iinews – Der mobile Newsdienst



« | »

Gemeinsam gegen Antisemitismus im Netz: Dr. Ludwig Spaenle zum Gespräch in der BLM (FOTO)

 


Gegen Extremismus und Antisemitismus entschlossen vorzugehen, ist
ein wichtiges Element in der Prüfpraxis der Bayerischen
Landeszentrale für neue Medien (BLM). Um sich darüber auszutauschen,
wie man der Zunahme rechtsextremistischer Äußerungen im Internet noch
besser entgegentreten kann, führte der Medienkompetenz-Ausschuss des
BLM-Medienrats heute ein Gespräch mit Dr. Ludwig Spaenle, dem
Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und
gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe.

\“Die steigende Zahl antisemitischer Straftaten in Bayern wie in
Deutschland verlangt entschiedenes staatliches und gesellschaftliches
Handeln. Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien kann hier
einen wichtigen Beitrag leisten\“, so Dr. Ludwig Spaenle. Im Freistaat
seien laut Kriminalstatistik für das vergangene Jahr 218
antisemitische Straftaten registriert worden – im Vergleich zu 148
und 181 in 2017 und 2016. Ursachen lägen in der Verrohung von Teilen
der Gesellschaft und in der Anonymität der sozialen Medien. \“Im
Nirwana des Internets lassen sich Ressentiments und Hass mühelos
verbreiten. In Echokammern verstärken Gleichgesinnte ihre
vorurteilsbeladenen Weltbilder. Tatsachen werden je nach
Interessenlage verdreht, Nachrichten verfälscht. Aus Ansichten und
Posts können rasch Handlungen werden.\“

Wie wichtig es ist, klare Zeichen gegen Antisemitismus und
Volksverhetzung im Netz zu setzen, betonte auch BLM-Präsident
Siegfried Schneider: \“Der BLM ist es schon lange ein wichtiges
Anliegen, unseren Beitrag zu leisten, um gegen Hasspostings mit
strafbarem Inhalt vorzugehen.\“ Mitte April habe dazu in der
Landeszentrale ein Runder Tisch mit Vertretern der Staatsanwaltschaft
und des Justizministeriums sowie Anbietern stattgefunden. Unser Ziel
ist es, gemeinsam konkrete Verfahrensabläufe zu etablieren und
effiziente Vorgehensweisen bei der Anzeigeerstattung zu entwickeln.\“

\“Meinungsfreiheit heißt auch Verantwortung\“, betonte Michael Voss,
Vorsitzender des Medienkompetenz-Ausschusses. \“Eine Verantwortung,
der sich Gesellschaft, Politik und die Medien gerade in Zeiten von
Social Media stellen müssen.\“ Voss verwies in dem Zusammenhang auf
die \“Leitlinien Digitale Ethik\“, die der Medienrat in seiner letzten
Sitzung verabschiedet hatte. \“Der BLM ist es ein Anliegen, sich nicht
nur intensiv mit politischen, wirtschaftlichen und strukturellen
Folgen der Digitalisierung zu befassen, sondern sich auch und gerade
mit den damit verbundenen ethischen Fragen auseinanderzusetzen und
sich in die gesellschaftspolitische Debatte einzubringen. Dazu gehört
auch die entschiedene Positionierung gegen Hass, Extremismus und
Antisemitismus.\“

Pressekontakt:
Stefanie Reger
Pressesprecherin
Tel.: (089) 638 08-315
stefanie.reger@blm.de

Original-Content von: BLM Bayerische Landeszentrale für neue Medien, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 21. Mai 2019.

Tags: , ,

Categories: Bilder, Medien & Unterhaltung

0 Responses

You must be logged in to post a comment.

« | »




Neue Beiträge


Seiten