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Jahresbilanz medico international: Steigende Fördermitgliedschaften sichern Unabhängigkeit und stärken Alternativen / Lage in Syrien dramatisch

Die Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico
international zieht eine positive Bilanz des vergangenen Jahres. Ein
besonders wichtiges Ergebnis ist die Steigerung der
Fördermitgliedschaften im Jubiläumsjahr auf fast 4.500. \“Diese
nachhaltigen Spendeneinnahmen ermöglichen es uns Alternativen zum
Mainstream der Hilfe zu entwickeln. Für diesen politischen Rückenwind
und das Vertrauen möchten wir uns bei allen Unterstützern ganz
herzlich bedanken\“, sagt medico-Geschäftsführer Christian Weis bei
der Vorstellung des neuen Jahresberichtes.

In einer Zeit in der die Entwicklungszusammenarbeit zunehmend für
sicherheitspolitische und ökonomische Interessen instrumentalisiert
werde, sei die positive Entwicklung der Spendeneinnahmen (rund 5,9
Millionen Euro in 2018) eine wichtige Vorrausetzung um weiter
politisch unabhängig zu agieren.

\“Medico wird weiter seinen Beitrag dazu leisten, dass die soziale
und ökologische Transformation global und solidarisch abläuft und die
planetarischen Verheerungen beendet werden\“, so Weis. Die totale
Ökonomisierung unseres Lebens und das damit einhergehende
Verschwinden der letzten alternativen Nischen sei ein wesentliches
Element der aktuellen globalen Krise. Mit einem Anteil der Ausgaben
für Werbung und Verwaltung von 10,1 Prozent an den Gesamtausgaben
erhielt medico vom DZI auch 2018 das Spendensiegel. Über 120 Projekte
in rund 30 Ländern konnten im vergangenen Jahr gefördert werden.

Wie die politische Situation in den Projektländern schwieriger
geworden ist, stellte Anita Starosta am Beispiel Syriens dar. Sie
besucht regelmäßig die medico-Partner in Nordsyrien und zuletzt auch
das Flüchtlingscamp al-Hol. Die humanitäre Lage sei auch nach dem
militärischen Sieg über den IS dramatisch. \“Zehntausende Frauen und
Kinder sitzen in Flüchtlingslagern fest. Diese Bürde kann die
kurdische Selbstverwaltung nicht alleine tragen\“, erläutert Anita
Starosta, medico-Referentin für Syrien, Türkei und den Nordirak.

\“Ein erster Schritt wäre die Rückholung der deutschen Frauen und
Kinder aus den Flüchtlingslagern durch die Bundesregierung, um die
lokalen Helfer zu entlasten. Die Rückführung ist möglich. Die
Regierungen des Sudan, Indonesien, Usbekistan aber auch Frankreich
oder Belgien haben bereits Waisenkinder zurückgeholt\“, so Starosta.
Die Bundesregierung müsse über ihren Schatten springen und dürfe
nicht aus falscher Rücksichtnahme auf den NATO-Partner Türkei
handlungsunfähig verharren. Auch zur Aufarbeitung der Kriegs- und
Menschenrechtsverbrechen brauche es die Unterstützung internationaler
Experten.

Den neuen Jahresbericht finden Sie auf:
https://www.medico.de/material/jahresbericht/

Für Nachfragen und Interviewwünsche:

Bernd Eichner, Pressesprecher medico international:
Tel. 069 944 38 0 oder presse@medico.de

Original-Content von: medico international, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 25. Juni 2019.

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Categories: Vermischtes

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