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Fragwürdige Kriterien tragen zur Blutspendeknappheit bei

\”Ausreichende Versorgung mit Blutprodukten
zunehmend Frage der Demografie\”, so schrieb es die
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen
Fachgesellschaften e.V. [1] anlässlich des morgigen
Weltblutspendetags [2].

\”Gerade mit Blick auf den demografischen Wandel stellt sich die
Frage, ob man sich weiter an alte Gespenster aus der Vergangenheit
klammern und damit faktisch Menschenleben durch
Blutkonservenknappheit gefährden, oder sich lieber doch auf die
extrem zuverlässigen, modernen Tests verlassen möchte\”, stellt Roman
Schmitt, Koordinator der AG Queeraten der Piratenpartei Deutschland,
fest. \”Dem 11.06.2019, an dem sich die Streichung des §175 des
Strafgesetzbuches zum 25. Mal jährte, gereicht das aktuelle
Feigenblatt alles andere als zur Ehre.\”

Jeder Spender muss eine Selbstauskunft ausfüllen, auf der
potentielle Risiken benannt werden müssen. So beispielsweise ob man
sich in Gebieten mit erhöhter Infektionsgefahr für Malaria oder
andere tropische Krankheiten aufgehalten hat. Homosexuelle Männer
sind mit einer Sperrfrist von 12 Monaten nach dem letzten sexuellen
Kontakt belegt. [3]

\”Zurecht wird beklagt, dass das Aufkommen an Blutspenden immer
weiter zurückgeht. Da ist es ein Anachronismus, die Gruppe der homo-
und bisexuellen Männer von vornherein von einer Blutspende
auszuschließen\”, so Schmitt weiter. \”Jede Blutspende wird automatisch
auf jegliche Art von Infektionskrankheiten untersucht. Es besteht
absolut keine Gefahr einer HIV-Übertragung, die pauschal von Homo-
und Bisexuellen ausgeht, und ein derartiges Verbot rechtfertigen
würde. Hier sind es wieder einmal Vorurteile oder moralische
Bedenken, die zu einer Einschränkung der Spendefreiheit führen.
Niemand kann erklären, warum Menschen, insbesondere Männer, die in
einer dauerhaften homosexuellen Partnerschaft leben, grundsätzlich
anders behandelt werden als die in einer heterosexuellen
Partnerschaft.\”

Quellen/Fußnoten:
[1] https://idw-online.de/de/news717253
[2] http://www.kleiner-kalender.de/event/weltblutspendetag/90720.html
[3] http://ots.de/ErJ5ht Seite 18/19

Pressekontakt:
Bundespressestelle Bundesgeschäftsstelle,
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Piratenpartei Deutschland
Pflugstraße 9A | 10115 Berlin

E-Mail: presse@piratenpartei.de
Web: www.piratenpartei.de/presse
Telefon: 030 / 60 98 97 510 Fax: 030 / 60 98 97 519

Original-Content von: Piratenpartei Deutschland, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 13. Juni 2019.

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Categories: Gesundheit & Medizin

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