Koloniale Amnesieüberwinden – Verantwortung jetzt wahrnehmen

Franziska Kersten, zuständige Berichterstatterin:
\“Die Aufarbeitung unserer kolonialen Vergangenheit hat es in die letzten drei Koalitionsverträge geschafft – aber daraus folgt noch kein Automatismus. Während in den ehemaligen Kolonialgebieten und in der Wissenschaft das Interesse an diesem Thema stetig wächst, vollzieht sich der Wandel in der Erinnerungspolitik zaghaft.
Dass wir nun einen Bund-Länder-Kommunen-Koordinierungsrat für den Umgang mit kolonialem Raubgut eingerichtet haben, ist ein wichtiger Schritt. Doch wir müssen weitergehen: Kolonialverbrechen dürfen nicht länger ignoriert werden.\“
Holger Mann, zuständiger Berichterstatter:
\“Wir werden den Druck aufrechterhalten, damit die Aufarbeitung des Kolonialismus als deutsches Staatsverbrechen ernsthaft angegangen wird. Deswegen haben wir im heutigen Fachgespräch konkrete Schritte zu einem Erinnerungsort Kolonialismus, der Förderung dezentraler Initiativen und der Einbindung der Herkunftsgesellschaften diskutiert. Außerdem gilt es, koloniale Geschichte auch in schulischer und kultureller Bildung zu verankern.\“
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