iinews – Der mobile Newsdienst



« | »

Kölner Stadt-Anzeiger: \“Kölner Stadt-Anzeiger\“: Knapp 400 Strafverfahren laufen gegen Islamisten in NRW – deutscher Gefährder aus Mönchengladbach gilt als hohes Sicherheitsrisiko

Köln/Düsseldorf. Die Zentralstelle für
Terrorismusbekämpfung in NRW bei der Generalsstaatsanwaltschaft
Düsseldorf führt nach eigenen Angaben derzeit fast 400 Verfahren in
islamistisch-extremistischen Kreisen. Fast die Hälfe laufe gegen
Gefährder, berichtete Behördensprecher Daniel Vollmert dem Kölner
Stadt-Anzeiger auf Anfrage. Dabei geht es unter anderem um
Körperverletzung, Diebstahl, Betrügereien sowie in 80 Fällen um
staatsgefährdende Straftaten. Derzeit beschäftigt insbesondere der
islamistische Gefährder Ugur S. aus Mönchengladbach seit seiner
Freilassung im März 2018 erneut die Terrorfahnder in NRW. Wie diese
Zeitung aus Sicherheitskreisen erfuhr, ermittelt die
Generalstaatsanwaltschaft gegen den 34-jährigen Radikalen mit
deutschem Pass wegen der Mitgliedschaft bei der Terror-Miliz
\“Islamischer Staat\“ (IS). Justizsprecher Vollmert wollte sich auf
Nachfrage hierzu nicht äußern. Bei Ugur S. besteht nach Einschätzung
nordrhein-westfälischer Staatsschützer \“ein erhöhtes
Sicherheitsrisiko.\“ Im Mai 2016 war der Islamist vom Vorwurf der
Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat
freigesprochen worden. Erst nach dem Freispruch übersandte das
Bundeskriminalamt einen IS-Einreisebogen, der dokumentiert, dass der
Verdächtige im Juli 2014 sich der Terror-Miliz in Syrien
angeschlossen hatte. Im September desselben Jahres war der
mutmaßliche Dschihadist an den Niederrhein zurückgekehrt. Zwei Jahre
später wurde S. im selben Prozess vor dem Düsseldorfer Landgericht
wegen der Misshandlung seiner schwangeren Verlobten zu zwei Jahren
und neun Monaten verurteilt. Seit seiner Freilassung soll er wieder
eine Schar junger islamitischer Eiferer um sich geschart haben. Ugur
S. zählt zu jenen 280 Gefährdern in NRW, die den Terrorfahndern
vielfach Probleme bereiten. Allein an Rhein und Ruhr zählen die
Ermittler seit Anfang 2018 insgesamt 85 IS-Rückkehrer, darunter 20
Frauen, die mit 19 Kindern aus der Dschihad-Region wieder nach Hause
geflüchtet sind.

Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 2080

Original-Content von: Kölner Stadt-Anzeiger, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 23. Juni 2019.

Tags:

Categories: Politik & Gesellschaft

0 Responses

You must be logged in to post a comment.

« | »




Neue Beiträge


Seiten