Kruste, Krume, Kulturgut: Schönhauser Allee Arcaden laden gemeinsam mit der Bäcker-Innung Berlin zur erstenöffentlichen Brotprüfung

Kaum ein Duft regt den Appetit so sehr an wie der von frisch gebackenem, warmem Brot mit einer knackigen Kruste. In Deutschland ist Brot weit mehr als ein Grundnahrungsmittel – es ist ein tief verwurzeltes Kulturgut mitüber tausend Varianten. Jährlich verbrauchen die Deutschen pro Kopf 21 kg Brot, was die enorme Bedeutung dieses Bäckerwerks noch mal unterstreicht. Am 5. Mai, dem offiziellen\“Tag des Deutschen Brotes\“, bringen die Schönhauser Allee Arcaden die Vielfalt des Brotes direkt zu den Menschen im Kiez und machen die Qualitätssicherung der Innungsbetriebe für alle hautnah erlebbar.
Was normalerweise hinter den verschlossenen Türen der Bäcker-Innung stattfindet, wird an diesem Tag zur öffentlichen Bühne. Ein eigens vom Deutschen Brotinstitut ausgebildeter Brotsommelier nimmt die knusprigen Laibe unter die Lupe. Dabei geht es um weit mehr als nur den Geschmack: Nach einem festgeschriebenen Kriterienkatalog werden Aussehen, Kruste, Krume, Geruch und Aroma bewertet. Brote, die den höchsten Standards gerecht werden, erhalten die Prädikate\“gut\“oder\“sehr gut\“. Betriebe, dieüber Jahre hinweg eine gleichbleibend hohe Qualität nachweisen können, werden zudem mit der begehrten\“Goldenen Brezel\“ausgezeichnet.
Doch nicht nur die Profis haben an diesem Tag das Sagen. Die Schönhauser Allee Arcaden laden ihre Gäste ein, selbst Teil der Jury zu werden und bei der Publikumswahl ihren Favoriten zu küren. An einer Probierstation können alle eingereichten Brote verkostet werden. Per Stimmkarte wählen die Besucherinnen und Besucher ihren persönlichen\“Publikumsliebling\“.
Damit nicht genug: Wer die volle Bandbreite des Brotgeschmacks erleben möchte, muss nur ein paar Schritte weiter gehen. An einem eigens dafür eingerichteten Tisch werden unterschiedlichste Sorten Brot mit verschiedenen Aufstrichen und Belägen zu Verkostung präsentiert – ganz ohne Wettbewerb, rein zum Genuss.
\“Brot ist Leidenschaft und echtes Handwerk, das man riechen, fühlen und schmecken kann. Wir freuen uns sehr, am Tag des Deutschen Brotes Gastgeber für dieses besondere Event zu sein\“, erklärt Jasmin Wagner, Marketing Managerin der Schönhauser Allee Arcaden.\“Den faszinierenden Prozess der Brotprüfung direkt in unser Center zu holen und gemeinsam mit unseren Gästen und der Bäcker-Innung Berlin die Vielfalt unserer Brotkultur zu feiern, ist für uns ein echtes Highlight in diesem Jahr.\“
Die Teilnahme an der Verkostung und die Abstimmung sind für alle Besucherinnen und Besucher kostenlos. Die öffentliche Brotprüfung findet am Dienstag, den 5. Mai 2026, von 12:00 bis 17:00 Uhr auf der Eventfläche im Untergeschoss der Schönhauser Allee Arcaden statt.
Und wer zur Einstimmung schon mal das Brot des Jahres 2026, das Roggenbrot, selbst backen möchte, findet hier noch das passende Rezept:
Roggenbrot (Für ca. 1 kg Teig)
Zutaten Sauerteig (Vorteig):
270 g Roggensauerteig (oder selbst angesetzt aus 180 g Roggenmehl 1150, 90 g aktivem Anstellgut und 270 g warmes Wasser)
Reifezeit: 12-16 Stunden bei Raumtemperatur
Hinweis: Am Ende sollten etwa 270 g reifer Sauerteig vorhanden sein. Bei fertigem Sauerteig aus dem Kühlschrank: 270 g direkt verwenden.
Hauptteig:
270 g reifer Sauerteig
430 g Roggenmehl 997
370 g Wasser (lauwarm)
11 g Salz
8 g frische Hefe (oder 2,5 g Trockenhefe)
Zubereitung:
1. Sauerteig ansetzen (falls nötig): Am Vorabend Mehl, Wasser und Anstellgut mischen und 12-16
Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.
2. Hauptteig mischen: Alle Zutaten (Sauerteig, Roggenmehl, Wasser, Salz, Hefe) in eine Schüssel geben. Mit Teigspatel oder Knethaken 3-5 Minuten mischen. Der Teig ist klebrig – das ist normal.
3. Teigruhe: Schüssel abdecken und 30-40 Minuten ruhen lassen.
4. Formen: Roggenteige werden nicht geknetet, nur straff in Form gebracht.
5. Kastenform: Form fetten, Teig mit nassen Händen einfüllen, Oberfläche glätten.
6. Freigeschoben: Teig aufgemehlte Fläche geben, mit nassen Händen rund oder länglich formen, mit Schluss nach unten in ein bemehltes Gärkörbchen legen.
7. Gare (Endgare): Ca. 40-60 Minuten abgedeckt gehen lassen (ideal bei 30-32°C und hoher
Luftfeuchtigkeit). Das Volumen sollte um 20-30 % zunehmen.
8. Backen:
Kastenform: Ofen auf 250°C vorheizen. Brot einschieben, kräftig schwaden (Wasserschale). Nach 10
Minuten auf 200°C reduzieren. Gesamtbackzeit: 45-50 Minuten. Nach 30 Minuten kurz die Form abziehen für eine rundum feste Kruste.
9. Freigeschoben: Auf Stein oder heißem Blech bei 250 °C anbacken, dann auf 200 °C reduzieren (gesamt ca. 40 Minuten). Nach 1 Minute Schwaden ablassen.
10. Ausbacken: Auf einem Gitter komplett auskühlen lassen. Roggenbrote schmecken am zweiten Tag am
besten.
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