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Fünf entscheidende Hebel für Unternehmen für eine starke Employee Experience 2026

 

Im Mittelpunkt der Ergebnisse stehen fünf Erkenntnisse, die Führungskräfte kennen sollten, um Engagement, Produktivität und Bindung langfristig zu sichern:

1. Veränderungen aktivieren – wenn sie strategisch motiviert sind

Der Report widerlegt die verbreitete Vorstellung, dass Veränderungen Mitarbeitende automatisch überfordern. Im Gegenteil: Wer im vergangenen Jahr mehr Veränderungen erlebt hat, ist deutlich engagierter und produktiver als Kolleginnen und Kollegen in stagnierenden Umfeldern. Besonders positiv wirken sich Investitionen in neue Technologien, modernisierte Prozesse und strategische Neuausrichtungen aus.
Negativ hingegen beurteilen Mitarbeitende Veränderungen, die als rein kostensparend empfunden werden – wie Entlassungen, Umstrukturierungen oder häufige Führungswechsel. Unternehmen müssen deshalb klar kommunizieren, warum Veränderungen stattfinden und wie sie Mitarbeitende stärken, um Leistungsfähigkeit und Motivation zu erhalten.

Tipp für Unternehmen:
Stellen Sie sicher, dass Veränderungen als Investitionen wahrgenommen werden – nicht als Sparmaßnahmen. Kommunizieren Sie Ziele, Nutzen und konkrete Auswirkungen offen und frühzeitig, damit Mitarbeitende Orientierung behalten und das Engagement hoch bleibt.

2. KI wird genutzt– aber oft am Unternehmen vorbei

Die Nutzung von KI-Tools steigt rasant:Über die Hälfte der Mitarbeitenden setzt sie 2026 regelmäßig ein. Viele tun dies jedoch mit Tools, die nicht vom Unternehmen bereitgestellt wurden. Der Grund: hoher Produktivitätsdruck und fehlende geeignete Lösungen. Dieses sogenannte Schatten-KI birgt Sicherheitsrisiken und verhindert, dass Unternehmen aus realen Bedarfen lernen.

Tipp für Unternehmen:
Implementieren Sie klare Richtlinien und stellen Sie geprüfte, sichere KI-Tools bereit, die sich am tatsächlichen Workflow Ihrer Mitarbeitenden orientieren. Schulen Sie Teams gezielt, um Kompetenz aufzubauen – bevor Mitarbeitende eigene, unkontrollierte Lösungen nutzen müssen.

3. Vernachlässigte Mitarbeitergruppen gefährden die Kundenerfahrung

Besonders kritisch sind die Ergebnisse für drei Gruppen, die oft das Gesicht der Marke nach außen sind: Neue Mitarbeitende, Mitarbeitende mit Kundenkontakt und Teilzeitkräfte. Alle drei Gruppen berichten 2026 von deutlich schlechteren Erfahrungen – weniger Feedback, weniger Mitgestaltungsmöglichkeiten, weniger Zugehörigkeit.
Auch das Onboarding hat erneut an Qualität verloren: Neue Mitarbeitende erleben die niedrigsten Engagementwerte seit 2021.
Da gerade diese Gruppen Kundenerlebnisse maßgeblich prägen, wirkt sich fehlende Unterstützung unmittelbar auf die Servicequalität aus. Unternehmen müssen deshalb gezielt in diese Gruppen investieren, um Kundenbindung und Markenwahrnehmung nicht zu gefährden.

Tipp für Unternehmen:
Verbessern Sie Onboarding, Feedbackprozesse und Entwicklungsmöglichkeiten für diese Gruppen. Investitionen in Erstkontakte und Kundennähe zahlen direkt auf Kundenerlebnis und Loyalität ein.

4. Zuhören wirkt – und zwar messbar

Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden häufiger zuhören, erzielen signifikant bessere Ergebnisse in Engagement, Bindung, Wohlbefinden und Inklusion.

Die Daten zeigen große Unterschiede:
• Mitarbeitende bei Unternehmen mit intensivem Zuhören haben ein Engagement von bis zu 87 %,
• bei geringem Zuhören sind es nur 44 %.

Gleichzeitig wünschen sich 42 % der Beschäftigten, dass ihr Unternehmen noch häufiger zuhört – ein klarer Handlungsauftrag. Wichtig: Entscheidend ist nicht nur das Erfassen von Feedback, sondern das kommunizierte Umsetzen daraus.

Tipp für Unternehmen:
Etablieren Sie regelmäßige Feedbackschleifen und kommunizieren Sie klar, welche Maßnahmen daraus entstehen. Machen Sie die Verbindung zwischen Feedback und Veränderungen explizit – denn Wahrnehmung von Umsetzung ist elementar.

5. Unterstützung beim Umgang mit Veränderungen ist der wichtigste Erwartungstreiber

Quer durch alle Branchen und Demografien zeigt sich einübergreifender Befund:
Das Gefühl, bei Veränderungen unterstützt zu werden, ist der stärkste Faktor dafür, ob Mitarbeitende ihre Erwartungen erfüllt sehen.

Dazu gehören:
• transparente Kommunikation,
• respektvolle Begleitung durch Führungskräfte,
• Ressourcen für Weiterbildung und Orientierung.

Besonders langjährig Beschäftigte benötigen verstärkte Unterstützung, da sie sich häufiger stagnierend und unsicher fühlen. Unternehmen, die diese Zielgruppe gezielt stärken, profitieren von Erfahrung, Loyalität und Wissenstransfer.

Tipp für Unternehmen:
Stärken Sie Führungskräfte darin, Unsicherheiten früh aufzufangen, Ressourcen bereitzustellen und eine respektvolle, klare Kommunikation zu gewährleisten.

Fazit: Mitarbeitende wollen geführt – nicht verwaltet werden

Der Qualtrics-Report zeigt klar: Mitarbeitende sind bereit für Wandel – aber nicht um jeden Preis. Unternehmen, die ihre Belegschaft aktiv einbinden, strategisch investieren und kontinuierlich zuhören, schaffen nicht nur ein motivierendes Arbeitsumfeld, sondern stärken auch Kundenorientierung und Wettbewerbsfähigkeit.

Posted by on 16. Februar 2026.

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Categories: Allgemein

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