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Hausgeld in der GdWE: Welche Zahlungen wirklich geschuldet sind–und wie typische Fehler bei Wirtschaftsplan, Fälligkeit und Einzug vermieden werden

 

Der Beitrag stellt klar, dass„Hausgeld“ im Alltag häufig als Sammelbegriff verwendet wird, rechtlich aber regelmäßig auf beschlossene Vorschüsse auf Basis des Wirtschaftsplans hinausläuft. Diese Vorschüsse sind kein „frei verhandelbarer Betrag“, sondern entstehen durch Beschluss und werdendamit zur verbindlichen Zahlungspflicht.

Im Fokus stehen insbesondere folgende Praxisfelder:

• Bestandteile des Hausgeldes
Typischerweise umfasst der Wirtschaftsplan u. a. laufende Bewirtschaftungs- und Verwaltungskosten, die Zuführung zur Erhaltungsrücklage, ggf. Sonderumlagen (als „Nachtrag“/separater Beschluss) sowie Nachschüsse aus der Jahresabrechnung, sofern beschlossen.

• Rücklagenzuführung: „Gehört das automatisch dazu?“
Juristisch unterscheidet§ 28 WEG zwischen Vorschüssen zur Kostentragung und Vorschüssen zu vorgesehenen Rücklagen. Der Beitrag empfiehlt deshalb ausdrücklich klare Beschlussformulierungen, um spätere Diskussionen zu vermeiden.

• Fälligkeit: Wann die Zahlungspflicht „zieht“
Die Fälligkeit kann in Teilungserklärung/Gemeinschaftsordnung geregelt oder durch Beschluss bestimmt werden. Sobald Vorschüsse wirksam beschlossen und fällig sind, ist die Zahlung zur Sicherung der Liquidität der GdWE zentral.

• Aufrechnung und Zurückbehaltungsrecht: Hohe Risiken für Eigentümer
Der Beitrag verweist darauf, dass„einfach weniger überweisen“ regelmäßig zu Rückständen und Folgekosten führt. Aktuell hat der BGH die Linie nochmals deutlich bestätigt: Ein Zurückbehaltungsrecht gegen Hausgeld-/Vorschussforderungen der GdWE ist grundsätzlich ausgeschlossen – selbst bei Gegenansprüchen.

Typische Fallstricke– und wie Verwaltungen sie praxissicher entschärfen

Aus Verwaltungssicht werden konkrete Organisationspunkte herausgearbeitet, die sich in der Praxis bewährt haben:

• Einzug über SEPA-Lastschrift als Standard, um Verspätungen, Zahlendreher und Mahnläufe zu reduzieren.

• Klare Verbuchungslogik bei Minderzahlungen (z. B. vorrangig laufende Kosten, Rücklage nachrangig), damit Rückstände rechtssicher und nachvollziehbar bleiben.

• Sonderumlagen mit eindeutiger Fälligkeitsregelung (sofort, Raten, Abruf), um Streit über Zahlungszeitpunkte zu vermeiden.

Warum das Thema 2026 besonders relevant ist

Steigende Kosten, mehr Sanierungsdruck und komplexere Beschlusslagen führen dazu, dass Liquiditätssicherung in GdWE ein strategisches Thema wird. Der Beitrag ordnet Hausgeldsystematik und Durchsetzung deshalb nicht nur rechtlich, sondern auch organisatorisch ein – inklusive Hinweis auf Verjährungs- und Haftungsrisiken, wenn Forderungen nicht konsequent verfolgt werden.

Posted by on 19. Januar 2026.

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Categories: Allgemein

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