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Homöopathie nach Schweizer Vorbild?

 

Die homöopathisch tätige Ärzteschaft zeigt sich gestärkt: Die Entscheidung des deutschen Ärztetages die Zusatzbezeichnung Homöopathie in der Weiterbildungsverordnung der Ärzte beizubehalten, gibt den Forderungen Rückenwind, die Homöopathie ähnlich wie in der Schweiz in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufzunehmen. Für die Verfechter der Homöopathie in der Medizin ist die Schweiz ein gutes Beispiel für die wissenschaftlich belegte, wirksame, zweckmäßige und effiziente Anwendung der Homöopathie im Gesundheitswesen. In Deutschland ist es derzeit noch so, dass die Krankenkassen selbst entscheiden können, ob sie für homöopathische Arzneimittel zahlen oder nicht.

Homöoapathie: Das Schweizer Modell auch in Deutschland?

Die Vergütung von homöopathischen Arzneimitteln durch die gesetzliche Krankenversicherung ist in der Schweiz die Folge eines Volksentscheids. Im Jahr 2009 votierten die Bürger im Kantonsstaat für die Aufnahme der komplementären Medizin in die Versicherungsleistung. 2017 entschied zudem der Bundesrat, insgesamt fünf alternative Heilmethoden darunter die Homöopathie, definitiv in den Leistungskatalog der Grundversicherung aufzunehmen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die bundesdeutsche Bevölkerung sich in einer Umfrage bzw. einer Volksabstimmung ähnlich wie die Bürger in der Schweiz entscheiden würde, ist relativ hoch. So zeigt sich in unterschiedlichen Befragungen regelmäßig eine hohe Beliebtheit der Homöopathie innerhalb der deutschen Bevölkerung.

Wie begründet die Schweiz die Aufnahme der Homöopathie in den Leistungskatalog der Krankenkasse?

In der Schweiz geht man davon aus, dass homöopathische Behandlungen, solange sie von qualifizierten Ärzten angewandt werden, einen sogenannten Pflichtleistungscharakter haben. Es sei davon auszugehen, dass die erbrachten Gesundheitsleistungen im Rahmen der Homöopathie wirksam, zweckmäßig und wirtschaftlich seien. Und wie steht es um die Kosten? In der Schweiz kostet die Homöopathie im Vergleich zu anderen Gesundheitsleistungen relativ wenig: Nur etwa 7, 8 Millionen der insgesamt rund 30 Milliarden Franken in der Grundversicherung entfallen auf die Erstattung homöopathischer Behandlungen bzw. Medikamente.

Posted by on 30. Juni 2018.

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Categories: Bilder, Vermischtes

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