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Geheimoperation von Verfassungsschutz und BKA verhindert IS-Anschlag in Deutschland (FOTO)

 


Eine über mehr als ein Jahr andauernde Geheimoperation des
Bundesamtes für Verfassungsschutz und des Bundeskriminalamtes hat
einen bislang unbekannten Anschlagsplan der Terrororganisation
\“Islamischer Staat\“ (IS) in Deutschland durchkreuzt. Ende 2016 hatte
der IS demnach den Auftrag erteilt, einen Großanschlag in Deutschland
auszuführen. Eine zentrale Rolle in der Planung sollte ein deutsches
Ehepaar spielen. Marcia M. und Oguz G. waren im Herbst 2015 nach
Syrien ausgereist und hatten sich dem IS angeschlossen. Nach
Erkenntnissen der Ermittler sah der Plan vor, dass drei Zellen mit
potenziellen Attentätern nach Deutschland geschleust werden sollten.
In Deutschland sollten die Männer zur Tarnung verheiratet werden.
Nach jetzigem Ermittlungsstand hatte der IS womöglich ein
Musikkonzert als Anschlagsziel erwogen.

In Chatnachrichten, die die deutschen Behörden überwachten, hatte
Marcia M. im Auftrag der Terrororganisation von der syrischen Stadt
Rakka aus Frauen in Norddeutschland gesucht, die bereit waren,
potenzielle Attentäter zu heiraten. Unwissentlich kommunizierte M.,
die aus Salzgitter stammt, dabei mit einer Zuträgerin des Bundesamtes
für Verfassungsschutzes. Später übernahmen das Bundeskriminalamt und
die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen.

In den Chatnachrichten Ende 2016 und Anfang 2017 war von mehreren
\“Paketen\“ die Rede. Die \“Brüder\“, die nach Deutschland kommen
sollten, hätten \“eine sehr wichtige Arbeit zu erledigen\“, so Marcia
M. Der Auftrag geht den Ermittlungen zufolge offenbar auf einen
hochrangigen IS-Funktionär mit dem Kampfnamen Abu Mussab al-Almani
zurück. Dahinter soll sich der inzwischen offenbar bei Kämpfen in
Syrien zu Tode gekommene Schweizer Thomas C. verbergen, der als
ranghöchster bekannter IS-Funktionär aus dem deutschsprachigen Raum
galt. Die Planungen für den Terroranschlag wurden durch die
Ermittlungen der deutschen Behörden sowie den Zerfall des IS
durchkreuzt.

Im Oktober 2017 stellten sich Marcia M. und ihr Ehemann Oguz G.
während des Falls von Rakka den kurdischen Behörden. Sie sitzen
seitdem in kurdischen Gefängnissen in Nordsyrien in Haft und warten
auf ihre Überstellung nach Deutschland. Gegenüber dem
Bundesnachrichtendienst hat Marcia M. mittlerweile ihre Beteiligung
an dem Plan eingeräumt. In der Bundesrepublik droht dem Ehepaar einen
Anklage durch die Bundesanwaltschaft sowie eine mehrjährige
Gefängnisstrafe.

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ZEIT Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen (Tel.:
040/3280-237, E-Mail: presse@zeit.de). Diese Presse-Vorabmeldung
finden Sie auch unter www.zeit.de/vorabmeldungen.

Original-Content von: DIE ZEIT, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 17. Oktober 2018.

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Categories: Bilder, Politik & Gesellschaft

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