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Kölner Stadt-Anzeiger: AfD-Gründer Lucke hält seine frühere Partei nicht mehr für wählbar – \“Unter dem Einfluss von Rechtsradikalen\“

Der Gründer der \“Alternative für Deutschland\“ (AfD),
Bernd Lucke, hält seine frühere Partei nicht mehr für wählbar.
\“Maßgebliche Teile der Partei stehen unter dem Einfluss von
Rechtsradikalen\“, sagte der Ex-Parteivorsitzende dem \“Kölner
Stadt-Anzeiger\“ (Freitag-Ausgabe). Es seien der heutige Partei- und
Fraktionschef Alexander Gauland und andere gewesen, \“die die rechten
Geister riefen\“. Er sei 2015 abgewählt worden, weil er dagegen
gewesen sei. Gauland habe sich seit der Parteigründung 2013
opportunistisch an die Mitgliederentwicklung angepasst und \“jene
Themen bedient, die die radikaleren Mitglieder haben wollten. So ist
die Partei vom ursprünglichen Kurs abgekommen.\“ Eine Beobachtung der
AfD durch den Verfassungsschutz sei richtig, fügte Lucke hinzu. \“Das
muss sein, wenn Grundwerte unseres Staates und unserer Gesellschaft
in Frage gestellt werden.\“ Der frühere Wirtschaftsprofessor, der 2014
– damals noch für die AfD – ins Europäische Parlament gewählt wurde ,
zeigte sich zuversichtlich, dass ihm im Mai der Wiedereinzug gelingt.
\“Ich will der AfD ein paar Prozentpunkte abnehmen. Für ein Mandat
braucht man weniger als ein Prozent. Deshalb glaube ich nicht, dass
ich im Mai an die Universität zurückkehre.\“

Die Entscheidung der Briten zum Austritt aus der EU bezeichnete
Lucke als höchst unüberlegt. \“Gerade die Briten hatten ja Ausnahmen
von den Problembereichen der EU wie Euro und Flüchtlingspolitik. Ich
hoffe, dass die Briten sich doch noch zu einem zweiten Referendum
durchringen können. Theresa May wollte dem Volk doch immer \’\’\’\’die
Kontrolle zurückgeben\’\’\’\‘. Das sollte sie jetzt auch tun.\“ Der Brexit
wäre aus Luckes Sicht ein großer Verlust. Zur Begründung verwies er
auf die Bedeutung Großbritanniens für den europäischen Binnenmarkt.
Außerdem seien die Briten klug und pragmatisch. \“Sie haben sich aus
dem Euro herausgehalten und sich Vorbehaltsrechte in der gemeinsamen
Flüchtlingspolitik gesichert. Kurz: Sie haben beim Guten mitgemacht
und sich aus den Problemen rausgehalten. Das ist gesunder
Menschenverstand. Das sollten wir uns erhalten.\“

https://www.ksta.de/politik/interview-mit-bernd-lucke–die-afd-ist
-nicht-mehr-waehlbar–32292562

Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 2080

Original-Content von: Kölner Stadt-Anzeiger, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 29. März 2019.

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