k3 mapa GmbH: Silber–der Wettbewerb um den strategischen Rohstoff hat begonnen.

Die industrielle Komponente wird in den letzten Jahren immer wichtiger. Silber ist in vielen Anwendungen (Medizintechnik, Rüstung, Elektrotechnik, Batterietechnik, Solarmodule, Halbleitertechnik) wegen seiner einzigartigen Leitfähigkeit quasi unersetzlich. Der industrielle Bedarf nach Silber nimmt in den letzten Jahren stark zu.
In 2024 wurden ca. 680 Millionen Unzen Silber in der industriellen Produktion verwendet (ein Plus von ca. 13% zu 2023). Mit ca. 200 Millionen Unzen war der Hauptabnehmer die Solarindustrie für die Fertigung von Solarpanelen. Ca. 55 Millionen Unzen wurden für Elektrofahrzeuge und deren Infrastruktur verwendet. Zusätzlich findet physisches Silber Nachfrage durch die Schmuckindustrie und durch Investoren. Die Gesamtnachfrage nach physischem Silber belief sich im Jahr 2024 auf ca.1 Milliarde Unzen.
Seit mehr als 5 Jahren existiert ein Ungleichgewicht zwischen weltweiter Produktion und weltweitem Verbrauche an physischem Silber. Die weltweite Produktion liegt seit Jahren bei ca. 800 Millionen Unzen. Ca. 70% (ca. 560 Millionen Unzen) werden als Nebenprodukt in z.B. Kupferminen gefördert. Das Angebot ist weitgehend starr, da eine Erhöhung des Silberpreises nicht die Minenproduktion ankurbelt. Nur ca. 30% (ca. 240 Millionen Unzen) werden in fokussierten Silberminen gefördert.
Die Inbetriebnahme neuer Minen dauert ca. 8-10 Jahre (Fund, Genehmigungen, Finanzierung, Bau der Anlage, etc.)
Die Angebotslücke wird somit seit Jahren durch Recycling und den Abbau von oberirdischen Lagern ausgeglichen. Schätzungen über den Bestand an oberirdisch gelagertem Silber variieren stark.
Die Preisfindung für Silber wird im Regelfall in London (LBMA) und New York (Comex) realisiert. Erst in den letzten Jahren gewinnt bei der Preisfindung die Börse in Shanghai an Gewicht. Während in Shanghai nur und ausschließlich physisch hinterlegtes Silber angeboten werden darf, dominiert in London und New York das Angebot an „Papier“ Silber – in Form von schriftlich zugesagten Versprechungen der Lieferung an physischem Silber (Derivate). Schätzungen zufolge kommen auf eine physisch gehandelte Unze Silber zwischen 70 und 350 „Papier“ Unzen. Die Investmentbanken nutzen ihre Marktmacht um durch Leerverkäufe den Preis zu beeinflussen, um später bei niedrigeren Preisen die kaufen und die Lieferverpflichtung einzugehen. Diese Konstellation war für die Banken in den letzten Jahrzehnten sehr profitabel und sie haben große Positionen an Leerverkäufen („shorts“) aufgebaut. Gerüchten zufolge soll alleine eine weltweit dominante Bank Lieferverpflichtungen von 5,2 Milliarden Unzen eingegangen sein. Das entspricht alleine für diese Bank das fünffache der weltweiten Jahresproduktion an physischem Silber.
Doch nun treffen diese Leerverkäufe auf eine stark ansteigende Nachfrage nach physischem Silber durch die industrielle Anwendung.
Zusätzlich zu der weiter steigenden Nachfrage durch Solarmodule plant alleine Samsung für die Produktion einer neu entwickelten Hochleistungsbatterie ab 2028 den zusätzlichen Verbrauch von ca. 65 Millionen Unzen Silber. (Annahme Samsung: ca. 2. Millionen Batterien, Verbrauch pro Batterie ca. 32 Unzen).
Gerüchten zufolge soll sich in den letzten Wochen Tesla die physische Lieferung (Direktbezug bei Minen, oberirdische Lager der Investoren) von 85 Millionen Unzen Silber mit Preisen von bis zu 50 USD pro Unze über dem Papier Referenzpreis (Comex) gesichert haben. Nicht der Preis, sondern die Verfügbarkeit waren für Tesla der Treiber für diese Verträge.
Selbst wenn dieses Gerücht nicht stimmen sollte, so ist absehbar, dass die physische Verfügbarkeit den Preis für Silber in Zukunft stärker bestimmen wird als das Angebot an Papier Silber (Derivaten).
Diese Entwicklung bringt die Banken in eine Bredouille. Jahrelang haben sie durch die Akkumulation von Leerverkäufen den Preis gedrückt und Gewinne realisiert.
Falls nun bei der Bestimmung des Preises die physische Lieferfähigkeit stärker berücksichtigt werden sollte (Gerücht Tesla), so muss der Preis für Silber weiter steigen. Doch selbst steigende Preise werden das Angebot der Minenbetreiber kaum erhöhen. Das Angebot ist weitgehend preisunelastisch.
Steigende Preise erhöhen normalerweise das Angebot. Aber ausgerechnet bei Silber könnten steigende Preise zusätzliche Nachfrage auslösen und somit die Preissteigerung weiter anheizen.
Zum einen erkennen die Investoren, dass das physische Angebot begrenzt ist und die Nachfrage steigt. Sie kaufen Silber heute in Erwartung höherer Preise morgen. Eine klassische Investition.
Zum anderen sitzen die Banken auf einem Berg von Derivaten (Leerverkäufen). Zu einem gegebenen Zeitpunkt müssen sie das Versprechen der Lieferung einlösen. Bei steigenden Preisen geht es den Banken nun nicht mehr um die Erwirtschaftung von Gewinnen, sondern die Vermeidung / Minimierung von Verlusten. Sie müssen bei höheren Preisen kaufen, um ihre Lieferverpflichtung einzulösen.
„In den letzten Wochen haben die zwei größten Volkswirtschaften der Welt (China&USA) Silber zu einem strategischen Rohstoff deklariert. Die massiv anziehende Nachfrage nach physischem Silber schränkt die physische Verfügbarkeit nach Silber mehr und mehr ein und wird die Preisfindung zwischen physischem Silber und Papier Silber entkoppeln“, so der k3 mapa Geschäftsführer Thorsten Schuppenhauer. Und er fährt fort: “Nur wer den Zugang zu Silber besitzt, kann in Zukunfteine Industrie Nation sein und Wohlstand erwirtschaften. “
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