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Höhere Gehälter in der Pflege auch durch Steuermittel finanzieren / Sozialministerin Bätzing-Lichtenthäler spricht sich bei bpa-Fachtagung für privates Unternehmertum in der Pflege aus

Die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine
Bätzing-Lichtenthäler hat zur Finanzierung steigender Gehälter in der
Pflege auch die Verwendung von Steuermitteln ins Gespräch gebracht.
„Uns fehlen schon jetzt landesweit 2.000 Fachkräfte und die Bezahlung
ist ein Aspekt der Attraktivität des Berufes. Höhere Gehälter dürfen
aber nicht durch steigende Eigenanteile zu Lasten der
Pflegebedürftigen und ihrer Familien gehen“, sagte die Ministerin bei
der bpa-Fachtagung in Mainz.

bpa-Präsident Bernd Meurer forderte eine ehrliche Diskussion über
den Einsatz von Fachkräften. „Wir spüren den Fachkraftmangel jeden
Tag in unseren Diensten und Einrichtungen. Die starre Quote führt
dazu, dass freie Plätze nicht belegt werden und Pflegedienste neue
Patienten nicht mehr annehmen können. Darunter leiden
Pflegebedürftige und ihre Familien.“ Den Plan der Ministerin, auch
andere Fachkräfte wie Therapeuten und Hauswirtschafterinnen bei der
Quote zu berücksichtigen, begrüßte Meurer, forderte aber
flächendeckende Lösungen.

Für die Bewältigung der demografischen Herausforderungen werde
auch das private Unternehmertum in der Pflege gebraucht, betonte
Ministerin Bätzing-Lichtenthäler vor rund 150 Vertretern der privaten
Pflege. „Natürlich ist es auch in Ordnung, dass mittelständische
Unternehmen Gewinne machen wollen, aber ebenso selbstverständlich
ist, dass dies nicht zu Lasten der Qualität oder zu Lasten der
Pflegekräfte gehen kann“, so die Ministerin mit Blick auf die
aktuelle Diskussion um die Berücksichtigung des Unternehmerlohns.

„Damit hat Frau Bätzing-Lichtenthäler klar formuliert, was sich
schon in den Pflegestärkungsgesetzen nachlesen lässt“, bekräftigte
Meurer. Die rheinland-pfälzischen Pflegeunternehmer seien bereit,
Verantwortung für die Versorgung einer steigenden Zahl von
Pflegebedürftigen zu übernehmen. „Dafür tätigen unsere
Mitgliedsunternehmen hohe Investitionen. Sie müssen aber die
Möglichkeit haben, angemessene Gewinne zu erwirtschaften, auch um
ihren Mitarbeitern langfristig sichere Arbeitsplätze bieten zu
können.“

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über
450 in Rheinland-Pfalz) die größte Interessenvertretung privater
Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
305.000 Arbeitsplätze und circa 23.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 24,2 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Jutta Schier, Leiterin der bpa-Landesgeschäftsstelle,
Tel.: 06131/88 03 20, www.bpa.de

Original-Content von: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell

Posted by on 22. November 2017.

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