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Frankfurter Rundschau: Pressestimme zu Gaucks \“Spiegel\“-Interview

Die Frankfurter Rundschau kommentiert das
Interview von Ex-Bundespräsident Joachim Gauck:

Allzu gütig erscheint der Blick, den Gauck nach rechts wendet. Die
Abgrenzung, die er gleichzeitig mit Wucht einfordert, misslingt.
Seine Definitionen sind entweder banal, verwaschen oder
problematisch. Konservativ bedeutet nicht rechtsextrem – geschenkt.
Nicht jeden, der schwer konservativ ist, sollte man als
Demokratiefeind hinstellen – ist in Ordnung. Aber wo beginnt und wo
endet \“schwer konservativ\“? Die CDU müsse auch die wieder mitnehmen,
für die \“Sicherheit und gesellschaftliche Konformität wichtiger ist
als Freiheit, Offenheit und Pluralität\“, empfiehlt Gauck. Aber wenn
aus der Sehnsucht nach Übersichtlichkeit die nach Gleichförmigkeit
wird, sind demokratische Rechte und Werte schnell in Gefahr.
Grenzziehung, so viel wird deutlich, ist auch für einen wortmächtigen
Ex-Präsidenten vertrackt.

Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222

Original-Content von: Frankfurter Rundschau, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 16. Juni 2019.

Tags:

Categories: Politik & Gesellschaft

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