Gedenkstättendirektor besorgtüber extremistische Einstellungen unter Jugendlichen

Drecoll sagte am Donnerstag im rbb24 Inforadio, es sei niederschmetternd:\“Selbst bei Menschen wie mir, die das schon lange machen, ist das ein Stück weit Fassungslosigkeit.\“
In der Regel wüssten Schüler wenig über Konzentrationslager und den Nationalsozialismus. Besonders der persönliche Bezug fehle:\“Die wachsende Zeit zwischen den Ereignissen damals und dem Heute schafft neue Herausforderungen.\“Da könnten Gedenkstätten wie wichtige Eindrücke bieten, nämlich den Ort des Geschehens, so Drecoll:\“Dass die Schülerinnen und Schüler kommen und wissen: Hier ist es gewesen! (…) Und alleine, am Ort des Geschehens zu sein und dann sich mit den Biografien zu beschäftigen, ist ein wichtiger Zugang. Sich mit den Schicksalen der Menschen zu beschäftigen, das holt ganz viele ab.\“
Von Bund und Land forderte Drecoll, die Gedenkstätten weiter finanziell zu unterstützen. Er selbst leitet auch die Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg, die am Donnerstag von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) besucht wird.
Der Link zum Interview: https://ots.de/LiUIml
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