Jump-in: rund 480 Jugendliche erleben Berufe live in Unternehmen der Region

\“Jump-in setzt genau dort an, wo Berufsorientierung besonders wirksam ist, im echten Arbeitsumfeld. Die Jugendlichen erleben Berufe unmittelbar, sprechen mit Auszubildenden auf Augenhöhe und können sich ein realistisches Bild ihrer Möglichkeiten machen\“, erklärt Regina Rosenstock, Leiterin des Referats Wirtschaftsförderung und Strategische Kreisentwicklung des Rhein-Sieg-Kreises.
Ein Unternehmen, das erneut seine Türen öffnet ist die Rhein-Sieg Netz GmbH in Siegburg. Die Jugendlichen sollen vor Ort erleben, wie spannend und vielfältig unterschiedliche Ausbildungsberufe sein können, also geht es hinein in die Werkhallen, Ausbildungswerkstätten und Büros. Auszubildende und Ausbilder sowie Ausbilderinnen geben Einblicke in ihren Arbeitsalltag, beantworten Fragen und berichten aus erster Hand über Ausbildungswege und Karrierechancen. Für viele Jugendliche ist es der erste direkte Kontakt mit einem Ausbildungsbetrieb.
\“Für uns ist Jump-in ein wichtiger Baustein, um junge Menschen frühzeitig für gewerblich-technische Berufe wie z.B. Anlagenmechaniker/in zu begeistern\“, sagt Dr. Andreas Esser, Geschäftsführer der Rhein-Sieg Netz GmbH.\“Der persönliche Austausch wirkt intensiver als jede Broschüre, hier entstehen echte Gespräche und echtes Interesse.\“
\“Die Fachkräftesicherung beginnt nicht erst mit der Bewerbung, sondern mit Neugier und Orientierung. Jump-in schafft genau diesen Raum und bringt junge Menschen und Unternehmen auf eine sehr authentische Weise zusammen\“, betont Dr. Tim Wesener, Leiter Ausbildung der Rhein-Sieg Netz GmbH.
Initiiert und organisiert wird Jump-in von SC Lötters. Projektinitiatorin Dr. Christine Lötters sieht den Erfolg des Formats vor allem im direkten Erleben:\“Wenn Jugendliche Maschinen sehen, Arbeitsprozesse verstehen und Auszubildende kennenlernen, entsteht ein ganz anderes Bild von einer Ausbildung. Jump-in baut Hemmschwellen ab und macht berufliche Perspektiven greifbar.\“
Zahlreiche Unternehmen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis nutzen die Chance, sich zu präsentieren. Erstmalig öffnet in diesem Jahr auch das Handwerk in seinen Ausbildungswerkstätten in Siegburg und Bonn seine Türen für Jump-in. Mit dabei sind auch BMW Hakvoort GmbH, die Bundespolizei, die BwFuhrparkService GmbH, der Chemiepark Lülsdorf, die Gebr. Steimel GmbH&Co., die Gebr. Willach GmbH, die Kuhne Group, die Kumera GmbH, die Magnetfabrik GmbH, die Rasting GmbH, der Rhein-Sieg-Kreis als Arbeitgeber, die Röchling Industrial SE&Co. KG, die Summira GmbH, das Waggonwerk Brühl GmbH, die ZERA GmbH sowie ZWi Technologies GmbH.
Jump-in ergänzt die bestehenden Angebote der Berufsorientierung in der Region und ist als Berufsfelderkundung im Rahmen der Landesinitiative\“Kein Abschluss ohne Anschluss\“(KAoA) anerkannt. Ziel ist es, frühzeitig Interesse zu wecken, Praktika anzustoßen und langfristig Ausbildungswege zu eröffnen. Jump-in ist ein erster und wichtiger Schritt.
Der Aktionstag findet jährlich vor Beginn des zweiten Schulhalbjahres statt und hat sich mittlerweile als fester Bestandteil der regionalen Berufsorientierung etabliert. Auch 2026 zeigt Jump-in eindrucksvoll, wie wirkungsvoll Zusammenarbeit zwischen Schulen, Unternehmen und regionalen Akteuren sein kann.
Bildunterschrift: Azubi Johannes (links) zeigt einem Schüler beim Jump-in Tag 2026, was ihn bei einer Ausbildung bei der Rhein-Sieg-Netz GmbH erwartet (Bild: Stefan Boeing)
Categories: Allgemein
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