Johanniter: Lebensrettende Hilfe und Alltagsunterstützung für Geflüchtete / Lokales Engagement und internationale Programme schaffen Schutzräume und neue Perspektiven für Geflüchtete

\“Wir erleben im Nahen Osten und anderen Regionen, wie Menschen alles verlieren: Ihre Angehörigen, ihr Zuhause, ihre Gesundheit und jede Perspektive auf Sicherheit. Viele Menschen leben in permanenter Angst, Kinder wachsen zwischen Flucht, Unsicherheit und Traumatisierung auf\“, fasst Anette Müller, Johanniter-Regionaldirektorin Asien-Europa, die Situation zusammen.\“Humanitäre Hilfe rettet Leben. Wir alle werden uns daran messen lassen müssen, ob wir jetzt handeln und den Schutz von Zivilpersonen konsequent einfordern und ausreichend Mittel zur Hilfe dafür zur Verfügung stellen. Nicht morgen, sondern heute.\“
Die Johanniter-Auslandshilfe und ihre Partner setzen sich in vielen Ländern dafür ein, Geflüchteten ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Von mobilen medizinischen Teams zur Behandlung Betroffener der Konflikte über die Verteilung von lebensnotwendigen Hilfsgütern wie Decken, Matten oder Kochutensilien bis zu psychosozialer Unterstützung,Ernährungsprogrammen und cash-for-work-Programmen.
Hilfe in Deutschland: Unterkünfte, Erstversorgung und Sozialberatung
In Deutschland setzen die Johanniter auf den Schutz und eine angemessene Unterbringung, medizinische und soziale Erstversorgung und Begleitung der neu ankommenden Menschen. Die Johanniter unterstützen zudem von Beginn an mit gezielter Sprachförderung und lokalen Angeboten das Ankommen und die Integration der Menschen in Deutschland.
Shmoos Abdelmonim, Johanniter-Freiwillige im Regionalverband Nordbrandenburg, beschreibt das Zusammenwirken von Sicherheit und Teilhabe anhand ihrer eigenen Geschichte:\“Der Weltflüchtlingstag ist für mich sehr persönlich. Ende 2022 begann ein neuer Lebensabschnitt in Deutschland – hier haben meine Kinder und ich Sicherheit und viel Hilfe erfahren. Dafür bin ich sehr dankbar. Die größte Hürde ist die Sprache. Sie entscheidet oft darüber, ob man Arbeit,Bildung und Teilhabe findet. Deshalb engagiere ich mich ehrenamtlich als Übersetzerin und unterstütze Menschen, die gerade angekommen sind. Ich möchte die Chancen weitergeben, die mir selbst eröffnet wurden, damit auch andere eine sichere Perspektive für sich und ihre Familien finden.\“
Entsprechend setzen sich die Johanniter dafür ein, Sprachzugänge und Förderangebote deutlich zu stärken: Durch ausreichende Kursplätze und Kostenübernahmen, den Ausbau lokaler Lernangebote und nachhaltige Strukturen, die Bildung und berufliche Perspektiven sichern.
Sprache als Schlüssel: Bildungs- und Integrationsangebote ausbauen
Marvin Glagow, Fachbereichsleiter Bildung im Regionalverband Kurhessen der Johanniter, bestärkt dies aus seiner praktischen Erfahrung vor Ort:\“Sprache ist der Schlüssel zu Integration, gesellschaftlicher Teilhabe und beruflicher Perspektive. Die aktuellen Einschränkungen beim Zugang zu Integrationskursen spüren wir deutlich. Menschen erhalten keine Kostenübernahme mehr, Kurse müssen verschoben oder abgesagt werden. Wer beim Spracherwerb ausgebremst wird, wird auch bei der Integration ausgebremst – mit Folgen für die betroffenen Menschen, aber auch für unsere Gesellschaft insgesamt.\“
Über die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. engagiert sich in Deutschland und weltweit für geflüchtete und vertriebene Menschen. So leisten über 3.000 Johanniterinnen und Johanniter im Bundesgebiet Sozialberatung und Alltagsunterstützung, geben Sprachkurse, helfen bei der Suche nach Ausbildung und Arbeit und organisieren Begegnungsmöglichkeiten. Die Johanniter betreibenzudem derzeit 134 Unterkünfte für Geflüchtete mit einer Kapazität für rund 30.000 Menschen.
Die humanitäre Hilfe im Ausland ist eine satzungsgemäße Aufgabe der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. und wird durch die Johanniter-Auslandshilfe umgesetzt. In derzeit zwölf Ländern führen sie 65 Projekte im Bereich Gesundheit, Nothilfe und Sicherung der Existenzgrundlagen durch und unterstützen damit mehr als 1,47 Millionen Menschen.
Hinweis an Redaktionen
Gerne bieten wir Ihnen Interviews mit Menschen in der Flüchtlingshilfe in Deutschland und weltweit an. Wenden Sie sich an die Pressestelle.
Pressekontakt:
Sandra Lorenz, Fachbereichsleiterin Kommunikation Auslandshilfe
Tel.: 0172 / 563 87 40
E-Mail: medien@johanniter.de
Original-Contentvon: Johanniter Unfall Hilfe e.V.,übermittelt durch news aktuell
Categories: Allgemein
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