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Generalverdacht Nichteignung – zu den Nachteilen für Frauen in der Politik

Der Wahlkampf der Annalena Baerbock hat bis jetzt bemerkenswerte Höhen und Tiefen erlebt. Gut möglich auch, dass er seine besten Momente bereits hinter sich hat. Dabei sind es noch drei Monate bis zur Bundestagswahl. Die Kandidatin ist vergleichsweise jung und hat einen Lebenslauf, der nicht herausragt. Baerbocks Vita reichte, um an die Spitze der Grünen zu kommen. Aber das Kanzleramt ist eine andere Hausnummer. Ihr Team stellt sich soldatisch vor sie und feuert aus allen Rohren dieselben dünnen Rechtfertigungen, warum ihr Buch nicht wirklich von ihr ist. Das hätte alles glücklicher laufen können. Aber mit einem haben die Grünen recht: Eine junge Frau als Spitzenkandidatin bietet besondere Angriffsfläche.

Frauen in der Politik müssen mehr leisten als Männer. Sie müssen sich messen lassen an Aussehen und Auftreten, an Kleidung und Auftritt. All das verdrängt schnell das Eigentliche: Das Anliegen, das jemanden dazu bringt, sein Leben im Dienst der Allgemeinheit und im gnadenlosen Licht der Medienöffentlichkeit zu verbringen.

Daran haben 16 Jahre mit Bundeskanzlerin nichts geändert. Es besteht immer der Generalverdacht der Nichteignung, gegen den Frauen anarbeiten müssen. Gerade dann, wenn sie den thematischen Quadranten verlassen, der für Frauen reserviert ist. Wo es nicht mehr nur um Familie, Kinder, Soziales oder gesunde Lebensmittel geht, sondern um Macht, da wollen Männer unter sich sein. Das gilt auch für den Osten mit seinem angeblich so entspannten Geschlechterverhältnis.

Pressekontakt:

Lausitzer Rundschau
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politik@lr-online.de

Original-Content von: Lausitzer Rundschau, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 5. Juli 2021.

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