Japan vor Unterhauswahl: Absolute Mehrheit für wirtschaftspolitischen Kurswechsel?

\“Takaichi steht politisch dem langjährigen japanischen Ministerpräsidenten Abe nahe. In ihrer Politik setzt sie stärker als ihre Vorgänger auf Verteidigung, wirtschaftliche Sicherheit und staatliche Investitionen zur Stärkung von Japans Wirtschaft in Bereichen wie Halbleiter und künstliche Intelligenz.\“, sagt Frank Robaschik von Germany Trade&Invest (GTAI) in Tokyo.
\“Mit einer Mehrheit im Unterhaus kann die Regierung klare Schwerpunkte im Staatshaushalt setzen, also etwa Subventionen an Industriezweige verteilen, die sie fördern will\“, so der Japan-Experte. Für Gesetzesvorhaben könnte sie aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Oberhaus des japanischen Parlaments weiter auf eine Zusammenarbeit mit der Opposition angewiesen sein. Es sei denn, die Koalition bekommt eine Zweidrittelmehrheit im Unterhaus des Parlaments. Dann könnte das Unterhaus die Opposition im Oberhaus überstimmen.
\“Für Deutschland ist Japan der drittgrößte Handelspartner außerhalb Europas und ein wichtiger Wertepartner. Zudem ist die viertgrößte Volkswirtshaft der Welt einer der größten Investoren weltweit. In Deutschland ist Japan der größte asiatische Investor. Zum Geschäft inJapan noch Kooperationen auf Drittmärkten\“, erklärt Frank Robaschik.
\“Weitere von der japanischen Regierung geförderte Investitionen in Japan etwa im Halbleiterbereich dürften zu mehr Nachfrage nach Vorprodukten aus Deutschland führen. Zudem glänzt Japans Wirtschaft zurzeit mit Stabilität in unruhigen Zeiten\“, so Robaschik weiter.
Weitere Informationen finden Sie in den GTAI-Beiträgen zur Wirtschaft in Japan (https://www.gtai.de/de/trade/japan-wirtschaft).
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