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Konkrete statistische Erfassung der Fälle von Gewalt gegen Lehrkräfte vonnöten

Nach der öffentlichen Anhörung zum Thema \“Gewalt
gegen Lehrkräfte\“ fordert Dr. Rainer Blazer, Bildungspolitischer
Sprecher der AfD-Landtagsfraktion, mit Nachdruck eine konkrete
statistische Erfassung aller Fälle von Gewalt gegen Lehrkräfte durch
das Kultusministerium sowie eine Meldepflicht für Schulen. \“Wir
müssen wissen, welche Fälle wir haben, welche Täter, welche Opfer und
welche Arte der Gewalt, damit wir wissen, worüber wir sprechen\“, so
Balzer. Harald Schmidt vom Landeskriminalamt forderte, der Staat
müsse reagieren und die Lehrer als seine Repräsentanten wirksam vor
Gewalt schützen. Dies unterstützt die AfD: \“Die Landesregierung soll
das Thema aktiv angehen und den Tätern deutlich die Konsequenzen
ihres Handelns zeigen. Angriffe auf unsere Lehrer dürfen wir den
Tätern nicht durchgehen lassen!\“

Ursache und Wirkung werden verkehrt und die Schuld für Gewalt den
Lehrern zugeschoben

Unverständnis zeigte Dr. Balzer für die Interpretation von Gewalt
als \“strukturelle Gewalt\“. So sieht Michael Hirn, Vertreter der GEW,
im Bildungssystem selbst strukturelle Ursachen für die Entstehung von
gewalttätigen Tendenzen. Misserfolge, Nichtversetzungen und
Schulwechsel aufgrund zu schlechter Leistungen erlebten seiner
Meinung nach viele Schüler als Herabsetzung und Demütigung. Wer
jedoch den Gewaltbegriff derart willkürlich ausdehnt, verkehrt
Ursache und Wirkung und schiebt damit die Ursache für die Gewalt
wieder einmal den Lehrern selbst zu, betont der
AfD-Landtagsabgeordnete. \“Damit wird das System Schule und die
Autorität des Lehrers grundsätzlich in Frage gestellt und die
Autorität des Lehrers als Vertreter des staatlichen Schulsystems ein
weiteres Mal untergraben. Genau diese Mechanismen sind die Ursache
dafür, dass Gewalt gegen Lehrkräfte überhaupt zu solch einem Problem
geworden sind\“, urteilt Dr. Balzer.

Statistische Erhebungen offenbaren enorme Dunkelziffer

Besonders erstaunt zeigt sich auch der AfD-Abgeordnete Klaus Dürr
über den willkürlichen Umgang mit Zahlen. Die Anfrage der FDP
beantwortete das Kultusministerium im April vergangenen Jahres noch
mit der Aussage, zu Fällen von Gewalt gegen Lehrkräfte lägen keine
statistischen Erhebungen vor. Das Landeskriminalamt hingegen hatte
durchaus Zahlen vorzuweisen, diese zeigen sogar einen leichten
Anstieg auf 49 Fälle. Oliver Hintzen, Vertreter des Verbands Bildung
und Erziehung, der mit der Forsa-Studie das Thema \“Gewalt gegen
Lehrkräfte\“ erstmals aus der Tabu-Zone geholt hatte, sprach hingegen
von 788 Fällen. \“Diese ist Differenz offenbart die Dunkelziffer.
Diese Dunkelziffer ist aber mehr als dunkel, sie ist
kohlrabenschwarze Nacht!\“, wundert sich Klaus Dürr. Umso wichtiger
sei die Forderung der AfD, Gewalt gegen Lehrkräfte konsequent zu
melden und statistisch zu erfassen. Nur dies ermöglicht
zielgerichtetes Handeln und Schutz der Lehrer vor Gewalt, sind sich
Dr. Rainer Balzer MdL und Klaus Dürr MdL einig.

Pressekontakt:
Klaus-Peter Kaschke, Lic. rer. publ.
Pressereferent der AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg
Konrad-Adenauer-Straße 3 | 70173 Stuttgart
Telefon: +49 711-2063 5639 | Klaus-Peter.Kaschke@afd.landtag-bw.de

Original-Content von: AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 12. April 2019.

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