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Hotel Rebstock in Würzburg: Geschichte seit 1408 trifft moderne Architektur und Sterne-Kulinarik

 

Würzburg. „Hotels gibt es wie Sand am Meer, auch in unserer belebten
Wirtschaftsregion Mainfranken“, erklärt Unckell. „Aber ein Zuhause weg von zu Hause,
das findet man nicht oft.“ Und so setzt der geschäftsführende Gesellschafter, der den
Rebstock schon 1994 von seinen Eltern übernommen hat, gemeinsam mit seinem Team
alles daran, seinen Gästen persönlichen und individuell auf ihre Bedürfnisse
zugeschnittenen Service zu bieten. „Auf Wunsch personalisieren wir sogar die Haus
Slipper unserer Gäste“, so Unckell.
Architektonisches Spannungsfeld
Schon die räumlichen Gegebenheiten des Vier-Sterne-Hotels sind ein
Alleinstellungsmerkmal: Der Rebstock befindet sich unweit des geschützten UNESCO
Weltkulturerbes fürstbischöfliche Residenz im Herzen der Stadt und präsentiert sich
durch seine mehr als 600-jährige Historie völlig anders als die nüchternen und
minimalistischen City-Hotels im Umkreis. Die 72 unterschiedlich eingerichteten Zimmer
bieten alles von klassisch-elegantem Interieur mit stilechter Rokoko-Tapete bis zu
modernem und komfortablem Lounge-Stil. Ein Farbkonzept zwischen warmen Erdtönen
und eleganten Graunuancen, gekonnt gesetzte Lichtakzente und historische Artefakte

wie Skulpturen oder Gemälde runden die Atmosphäre des Hauses ab, das als eines der
ersten zehn Hotels Deutschlands in der Topkategorie Best Western Premier zertifiziert
wurde. Zusätzlich stehen sechs multimedial voll ausgestattete Tagungsräume für
Firmenmeetings und Konferenzen zur Verfügung.

Auch im Gourmetrestaurant Kuno 1408, das seinen Namen dem ersten urkundlich
erwähnten Besitzer des Hofes zum Rebstock verdankt, zeigt sich, dass Unckell Ästhet ist.
Der Gastraum wurde von der auf Hotellerie und Gastronomie spezialisierten
Innenarchitektin Dena Rawle eingerichtet, die bereits den Sternerestaurants Carmelo
Greco in Frankfurt und Philipp Soldan im Relais & Châteaux Hotel Die Sonne Frankenberg
Charakter gegeben hat. In zwei offenen Bereichen präsentiert sich das Spitzenrestaurant
in stilvollen Naturtönen und einem geschmackvollen Mix aus edlen Stoffen und dunklen
Holzelementen. Die beiden Blickfänge im vorderen Raum sind eine lange Holztafel, an
der sechs Gäste Platz zum Aperitif finden, und ein Kamin, der von Oktober bis April
immer ab 17 Uhr befeuert wird und wohlige Eleganz verbreitet. Der zweite, in edlen
Grautönen gehaltene Raum ist durch eine Kerzenwand stilvoll abgetrennt.
Kunst auch auf dem Teller
In allen kulinarischen Fragen hält im Sternerestaurant Küchenchef Benedikt Faust die
Zügel in der Hand. Nach verschiedenen Stationen, unter anderen in den Schweizer
Stuben oder im Zum Stern in Bad Hersfeld, wo Faust seinen ersten Stern erkochte, setzt
er im Kuno 1408 auf traditionell fränkische Küche gepaart mit zeitgemäßen
internationalen Einflüssen. So können Gäste zwischen einem rein fränkischen und einem
regional-internationalen Menü wählen. Bei Variante eins, dem „Puren Franken“, werden
regionale Klassiker wie Zwiebelblaatz oder Mehlspatzen auf kreative und innovative Art
interpretiert. Die Zutaten legen keine langen Lieferwege zurück, sondern stammen direkt
aus der Region. „Wir wollen mit unserer Küche Franken repräsentieren“, erklärt Faust,
der 2010 von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als Entdeckung des Jahres
ausgezeichnet wurde. „Daher verwenden wir bei diesem Menü auch nur fränkische
Produkte. Auf Olivenöl, Zitrone oder Pfeffer verzichten wir hier zum Beispiel komplett.“

Menü zwei, das „Weltoffene Franken“, ergänzt Regionales mit internationalen
Erzeugnissen ausgewählter Produzenten, und so finden sich hier auch Pulpo, Hummer,
Kaisergranat oder Curry. Auch auf der Weinkarte trifft Regionalität auf Internationalität.
Zwar liegt der klare Fokus auf einer fränkischen Weinbegleitung, aber auch Positionen

aus Südafrika, Italien oder Frankreich sind auf der umfangreichen Karte vertreten. Für
Gäste, die einmal keine Sterneküche genießen möchten, bietet der Salon mit Bar kleine,
tagesfrische Gerichte in entspannter Atmosphäre.

Spitzenküche to go
Neben der Sternegastronomie verfügt das Hotel Rebstock über den exklusiven
Cateringservice Mundgold, für den Benedikt Faust als Spiritus Rektor fungiert. Als
professioneller Partner für Privat- oder Firmenveranstaltungen bietet Mundgold Menüs,
Buffets, Flying Buffets oder Front Cooking für 30 bis 1000 Gäste und gestaltet
Geburtstagsfeiern, Firmenjubiläen oder Empfänge nach individuellen Wünschen.
Erweiterung auf historischem Boden
Ab Sommer 2019 ergänzt ein moderner Neubau mit drei Etagen und einer Tiefgarage das
Haupthaus des Hotels. Auf dem angrenzenden Grundstück des ehemaligen Franziskaner
Klostergartens entstehen derzeit 54 zusätzliche Gästezimmer und exklusive Suiten mit
eigener Dachterrasse und Ausblick über die Würzburger Altstadt. Wie im bestehenden
Teil wurde auch beim Neubau darauf geachtet, den historischen Charakter des Hauses zu
betonen. So wurden bei den Ausgrabungen einige geschichtlich wertvolle Relikte wie
beispielsweise ein Holzbrunnen aus dem 11. Jahrhundert gefunden, die später in der
Lobby ausgestellt werden sollen. Im Erdgeschoss sind ein großzügiger Tagungsraum und
ein Außenbereich mit Terrasse geplant.

Posted by on 16. Januar 2019.

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Categories: Bilder, Hotel & Gaststätten

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