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Finanzinvestoren trimmen deutsche Regionalbanken auf Risiko

Oldenburgische Landesbank will Volumen bei
Spezialkrediten verdoppeln / Südwestbank hat Kredit-Portfolio gekauft
und mit stärkerer Kreditvergabe ins Ausland begonnen

Berlin/Frankfurt, 17. April 2019 – Die von Finanzinvestoren wie
Cerberus und Apollo aufgekauften deutschen Regionalbanken machen
zunehmend riskantere Geschäfte. Dies ergaben Recherchen des
Wirtschaftsmagazins \’\’\’\’Capital\’\’\’\‘ (Ausgabe 5/2019, EVT 18. April).
Demnach plant etwa die Oldenburgische Landesbank (OLB), die seit 2018
zu einer Investorengruppe um den US-Private-Equity-Fonds Apollo
gehört, das Geschäft mit Spezialkrediten bei gewerblichen Immobilien-
und bei Akquisitionsfinanzierungen im großen Stil auszubauen. Der
Bereich habe heute ein Volumen von etwa 2 Mrd. Euro, sagte OLB-Chef
Axel Bartsch gegenüber \’\’\’\’Capital\’\’\’\‘. \“Und das Volumen kann sich künftig
durchaus verdoppeln\“, ergänzte er.

Der Schwenk zu Spezialkrediten und anderen riskanteren
Geschäftsbereichen ist typisch für Banken im Besitz von
Finanzinvestoren wie Cerberus und Apollo. Als die Investorengruppe um
Apollo im Jahr 2014 zunächst die Bremer Kreditbank kaufte, betrug das
Volumen an Spezialkrediten der Bremer Kreditbank nur circa 600 Mio.
Euro. Vier Jahre später kaufte die Bremer Bank schließlich die weit
größere OLB. Die Sorge, mit den Spezial-Geschäften gehe die unter dem
Dach der OLB fusionierte Bank zu große Risiken ein, wies Bank-Chef
Bartsch zurück: \“Das Risiko ist beherrschbar, wenn man wie wir weiß,
was man tut.\“

Die Südwestbank, die seit 2017 im Besitz der österreichischen
Banken-Gruppe Bawag ist und damit indirekt unter der Kontrolle von
Investoren wie dem US-Fonds Cerberus, baut seit der Übernahme ihr
Geschäft mit Auslandskrediten aus. Zwar liege der Fokus der Bank
weiter auf Deutschland, aber: \“Großkredite im Ausland bieten eine
zusätzliche Möglichkeit, höhere Margen zu erzielen und die Effizienz
zu steigern\“, sagte Südwestbank-Chef Wolfgang Kuhn gegenüber
\’\’\’\’Capital\’\’\’\‘. Vor dem Kauf durch die Bawag waren Engagements der
Südwestbank im Ausland die Ausnahme.

Zudem interessiert sich die Südwestbank für den Aufkauf von
Kredit-Portfolios. So hat sie nach \’\’\’\’Capital\’\’\’\‘-Informationen bereits
ein deutsches Immobilienkredit-Portfolio im zweistelligen
Millionenbereich von einer niederländischen Großbank erworben. Mit
solchen Geschäften wurde Südwestbank-Eigner Cerberus einst groß. Die
Südwestbank ließ Fragen dazu unbeantwortet.

Pressekontakt:
Lukas Zdrzalek, \’\’\’\’Capital\’\’\’\‘-Finanzkorrespondent Frankfurt,
Telefon: 069/79 300 7535, Mobil: 0176/813 290 50
E-Mail: zdrzalek.lukas@capital.de
www.capital.de

Original-Content von: Capital, G+J Wirtschaftsmedien, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 17. April 2019.

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Categories: Vermischtes

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