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GWW-Bestand in Tradition und Moderne

 

„Bestand, Bestand, und nochmals Bestand“, so beschreibt Christian Zeigermann, Geschäftsführer der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH, die Zielrichtung aller Anstrengungen der GWW im Jahre 2026, dem 35. Jahr des Bestehens des kommunalen Vermieters.

Hauptschwerpunkt wird dabei die energetische Sanierung der GWW-Plattenbauten bleiben im Stadtgebiet Burgbreite und Stadtfeld, dort wo die Mehrheit der GWW-Mieter wohnt und lebt.

Kein neues Thema. Schon fast eine Tradition. Seit 2021 investierte die GWWüber 19 Millionen Euro, um ihre Wohnungen energiefit für die Zukunft zu machen. 600 Wohnungen wurden so schon saniert. Davon profitieren bereits über 1600 Bewohner.

„2025 konnten wir die energetische Sanierung der Elise-Crola-Straße 2-4 fertigstellen. 2026 sind die Nummern 6 bis 10 und 2027 die Nummern 12 bis 18 geplant. Ich freue mich schon auf den Blick der schicken Fassaden, die bereits von der Autobahnabfahrt nach Wernigerode zu sehen sind“, soder GWW-Geschäftsführer.

„Von energetischen Sanierungen profitieren unsere Bestands-Mieter*innen am stärksten. Die energetische Sanierung unserer Bauten hilft, Nebenkosten zu sparen. Sichere Nebenkosten sind uns wichtig und auch das Ziel unserer Kooperation mit den Stadtwerken, u. a. durch weitere PV-Anlagen als Antwort auf die aktuellen Markt- und Preisentwicklungen von Strom und Wärme“, unterstreicht Christian Zeigermann.

Die Dächer von über 12 GWW-Plattenbauten sind bereits mit PV-Anlagen ausgerüstet. Ziel der GWW ist es, alle Plattenbaudächer damit zu belegen und über Mieterstromprojekte weitere Nebenkosten einzusparen.

Die energetische Sanierung schafft zudem schöne moderne Fassaden und eine höhere Wohnqualität und ein einheitliches ästhetisches Bild. Das GWW-Farbkonzept mit den weißen Fassaden und unterschiedlichen Farbtönen in den Fensterleibungen sowie neuen lichten Glasbalkonen lassen die GWW-Häuser mittlerweile schon von Weitem strahlen. Ein Wiedererkennungseffekt mit eigener Sprache und Ausdruck, der für moderne Qualität steht und einen Zusammenhalt der Gebäude erzeugt.

Schöner Lohn für all diese GWW-Anstrengungen: Die GWW ist den gesetzlichen CO?-Einsparungs-Zielen schon 10 Jahre voraus. Das dokumentiert die aktuelle Unternehmens-Analyse zur CO?-Bilanz.

Darin heißt es: „Gegenüber dem Bezugsjahr 1990 konnte die klimabereinigte CO?-Intensität des GWW-Gebäudebestands um 70,08 % reduziert werden. Damit wird das von der Bundesregierung definierte Zwischenziel von 65 % bis 2030 bereits deutlich übertroffen und ein substanzieller Fortschritt auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2045 erzielt“.

Die GWW freut es, dass die Aktivitäten der energetischen Sanierung, die Ausrüstung mit PV-Anlagen und auch Freiraumkonzepte wie der „Klimagarten“ solch positive Bilanz erzeugen.

 „Doch bei allem Erfolg“, so Christian Zeigermann einschätzend, „sind wir als kommunale Wohnungsgesellschaft in all unseren Investitionen keine Sprinter, sondern Marathon-Läufer. Die Modernisierung unseres Bestandes ist eine langfristige Aufgabe.“

Deshalb sei die GWW inÜbereinstimmung mit dem Aufsichtsrat dazu übergegangen, Sanierungspartner und Bauunternehmen für diese Aufgaben längerfristig zu binden, damit man sich bessere Preise sichern könne als bei Jahresverträgen. „Die Baupreissteigerungen und Kreditbedingungen machen uns aktuell zu schaffen, wir suchen deshalb überall nach Lösungen, um unsere Vorhaben wirtschaftlich halten zu können“, so der GWW-Geschäftsführer.

Ein weiterer GWW-Investitionsschwerpunkt ist 2026 die Leerwohnungssanierung im Bestand. Auch schon ein Thema der letzten Jahre.„Immer wenn ein Altmieter auszieht, machen wir die Wohnung komplett neu. Fußböden, Türen, Elektro, Bad. Wer frisch einzieht, kommt dann in eine moderne und zeitgemäße Wohnung“, erläutert der GWW-Geschäftsführer.

„Leerwohnungssanierungen erfolgen in allen unseren Stadtteilen, nicht nur in der „Platte“, sondern auch in unserem Alt- und Siedlungsbau. Auch hier haben wir Verträge mit Baufirmen langfristig auf drei Jahre geschlossen, damit wir uns die Preise sichern.“

Seit 2020 entstanden durch Leerwohnungssanierung schon 400 moderne GWW-Wohnungen. Viele sofort vermietet. Und es geht immer weiter. 72 Wohnungen waren es 2025. 50 Wohnungen sind das jährliche Ziel der GWW für 2026 und die weiteren Jahre. „Viele unserer Mieter sind in den 70er- und 80er Jahren zu uns gezogen und haben jetzt das Alter, in Pflegeeinrichtungen zu wechseln oder zu versterben“, erklärt Christian Zeigermann.

Er erläutert die Perspektive: „Unser Ziel ist es, Senioren ein langes eigenständiges Leben in unseren Wohnungen zu ermöglichen. Deshalb denken wir auch verstärkt über Aufzuganbau nach. Gerade läuft eine Ausschreibung dazu. Der Anbau von Aufzügen gehört zu den nichtumlagefähigen Kosten. Trotzdem wollen wir die Aufgabe angehen, denn Heimplätze kosten den Einzelnen und die Gesellschaft ein Vielfaches mehr als der lange Verbleib in der eigenen Wohnung. Wir sehen das als Teil unseres Sozial-Auftrages als kommunales Unternehmen.“ Deshalb möchte die GWW auch die Kooperation mit der GSW und der Diakonie weiter ausbauen, um pflegebedürftige Mieter*innen zu unterstützen. Auch eine Kooperation mit dem DRK zum Notrufsystem für Mieter*innen wurde abgeschlossen. Alles das sind die GWW-Antworten auf die alternde Gesellschaft und Mieterschaft. Hier bewähren sich auch die Quartiers-Hausmeister als direkte Ansprechpartner vor Ort. Die GWW-Hausmeister sind wichtiger Bestandteil der Quartiere geworden. Das Team wird kontinuierlich spezialisiert, um Qualität und schnelle Umsetzung vor Ort zu sichern.

Um den GWW-Bestands-Mietern ein angenehmes Umfeld zu schaffen, wurde ein Programm zur Treppenhausinstandsetzung vor 5 Jahren gestartet. Dafür wurden extra zwei Handwerker im Regiebetrieb eingestellt, die sich nur dieser Aufgabe widmen. So sind es durchschnittlich 20 Treppenhäuser pro Jahr, die in neuem Glanz erstrahlen und die Mieterzufriedenheit erhöhen, wie die GWW-Mieterumfrage ergab. 2026 geht es zudem weiter mit Strangsanierungen für Elektro-, Wasser- und Abwasserleitungen, die zum Teil auch aus Brandschutzanforderungen in moderne Schächte verlegt werden und so zeitgemäßem Standard entsprechen.

Dritter Schwerpunkt der GWW-Investitionstätigkeit 2026: Die nachhaltige Freiflächengestaltung. Sie hilft Klimafolgen für die Menschen abzumildern und bietet durch die vielen Grünflächen attraktive Wohnmöglichkeiten für Familien. Hier kann man seine Kinder auf die Spielplätze lassen und hat sie aus dem Fenster im Blick. Das erleichtert das Familienleben und schafft Sicherheit und neue Attraktivität für Plattenbau-Wohnungen. „Oft wird heute die Freiflächengestaltung vernachlässigt, da sie nicht auf die Miete umlegbar ist. Aber ich sehe viel mehr die Vorteile, die sich aus der Mieternachfrage ergeben und den modernen Wohnansprüchen. Ein Beweis liefert bereits unser „erster Klimagarten“ im Quartier Walther-Grosse-Ring. Familienfreundlichkeit zeigen wir auch weiter mit unserem Spielplatz-Programm. Jährlich kommt ein neuer Spielplatz hinzu. 2026 wollen wir deshalb mit der nachhaltigen Freiflächengestaltung im Areal Ernst-Pörner-Straße beginnen“, blickt der GWW-Geschäftsführer voraus. Es soll der „zweite Klimagarten“ werden.

Rigolen zur Bewässerung der Pflanzen, schattenspendende und klimaresistente Bäume, ein Spielplatz für die Jüngsten und ein Boccia-Platz für die Älteren sind die Stichworte dazu. Das werde ein Hingucker und neuer attraktiver Lebensraum für alle Bewohner. „Unsere regelmäßigen Mieterbefragungen ergeben den starken Wunsch nach attraktiver Innenhofgestaltung. Dem entsprechen wir gern“, so Christian Zeigermann. Eine sehr gute Mieterbindungsmaßnahme.

Zum Thema Bestandsentwicklung gehört für die GWW im Jahr 2026 auch, die Kunst-am-Bau-Tradition weiterzuführen. Christian Zeigermann dazu: „Die energetische Sanierung schafft schöne moderne Fassaden, aber sie schafft allein noch keine Identität und Orientierungspunkte. Aber zu moderner Lebensqualität gehören auch diese emotionalen Elemente. Sie erreichen wir mit Kunst am Bau wie zum Beispiel mit den Arbeiten von Moritz Götze oder dem italienischen Streetart-Künstler Alessio B.“

Alessio B. wird 2026 an weiteren Fassaden der Stadtteile Burgbreite und Stadtfeld arbeiten. Wieder unterstützt von Schülern der Gesamtschule Burgbreite. Diesmal soll im Rahmen eines Workshops eine Schulwand gestaltet werden.

Dazu kommen zwei weitere Namen der europäischen Street-Art-Szene, die sich bei der GWW verwirklichen können in ihrer ganzen Originalität. „All das schafft neue Bindung, Aufmerksamkeit und Identität für die „Platte“. Darum geht es uns“, freut sich der GWW-Geschäftsführer.

Die Emaille-Pop-Art-Arbeiten des deutschen Szene-Stars Moritz Götze werden 2026 um einen Erdbeer-Reigen am Walther-Grosse-Ring ergänzt. „Wir denken, eine etwas augenzwinkernde Begrüßung des in der Nähe entstehenden ‚Karls Erdbeer-Hof‘. Ein künstlerischer Ausdruck unserer Freude über die Ansiedlung, die bald viele Touristen anzieht und der Stadt zugutekommt und ein Angebot für die neuen Mitarbeiter, sich für eine unserer Wohnungen in der Nähe zu entscheiden“, begründet Christian Zeigermann.

GWW in Kürze

Die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH, Tochter der Stadt Wernigerode, verwaltet in der Harzmetropole mehr als 3.000 Wohneinheiten mit einer Gesamtwohnfläche von 176.000 Quadratmetern. Die Wohnungen befinden sich unter anderem in den Wohngebieten Altstadt, Burgbreite, Stadtfeld, Harzblick und im Ortsteil Benzingerode. Etwa 7.500 der ca. 34.000 Wernigeröder wohnen bei der GWW.

Die GWW verwaltet zudem 31 Gewerbeeinheiten, darunter ein Café, das Wernigeröder Kino Volkslichtspiele, der Fürstliche Marstall, das Krummelsche Haus und ein Kreativloft mit Co-Working-Arbeitsplätzen. Zugleich ist sie Bauherr der August-Hermann-Francke-Grundschule in Wernigerode und des 100-Prozent energiealternativen „Sonnenhauses“. 2024 wurde die GWW mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis für die Sanierung das Gebäude-Karrees mit Klimagarten rund um den Wernigeröder Walther-Grosse-Ring ausgezeichnet.

www.gww-wr.de

Februar 2026

Die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH, Tochter der Stadt Wernigerode, verwaltet in der Harzmetropole fast 3.000 Wohneinheiten mit einer Gesamtwohnfläche von 176.000 Quadratmetern. Die Wohnungen befinden sich unter anderem in den Wohngebieten Altstadt, Burgbreite, Stadtfeld, Harzblick und im Ortsteil Benzingerode. Etwa 7.500 der ca. 34.000 Wernigeröder wohnen bei der GWW.

Die GWW verwaltet zudem 28 Gewerbeeinheiten, darunter ein Café, das Wernigeröder Kino Volkslichtspiele, der Fürstliche Marstall, das Krummelsche Haus und das Ärztehaus am Platz des Friedens. Neu hinzugekommen ist ein Kreativloft mit Co-Working-Arbeitsplätzen. Zugleich ist sie Bauherr der neuen August-Hermann-Francke-Grundschule in Wernigerode.

Posted by on 5. Februar 2026.

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Categories: Allgemein

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