GeoLoT: Globale Herausforderungen besser verstehen und nachhaltige Zukunft mitgestalten

Wie beeinflussen verschiedene Unterrichtsansätze im Geographieunterricht das Verständnis komplexer globaler Herausforderungen sowie Motivation und Handlungsbereitschaft von Schüler:innen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Forschungsprojekts GeoLoT. Schulen in Baden-Württemberg und Hessen können sich an dem DFG-geförderten Projekt beteiligen.Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) soll Lernende dazu befähigen, globale Herausforderungen besser zu verstehen und aktiv eine nachhaltige Zukunft mitzugestalten. In der Schule ist BNE ein Querschnittsthema. Wie verschiedene Unterrichtsansätze im Geographieunterricht das Verständnis komplexer globaler Herausforderungen sowie Motivation und Handlungsbereitschaft von Schüler:innen beeinflussen, untersucht das Forschungsprojekt „Problemfokussierter, lösungsorientierter und transformativ-lösungsorientierter Geographieunterricht im Kontext von BNE: Vergleich dreier Unterrichtsansätze“(GeoLoT). Projektpartner sind die Pädagogische Hochschule Karlsruhe (PHKA) und das DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation in Frankfurt. Die Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Vorhaben von 2026 bis 2028.Drei Unterrichtsansätze im Vergleich„Bislang kommt im Geographieunterricht häufig der problemfokussierte Ansatz mit seinem Schwerpunkt auf Kognition, also auf Denken und Erkennen, zur Anwendung“, sagt Janis Fögele, PHKA-Professor für Didaktik der Sozialwissenschaften. „Im Rahmen von GeoLoT vergleichen wir diesen problemfokussierten Ansatz mit den neueren Konzepten lösungsorientierter und transformativ-lösungsorientierter Unterricht“, so Fögele.„Und weil ein erfolgreicher Umgang mit globalen Herausforderungen ein Zusammenwirken kognitiver, emotionaler und motivationaler sowie handlungsbezogener Teilkompetenzen erfordert, vergleichen wir diese drei Unterrichtsansätze auch im Hinblick darauf, wie sie – möglicherweise ganz unterschiedlich – auf Interesse, Motivation und Verständnis der Schüler:innen wirken“, sagt Nina Roczen, Postdoc-Wissenschaftlerin am DIPF.Rund 90 Schulen können mitmachenDazu haben die Forschenden drei jeweils achtstündige Unterrichtseinheiten zum Thema Sojaanbau entwickelt (problemfokussiert, lösungsorientiert und transformativ-lösungsorientiert), die im Frühjahr und Sommer 2027 an rund 90 Schulen in den Jahrgangsstufen 11 und 12 in Baden-Württemberg und Hessen erprobt und evaluiert werden sollen. Neben einer Vorher- und Nachher-Befragung sowie Gruppendiskussionen nach Abschluss der Unterrichtseinheiten finden nach jeder Unterrichtsstunde Befragungen der Schüler:innen zu ihrem emotionalen Befinden statt.Bäume für jede KlasseDie Unterrichtseinheiten sind an zentrale Themen des Bildungsplans für die gymnasiale Oberstufe in Baden-Württemberg und des Kerncurriculums für die gymnasiale Oberstufe in Hessen angebunden und vollständig ausgearbeitet – samt Verlaufsplänen, Aufgaben, Materialien, Tafelbildern und Lösungen. Außerdem erhalten Lehrkräfte eine vorbereitende Online-Schulungund später eine Rückmeldung zu den Ergebnissen ihres Kurses oder ihrer Klasse. Für jede teilnehmende Klasse werden im Rahmen eines Projekts, das die Schulen selbst auswählen können, Bäume gepflanzt. Informationen für Schulen, die Teil von GeoLoT werden möchten, stehen zur Verfügung auf
http://www.ph-ka.de/seite/4te7s1. Hintergründe zum Forschungsprojekt gibt es auf
https://www.ph-karlsruhe.de/projekte/geolot.
Posted by on 7. Juli 2026.
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