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Kreative Projekte aus Oberbayern und Brandenburg gewinnen den KfW Award Bauen 2019

– Motto: \“Häuser für heute und morgen\“
– Gewinner aus Oberbayern, Brandenburg, Berlin, Leipzig, Bochum
und Schwerin
– Internationaler Sonderpreis geht an ein Sanierungsprojekt in
Olawa, Polen

Der KfW Award zeichnet Bauherren oder Baugemeinschaften aus, die
in den vergangenen fünf Jahren ein Neubau-Projekt umsetzten oder ein
bestehendes Gebäude erweiterten, umwidmeten, modernisierten oder
belebten. Der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst
Seehofer, übernimmt die Schirmherrschaft des KfW Award Bauen. Die
Jury um den Architekten Prof. Hans Kollhoff bewertete die Vorhaben
hinsichtlich ihrer Balance aus Architektur und Erscheinungsbild,
guter Integration in das bauliche Umfeld, Energie- und
Kosteneffizienz, zukunftsorientierter und nachhaltiger Bauweise,
optimaler Raum- und Flächennutzung sowie auch individueller
Wohnlichkeit.

Die sieben inländischen Objekte wurden von der Jury mit einem
Preisgeld von insgesamt 37.000 EUR prämiert. Die Preisträger
erreichen vielfach auch die Standards der KfW-Energieeffizienzhäuser
und bauen dank ihrer gelungenen Architektur Barrieren ab. Zum dritten
Mal zeichnete die KfW auch ein internationales Projekt aus. Im
polnischen Olawa wurden ehemalige Militär-Pferdestallungen in
günstigen Wohnraum umgewandelt. Das Projekt, das Barrierefreiheit
und Energieeffizienz fördert, wurde von der polnischen Förderbank
Bank Gospodarstwa Krajowego (BGK) finanziert.

Bundesinnenminister Horst Seehofer: \“Die Antwort auf die
wohnungspolitischen Herausforderungen unserer Zeit lautet für mich:
Bauen, bauen, bauen. Und genau das haben die Preisträger des KfW
Awards getan. Aber nicht nur das: Sie haben schwierige Projekte
angepackt, Mut bewiesen und sind neue Wege gegangen. Am Ende sind
innovative Bauten entstanden, die nicht nur schön aussehen, sondern
auch energieeffizient und nachhaltig sind. Jedem Bauherrn sollten sie
ein Ansporn sein, Herausforderungen kreativ anzugehen.\“

\“Die KfW zeichnet seit 16 Jahren vorbildliche Projekte mit dem KfW
Award Bauen aus, die gelungen Architektur mit Kosten- und
Energieeffizienz, Barrierefreiheit und Wohnkomfort vereinen und
andere zum Nachmachen anregen\“, sagt Dr. Ingrid Hengster, Mitglied
des Vorstandes der KfW Bankengruppe. \“Bauen und Modernisieren war für
die Sieger nicht zuletzt eine Frage des Verstands, der Achtsamkeit
und der Fantasie. Ausgangspunkt aller Projekte war nicht eine leere
Fläche, sondern ein vorhandenes Stück Welt, das sich kreativ
weiterentwickeln ließ.\“

In Anwesenheit des Parlamentarischen Staatssekretärs beim
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, Marco Wanderwitz,
erhielten die Preisträger die KfW Awards. Die Preisverleihung fand im
feierlichen Rahmen am 23. Mai 2019 in der KfW-Niederlassung Berlin
statt.

Die Preisträger:

Kategorie Neubau:

Erster Preis (dotiert mit 7.000 EUR)

Vier Familien im bayrischen Eggstätt bauten gemeinsam mit den
Architektenbüros Kammerl und Kollegen sowie Pfaffing an einem alten
Bauernhof an und schafften somit ein neues Heim für 21 Bewohner
zwischen 6 und 67 Jahren. Der umgebaute Hof bietet nicht nur ein
gemeinschaftliches Zusammenleben, sondern ist zudem auch
energieeffizient.

Zweiter Preis (dotiert mit 5.000 EUR)

Der Berliner Neubau der Bauherren und Architekten Heike und Detlev
Sommer präsentiert sich bereits durch seine Fassade, der beim Bau
Blätter hinzugefügt wurden, als nachhaltiges Passivhaus. Durch die
extra dicken Außenwände, Solarspeicher sowie beinah komplett
CO2-neutrale Heizung und Kühlung, ist das Gebäude energieeffizient.
Damit werden etwa 50 Prozent der Nebenkosten gespart.

Dritter Preis (dotiert mit 3.000 EUR)

Das Paar Dagmar Janik-Stenzel und Dirk Stenzel brachte ein Stück
Natur in die Stadt, mit einem städtischen Geschossbau aus Holz. Das
Gebäude bietet neben einem Laden für Büromöbel viel Platz zum Wohnen,
ein Garten auf dem Dach ist in Planung. Nicht nur von außen macht das
Haus einen ökologischen Eindruck. Es spart dank Wärmepumpen,
Solaranlage und Abluftanlage zudem Energie.

Kategorie Bestandsbau:

Erster Preis (dotiert mit 7.000 EUR)

Im Osten Brandenburgs haben Almut und Thomas Berg ein 250 Jahre
altes Haus umgebaut. Dabei achteten sie besonders darauf,
denkmalgerecht und ressourcenschonend zu bauen. Um den Charakter der
Zeit zu erhalten, wurden beispielsweise die traditionellen
Sprossenfenster mit Isolierglas verstärkt. Auch setzt das Paar auf
natürliche Dämmstoffe, Solarkollektoren und Wasserspeicher.

Zweiter Preis (dotiert mit 5.000 EUR)

Das ehemalige Werkstattgebäude in Berlin stand fast 20 Jahre lang
leer und wurde lediglich für Partys und Konzerte genutzt. Heute
bietet es dank der Architekten Anita Eyrich und Christian Hertweck 25
Wohnungen und damit Raum für 51 Menschen. Der Umbau kombiniert
Denkmalpflege mit der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.

Dritter Preis (dotiert mit 3.000 EUR)

In Bochum kauften Christine und Thiemo Ebbert, von Beruf aus
Architekt, ein 75-jähriges Einfamilienhaus. Sie bearbeiteten
traditionelle Elemente wie die Bleiglasfenster und Dielen mit
energieeffizienten Technologien und bewahrten somit das historische
Bild des Hauses. Zudem legten sie einen Fokus auf das nachhaltige
Bauen durch Dämmung, Wärmepumpe und -speicher, Solarkollektoren und
Lüftungen mit Wärmerückgewinnung.

Kategorie Sonderpreis der Jury (dotiert mit 7.000 EUR)

Durch den Umbau eines Schweriner Schwimmbads aus DDR-Zeiten schuf
Ulrich Bunnemann 16 Wohnungen. Das Schwimmbad war vielen Bürgern ans
Herz gewachsen. Umso wichtiger war es, dass Bunnemann, Bauherr und
Architekt, das Gebäude rettet. Dem Schweriner war es hierbei wichtig,
Elemente des Schwimmbads zu erhalten. So wurden beispielsweise die
Startblöcke in den Wohnraum integriert.

Kategorie Sonderpreis Ausland

Den diesjährigen Sonderpreis gewinnt das soziale
Mietwohnungsbauprojekt in der niederschlesischen Stadt Olawa, rund 30
Kilometer von Breslau entfernt. In dem für das preußische
Husarenregiment als Reithalle und Stallungen 1895 gebauten Gebäude
entstanden barrierefreie Wohnungen. Das Angebot richtet sich an
Menschen, die zu wohlhabend sind, um eine Sozialwohnung zu bekommen,
die aber nicht kreditfähig sind, um eine Wohnung auf dem privaten
Wohnungsmarkt kaufen zu können. Die Mieter sind an den Baukosten der
Wohnung beteiligt, vergleichbar mit einer Kaution, die beim Auszug
wieder zurückgezahlt und dann vom Nachmieter übernommen wird. Im
Gegenzug erhalten die Mieter einen subventionierten Mietpreis, der
nur rund ein Viertel der üblichen Mieten vergleichbarer Wohnungen
beträgt.

Ein mobiler Treppenlift wurde in den Altbau integriert, um auch
Rollstuhlfahrern den Zugang zu ihren Wohnungen zu ermöglichen. Zum
Standard gehören nun Wärmerückgewinnung mit moderner
Wärmepumpen-Technik, Fußboden- und Deckenheizung, gedämmte Wände und
hochwertige Fenster. In Zukunft soll das Haus mit erneuerbarer
Energie versorgt werden.

Die KfW fördert für das Bundesministerium für Wirtschaft und
Energie mit den Programmen \“Energieeffizient Bauen und Sanieren\“ im
Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms und des \“Anreizprogramms
Energieeffizienz\“ Maßnahmen privater Bauherren zur Verbesserung der
Energieeffizienz. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und
Heimat unterstützt mit dem Programm \“Altersgerecht Umbauen\“
Barriereabbau und Einbruchschutz in Wohngebäuden sowie mit dem
Baukindergeld Familien mit Kinder bei dem erstmaligen Erwerb von
selbstgenutztem Wohneigentum.

Informationen zu den Fördermöglichkeiten finden Sie auf www.kfw.de
oder unter 0800 539 9002.

Weitere Informationen zu den Preisträgern sowie Pressebilder sind
unter www.kfw.de/award und auf www.kfw.de/stories abrufbar.
Medienpartner des KfW Awards Bauen 2019 sind der Nachrichtensender
\“n-tv\“ und die Tageszeitung \“Die Welt\“.

Pressekontakt:
KfW, Palmengartenstr. 5 – 9, 60325 Frankfurt
Kommunikation (KOM)Alia Begisheva
Tel. +49 (0)69 7431 4126, Fax: +49 (0)69 7431 3266,
E-Mail: Alia.Begisheva@kfw.de, Internet: www.kfw.de

Original-Content von: KfW, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 24. Mai 2019.

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