Familie im Wandel: Warum sich immer mehr gegen Kinder entscheiden

Zeitvergleich: Unsicherheit verdrängt den Familienwunsch
Im Zehnjahresvergleich treten vor allem drei Verschiebungen hervor: Die Sorge um eine Zukunft der Kinder gewinnt deutlich an Bedeutung (+13%) und ebenso der Mangel an fehlenden staatlichen Voraussetzungen (+14). Zugleich werden berufliche Argumente, wie die Karriere lasse sich nur schwer mit der Familie vereinbaren (-8%) und beruflicher Erfolg ist wichtiger als die Familiengründung (-12%), deutlich seltener genannt.
Fazit: Familie braucht gute Bedingungen – und den Mut, sie zu nutzen
Am Ende verdichtet sich aus den Ergebnissen ein klares Bild: Kinderlosigkeit ist heute weniger Ausdruck eines fehlenden Familienwunsches als Folge wachsender Unsicherheit und hoher Anforderungen. Gefordert sind daher die Politik und Wirtschaft verlässliche und gute Rahmenbedingungen zu schaffen, aber auch die Bürger selbst den Mut zu haben, Nachwuchs zu bekommen. Denn wenn gesellschaftliche Rahmenbedingungen verlässlicher werden, Partnerschaften stabiler und gleichberechtigter erlebt werden sowie die Zukunft wieder stärker planbarerscheint, wird auch die Bereitschaft, sich eine Familie nicht nur zu wünschen, sondern tatsächlich auch zu gründen, wieder zunehmen.
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Ayaan Güls
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