur\“oder\“ttt\“. Als Korrespondentin berichtet sie aus den USAüber globale Themen, gesellschaftliche Trends und besondere Geschichten vor Ort und liefert dabei eindrucksvolle Reportagen.
Mit dem dritten Preis würdigt die Jury eine Journalistin, die beispielhaft für einen zeitgemäßen, crossmedialen und verantwortungsvollen Journalismus steht.
Zum Kurt-Magnus-Preis der ARD
Mit dem Kurt-Magnus-Preis zeichnet die ARD junge Journalistinnen und Journalisten aus, die im Audiobereich arbeiten. Die Auszeichnung wird seit 1962 verliehen und gehört zu den renommiertesten Preisen für Hörfunk und Audiojournalismus in Deutschland. Unter der Federführung des Hessischen Rundfunks würdigt eine ARD-weite Jury medienübergreifende Arbeiten und unterstützt gezielt die Förderung des journalistischen Nachwuchses. Der erste Preis geht in diesem Jahr an Selin\“Selly\“Kahya vom rbb (Dotierung: 7000 Euro), der zweite Preis an Rebecca Barth vom WDR (Dotierung: 5000 Euro), der dritte Preis an Mia von Hirsch vom hr und an Luisa Meyer vom Deutschlandradio (Dotierung: je 4000 Euro), der vierte Preis geht an Sophie Anggawi (Dotierung: 3000 Euro).
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