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Hallo Lia – Tech-Kanzlei startet virtuelle Assistenz für Arbeitgeber

Erste Anlaufstelle ist Lia, ein Legal Chatbot. Lia ist 24/7 erreichbar und lernt schnell. Aktuell kann sie bei zentralen arbeitsrechtlichen Themen unterstützen, etwa mit Dokumenten rund um die Kündigung oder der Berechnung von möglichen Abfindungszahlungen.

Hinter Lia und Bouclier stehen der Hamburger Rechtsanwalt Matthias Toussaint und die Rechtsanwältin Juliane Reuter. Beide haben langjährige Erfahrung als Inhouse-Juristen und externe Wirtschaftsanwälte, Herr Toussaint zuletzt als selbständiger Anwalt im Einsatz bei verschiedenen bekannten Unternehmen, Frau Reuter als Anwältin eines im Arbeitsrecht spezialisierten Teams einer großen Kanzlei.

Die Idee zu Bouclier kam ihnen aus der täglichen Praxis heraus. Insbesondere für selbständig tätige Arbeitgeber wie Ärzte, Gastronomen oder Freiberufler sehen die beiden einen großen Beratungsbedarf, der von den bestehenden Kanzleien und Legal Tech-Anbietern nicht abgedeckt wird.

\“Bouclier ist die logische Weiterentwicklung im deutschen Rechtsmarkt\“, so Toussaint. \“Wir ergänzen das bisher nur für Arbeitnehmer und Verbraucher verfügbare Legal Tech Angebot auf Unternehmer- und Arbeitgeberseite. Wir wollen gute technikbasierte Rechtsberatung für alle zugänglich machen. Auch kleinere und mittelständische Unternehmen haben eine professionelle und hochqualifizierte Unterstützung nötig und auch verdient.\“

Kennengelernt haben sie die beiden menschlichen Teamkollegen online, ganz im Zeichen der Pandemie. Frau Reuter: \“Wir leben und lieben NewWork. Als ich mit Herrn Toussaint über die ersten Details sprach, war ich gerade noch für meine Promotion in Südafrika. Die Idee mit Bots und örtlich unabhängigen Anwälten hat mich sofort begeistert.\“

Bouclier schützt zugleich gegen ein neues Phänomen. Arbeitnehmer haben heute die Möglichkeit, im Internet gegen Erfolgsprovision ihre Forderungen gegen Arbeitgeber bequem und \“risikofrei\“ durchzusetzen. Die Betreiber solcher Webseiten nennen sich \“Legal Techs\“. Rechtsfälle werden standardisiert, automatisiert und in großen Mengen bearbeitet oder sogar gehandelt und fremdfinanziert. Dadurch sinken die Kosten pro Fall und rechtliche Unterstützung wird erheblich günstiger und gefühlt risikoärmer.

Angesichts der zu erwartenden wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie ist damit zu rechnen, dass diese Klageindustrie verstärkt im Bereich der Arbeitnehmerrechte tätig wird. Die Arbeitgeber sollten sich hiergegen wappnen. Bouclier kommt daher – so sind sich Frau Reuter und Herr Toussaint sicher – genau zur richtigen Zeit.

Posted by on 28. April 2021.

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Categories: Politik & Gesellschaft

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