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Kommunikatives Verhalten

 

Der Dialog erweitert das Weltbild. Nicht zufällig wird das griechische „di-alogoi“ auch mit „Weltursprung“ übersetzt.
Kommunikatives Verhalten das heißt neu-gierig sein, das heißt einschließend, zulassend denken und reden. Das heißt wenigstens, die Sichtweise des anderen nicht mit der Bemerkung „Aber sehen Sie das doch mal objektiv!“ vom Tisch zu wischen. Das heißt auch, nicht mit vorgefasster Meinung in ein Meeting gehen. Das heißt, nicht die „einzig mögliche“ Lösung irgendeines Problems durchsetzen zu wollen. Das heißt grundsätzliche Offenheit für alternative Handlungsmöglichkeiten.
Wer als Führungskraft die eigene Sichtweise als ausschließlich „seligmachende“ durchsetzen will, der hat ent-schieden – und sich damit vielleicht vom Mitarbeiter
ge-schieden. Das ist nicht gut oder schlecht, sondern es hat Konsequenzen. Denn es verkleinert die wirtschaftlichen Möglichkeiten ohne Not.
Insgesamt steigt der Anteil an Vorurteilen bei Entscheidungen dramatisch an. Ich kann aber auch meinen Entscheidungshorizont erweitern. Durch Dialog. Durch einbeziehen vieler verschiedener Sichtweisen.
Eine dialogische Einstellung grenzt mithin andere Sichtweisen ein, nicht aus; sie lebt vom offenen kommunikativen Austausch und fördert Beschlüsse auf breitem Konsens.
Dialogisch führen heißt daher auf der Verhaltensebene:
• Zum Gespräch einladen und die richtigen Fragen stellen.
• Möglichst viele Sichtweisen einbeziehen.
• Auf breitem Konsens beschließen.
Wann aber könne Sie sicher sein, dass es ein echter Dialog war?
Wenn Sie aus dem Gespräch anders herauskommen, als Sie hineingingen. Das ist das Gütekriterium des Dialogs. Ein Dialog, aus dem Sie unverändert herauskommen, war keiner. Denn niemand hat alle Wahrheit für sich gepachtet

Posted by on 23. Mai 2019.

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Categories: Bilder, Vermischtes

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