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kraftwerk.Flow: Echtzeit-Leckage-Frühwarnung für kommunale Wassernetze

 

Mit kraftwerk.Flow präsentierte die kraftwerk Software Gruppe auf der IFAT 2026 erstmals ihre neue Lösung zur Echtzeit-Überwachung von IoT-Messdaten in Wassernetzen. kraftwerk.Flow integriert LoRaWAN-Zähler unterschiedlicher Hersteller in einem zentralen Dashboard, erkennt Leckagen frühzeitig über eineautomatisierte Nachtminimum-Analyse und überträgt Stichtagsstände direkt in das kaufmännische System. Damit trägt kraftwerk.Flow im Rahmen der integrierten Komplettlösung für die Wasserwirtschaft dazu bei, die Menge der Wasserverluste im Netz deutlich zu reduzieren. kraftwerk.Flow wird unter flow.kraftwerk.io als Software-as-a-Service bereitgestellt. Das Hosting erfolgt ausschließlich in Deutschland und ist DSGVO-konform.

\“kraftwerk.Flow\“empfängt Messdaten von LoRaWAN-Zählern über drei Connector-Typen – MQTT-Echtzeit, REST-API und CSV – und führt sie auf einem einheitlichen Dashboard zusammen. Versorgern mit gemischtem Zählerbestand bietet sich damit erstmals eine zentrale, vergleichbare Sicht auf alle Geräte, ohne Systembruch und Vendor-Lock-in. Die Plattform ist darauf ausgelegt, bestehende Investitionen in Zähler verschiedener Hersteller zu schützen und den Übergang zu künftigen Generationen parallel zu ermöglichen.

Kern der Plattform ist die automatisierte Nachtminimum-Analyse, die das Netzverhalten täglich im Zeitfenster zwischen 2 Uhr und 4 Uhr auswertet. Ein erhöhter Nachtverbrauch ist häufig das früheste Signal einer Leckage, noch bevor diese durch Kundenbeschwerden oder einen Sichtbefund auffällt. Kraftwerk.Flow berechnet automatisch einen Leckage-Score und klassifiziert diesen nach einem Ampelprinzip: Werte unter 15 Prozent gelten als normal, Werte zwischen 15 und 30 Prozent als verdächtig und Werte über 30 Prozent als kritisch. Zusätzlich ermittelt die Plattform täglich den NRW-Wert nach DVGW-Empfehlung und stellt ihn ebenfalls als Ampel dar. Netzmeister erhalten somit eine handlungsorientierte Bewertung statt reiner Rohdaten.

Eine REST-API mit OpenAPI-3.0.3-Spezifikationüberträgt Stichtagsstände direkt in die Branchenlösung\“kraftwerk.Plattform\“auf Basis von Microsoft Dynamics 365 Business Central und schließt damit die letzte manuelle Schnittstelle im Ablesekreislauf. Dadurch entfallen manuelle Übertragungsfehler und die Abrechnung kann auf Basis tagesaktueller Werte erfolgen. Die Schnittstelle ist offen dokumentiert und für die Anbindung weiterer ERP-Systeme vorbereitet.

Wasserverlust ist ein strukturelles Problem, dasökologisch wie wirtschaftlich zu wenig Aufmerksamkeit erhält. In deutschen Versorgungsnetzen werden nach Branchenschätzungen fünf bis zehn Prozent des eingespeisten Wassers nicht abgerechnet – sogenanntes NRW (Non-Revenue Water). Bei einer mittleren Jahreseinspeisung von einer Million Kubikmetern entspricht das einem entgangenen Ertrag von bis zu 180.000 Euro pro Versorger und Jahr, je nach lokalem Wassertarif. Hinzu kommen hohe Schadenskosten pro Leckage. Aufbereitetes Trinkwasser verursacht in Förderung und Verteilung einen Energieaufwand von durchschnittlich 0,3 bis 0,5 Kilowattstunden pro Kubikmeter – jeder vermeidbare Verlust ist somit ein kaufmännisches und ein ökologisches Thema.

Posted by on 19. Mai 2026.

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Categories: Allgemein

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