Kinder und Jugendliche auf der Flucht immer schlechter versorgt / SOS-Kinderdörfer zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni

Ressourcenknappheit der Aufnahmegemeinschaften
Die meisten Kinder flüchten in Nachbarländer ihres Heimatlandes. Oft handelt es sich dabei um wenig entwickelte Länder, um Länder, die selbst mit humanitären Krisensituationen konfrontiert sind, wie Tschad, die Demokratische Republik Kongo oder Südsudan. Aufgrund der schlechten Infrastruktur und einesmeist instabilen Gesundheitssystems fehlen solchen Aufnahmeländern die Ressourcen für eine angemessene Versorgung der Kinder.
Unterversorgung betrifft zentrale Lebensbereiche
– Der Zugang zu Bildung ist Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben und erleichtert die Integration in einen fremden Kulturkreis. Doch in Geflüchtetencamps und Aufnahmegemeinschaften mangelt es oft an Bildungsangeboten. Laut UNHCR lag die Zahl der geflüchteten Kinder im Schulalter 2025 bei etwa 12,4 Millionen, weniger als die Hälfte besucht eine Schule.
– Geflüchtete Kinder sind häufig gesundheitlich und psychosozial unterversorgt, auch wegen restriktiven Gesetzen, die ihren Zugang zu Gesundheitsdiensten einschränken. Oft haben die Kinder jedoch Gewalterfahrungen, Verfolgung und/oder den Verlust von Angehörigen erlebt und bräuchten dringend Unterstützung. Laut Schätzungen leidet rund ein Drittel von ihnen unter Depressionen und Posttraumatischen Belastungsstörungen. In Ländern von Subsahara ist zudem die Zahl der unterernährten geflüchteten Kinder groß.
– Etwa 2,3 Millionen Kinder sind in Geflüchtetencamps geboren. Millionen von Kindern und Jugendlichen fehlt in Camps und informellen Siedlungen die Sicherheit eines stabilen Zuhauses. In überfüllten Unterkünften sind die Kinder Gefahren wie geschlechtsspezifischer Gewalt und Missbrauch ausgesetzt. Das gilt vor allem für unbegleitete und auf der Flucht von ihren Familien getrennte Kinder.
So helfen die SOS-Kinderdörfer
Die Hilfsorganisation unterstützt mit Kinderschutzräumen, Bildungsangeboten und Zugang zur Gesundheitsversorgung sowie mit Nothilfe. Die SOS-Kinderdörfer nehmen unbegleitete geflüchtete Kinder in ihren Einrichtungen auf und versuchen, auf der Flucht getrennte Familien wieder zusammenzuführen.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 – 984 723 45
E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de
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