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Indien: Gewalt gegen Dalits nimmt zu / Schwangere Dalit wird zu Tode geprügelt

Die Gewalt gegen Dalits in Indien nimmt weiter zu.
In jüngster Zeit häuften sich Fälle, in denen Angehörige der
sogenannten „Unberührbaren“ bei Gewaltattacken zu Tode kamen. Das
berichtet das christliche Werk Geschenke der Hoffnung, das sich als
Teil des „Dalit Freedom Networks“ für die Rechte dieser Menschen
einsetzt. Ein besonders grausamer Vorfall ereignete sich vor kurzem
im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh. Beim Müllaufsammeln stieß
eine Schwangere unbeabsichtigt gegen einen abgestellten Eimer, der
einer Frau aus einer höheren Kaste gehörte. Die Frau war über diese
„Verunreinigung“ so erbost, dass sie gemeinsam mit ihrem Sohn die
Müllsammlerin heftig attackierte. Sowohl die werdende Mutter als auch
ihr acht Monate altes ungeborenes Kind erlagen später den
Verletzungen. „Was für uns unvorstellbar klingen mag, ist in Indien
leider grausamer Alltag: Dalits sind vielerorts immer noch Menschen
zweiter Klasse“, sagt Bernd Gülker, geschäftsführender Vorstand von
Geschenke der Hoffnung. Besonders hart treffe es die Christen unter
ihnen: Sie seien mit einem doppelten Stigma belegt. Nach Angaben des
katholischen Nachrichtenportals „Global Sister Network“ habe es
allein in diesem Jahr bereits 600 Attacken gegen Christen gegeben.

Morddrohungen gegen Vorkämpfer der Dalit-Bewegung

In Indien arbeitet Geschenke der Hoffnung mit der Gemeindebewegung
„Good Shepherd Church of India and Associated Ministries“ zusammen.
Sie betreibt inzwischen 107 englischsprachige Schulen auf
christlicher Basis. Einer der Mitinitiatoren der „Good
Shepherd“-Schulen, Kancha Ilaiah Shepherd, sieht sich seit einiger
Zeit Mordaufrufen ausgesetzt. In einer Ansprache hatte ein
Parlamentsmitglied dazu aufgerufen, den Vorkämpfer der Dalit-Bewegung
öffentlich zu hängen. Ilaiah gilt als Vorkämpfer für die Rechte der
Dalits. Die Mordaufrufe stehen in Zusammenhang mit seinem jüngsten
Buch, in dem er die wohlhabende Handelskaste Indiens als „soziale
Schmuggler“ bezeichnet, weil sie niedere Kasten und die Dalits vom
Wirtschaftssystem ausschließen würden.

Menschenrechte gelten auch für Dalits

„In den christlichen Schulen der ,Good Shepherd Bewegung““, die von
uns unterstützt werden, lernen die Kinder, dass sie in den Augen
Gottes genauso wertvoll sind wie alle anderen Menschen“, erklärt
Gülker. „Die derzeitige Situation erfüllt uns mit großer Sorge.“
Westliche Regierungen, aber auch in Indien tätige Unternehmen,
sollten ihrer Verantwortung gerecht werden und sich für die
Einhaltung der Menschenrechte in dem Land starkmachen. „Sie gelten
genauso auch für die Dalits. Laut der indischen Verfassung ist die
Diskriminierung aufgrund der Kastenzugehörigkeit verboten, alle Inder
sind gleich!“ Hindu-Nationalisten setzten sich jedoch dafür ein, das
Land bis zum Jahr 2021 frei von Muslimen und Christen zu machen, so
Gülker.

Pressekontakt:
Tobias-B. Ottmar / Jessica Martens
E-Mail: presse@geschenke-der-hoffnung.org
Telefon: 030-768 834 34

Original-Content von: Geschenke der Hoffnung e.V., übermittelt durch news aktuell

Posted by on 23. November 2017.

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Categories: Vermischtes

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