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Kinderbetreuung 2030: Masse statt Klasse? / Kinderbetreuung laut Bertelsmann-Stiftung bereits heute mit Defiziten / Expertenforum Stiftung für Familienwerte + Konrad-Adenauer-Stiftung -Landesbüro NRW

Die Stressbelastung von Fachkräften und Kindern in Krippen, mangelnde Qualität der frühen Fremdbetreuung (Studie Bertelsmann Stiftung) und Pläne der Bundesregierung, Kitaplätze von 850.000 auf 1,25 Mio. aufzustocken, waren Auslöser für die Stiftung für Familienwerte ein Expertenforum zu veranstalten, das die Zukunft der Kinderbetreuung in den Fokus rückt.

Experten aus 15 Fachrichtungen diskutierten online mit einem Fachpublikum von 250 Multiplikatoren aus ganz Europa und ermittelten vier Erfolgsfaktoren:

Sichere Bindung

Prof. Serge Sulz, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, erläutert die Notwendigkeit für Kinder, in den ersten drei Jahren eine sichere Bindung zu entwickeln. Überhöhte Cortisolwerte durch \“toxischen Dauerstress\“ führen zu Schädigungen am kindlichen Gehirn.

Prof. Christian Bachmann, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Universitätsklinikum Ulm, belegt, dass Spätfolgen unsicherer Bindung ein wesentlicher Kostenfaktor für den Staat sind.

Qualität der Fremdbetreuung

Die Demografie beleuchtet Dr. Wido Geis-Thöne, Institut der Deutschen Wirtschaft Köln. Er weist darauf hin, dass der steigende Fachkräftemangel den Betreuungsbedarf perspektivisch noch weniger deckt.

Sulz plädiert für Wahlfreiheit der Eltern, ihre Kinder selbst zu betreuen. Die Anzahl der Krippenkinder sinkt und Betreuungsqualität wird verbessert. Auch Dr. Klaus Zeh, Präsident Deutscher Familienverband, fordert Wahlfreiheit, damit Eltern mit einem Betreuungsbudget (700 Euro) individuell entscheiden können. Bei 1.500 Euro Krippenplatzbetreuungskosten pro Kind/Monat eine Kostenersparnis von über 50% für den Staat.

Kinderbetreuung braucht Diversität

Prof. Plünnecke, Mitglied Sachverständigenkommission 9. Familienbericht Bundesregierung, spricht sich für \“eine höhere Qualität der Betreuungsinfrastruktur an Kitas aus\“. Die Verbesserung der Vereinbarkeit durch vermehrtes Homeoffice sieht er wegen der fehlenden Trennung von Beruf und Privatem skeptisch.

Sylvia Pantel, MdB, verweist auf die aktuelle Shell-Studie und vertritt die Ansicht, dass junge Eltern perspektivisch noch stärker erwarten, dass individuellere Möglichkeiten zur Familiengestaltung geschaffen werden. Claudia Jacobi, FDP, stellt dar, dass Elternkompetenzen in kleineren Firmen besonders wertvoll sind.

In der Podiumsdiskussion betont Andrea Heck, Landesvorsitzende Elternverein NRW, ebenso den Wert von Elterninitiativen wie Roland Schäfer, Ehrenpräsident Deutscher Städte- und Gemeindebund, und Prof. Stock, Generalsekretär Verband Evangelischer Bekenntnisschulen. Sie sehen private Träger als Säulen in einer diversifizierten Betreuungslandschaft.

Schäfer führt 44.000 Tagesmütter in Deutschland an und betont, dass es bei einigen Eltern bei eigener Betreuung punktuell Kontrollmechanismen geben sollte.

Lobby für Familien

Lobby für Familie schaffen und dies vorzuleben, ist ein Hauptanliegen von Unternehmer Fred Jung. Nachhaltigkeit, dass Kinder und Familien im Unternehmen kompromisslos eine Daseinsberechtigung haben. Er investiert jährlich einen sechsstelligen Betrag in seinen Betriebskindergarten.

Es braucht, ähnlich der Klimadebatte, eine Kehrtwende: \“Kinder sind naturwüchsig\“, so Prof. Tilman Allert in seinem Resümee gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Stiftung für Familienwerte, Karl-Heinz B. van Lier, \“und in Familien wird Imperfektionstoleranz geschult.\“

Pressekontakt:

Stiftung für Familienwerte
Karl-Heinz B. van Lier
Geschäftsführer
kontakt@stiftung-familienwerte.de
www.stiftung-familienwerte.de
0152-32149123

Original-Content von: Stiftung für Familienwerte, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 1. Juli 2021.

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Categories: Vermischtes

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