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Krebs an der Prostata – Moderne Therapien im Fokus

 

Prostata-Krebs gilt als die häufigste Krebserkrankung bei Männern. In Deutschland erkranken etwa 170 von 100.000 Männern jährlich neu an einem Karzinom der Prostata, der Vorsteherdrüse beim Mann. Als Risikofaktoren gelten steigendes Alter, bestimmte Lebens- und Ernährungsweisen sowie eine familiäre Disposition. Testosteron oder häufiger Geschlechtsverkehr dagegen – wie früher angenommen – beeinflussen nicht das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. Was versteht man darunter? Prostatakrebs liegt vor, wenn sich die Zellen in der Vorsteherdrüse unkontrolliert teilen oder sich krankhaft verändern.Mit fortschreitendem Verlauf können sie in gesundes Gewebe eindringen und Metastasen in anderen Körperregionen entwickeln. Wird ein Prostatakrebs diagnostiziert, kommen unterschiedliche Behandlungsformen in Frage.

Standardtherapien bei Prostatakrebs und ihre Nebenwirkungen

Zu den üblichen Behandlungswegen gehören die aktive Überwachung, die Operation, die Strahlen- bzw. die Chemotherapie oder die Hormontherapie. Abgesehen von der aktiven Überwachung sind diese Therapieoptionen mit teils erheblichen Nebenwirkungen verbunden. Sie können zum Beispiel zu Impotenz und Inkontinenz führen, was viele Männer mit der Diagnose Prostatakrebs mit erheblichen Sorgen belastet. Die Medizin setzt deshalb zunehmend auf die Erforschung von Behandlungsalternativen, die zum einen das Prostatakarzinom schonend entfernen und zum anderen die Funktion der naheliegenden Organe nicht beeinträchtigen. Dazu gehört die Behandlung mit fokussiertem Ultraschall, die unter anderem am Universitätsklinikum Heidelberg derzeit im Rahmen von Studien angewendet wird.

TULSA PRO® Behandlung mit fokussiertem Ultraschall bei Prostatakrebs – was ist das?

Was genau steckt hinter TULSA PRO®? Das Verfahren mit dem Namen TULSA PRO® kombiniert die exakte Bildgebung über MRT mit einer schonenden Behandlung durch fokussierten Ultraschall. Dem Operateur ist es dabei möglich, die Temperatur an jedem Punkt der Prostata während der Behandlung zu messen, die Therapie exakt zu steuern und die Effektivität zu steigern. Das Krebsgewebe wird dabei durch die Erhöhung der Temperatur über Ultraschall punktgenau abgetötet. Dazu wird eine spezielle Sonde über den Enddarm eingeführt. Der Vorteil dabei: Rektum, Harnröhre und Erektionsnerven werden im Vergleich zu herkömmlichen Therapien besser geschont. Das Verfahren lässt sich bei Patienten mit lokal begrenztem und niedrig malignem Prostata-Karzinom anwenden.

Posted by on 18. August 2018.

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Categories: Bilder, Vermischtes

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