Führung, Sprache und Verantwortung unter Druck

Unbestritten ist: Katastrophen- und Bevölkerungsschutz brauchen angemessene Ressourcen, klare Zuständigkeiten und funktionierende Infrastruktur. Tragfähig wird all das jedoch erst durch geschulte Führungskräfte, Krisenstäbe, Projektleitungen, Kommunikationsverantwortliche und Teams, die in Unsicherheit und unter extremem Druck arbeitsfähig bleiben.
_Resilienz in Organisationen beschreibt die Fähigkeit, auch in Krisen, bei Ausfällen und unter hohem Druck handlungsfähig zu bleiben, sich schnell anzupassen und zentrale Aufgaben wie Versorgung und Schutz zuverlässig aufrechtzuerhalten._
Genau hier setzt Ralf Hasford an. Der Berliner Mediator, Moderator und Kommunikationstrainer arbeitet mit Unternehmen, Verwaltungen,Ämtern, Verbänden und KRITIS-nahen Organisationen an einer Fähigkeit, die lange selbstverständlich wirkte und jetzt neu trainiert werden muss: klare Kommunikation unter Druck.
\“_Konfliktfähigkeit und Kommunikation in Krisen sind essenzielle Themen der Führungsarbeit_\“, sagt Hasford.\“_Wer in komplexen Lagen präzise spricht, verhindert zusätzliche Unsicherheit. Verantwortung muss klar zugewiesen und durchgesetzt werden, sonst entstehen zusätzliche Turbulenzen. Und wer Konflikte unbearbeitet lässt, wird spätestens unter Druck erneut mit ihnen konfrontiert. Das ist ein kritischer Moment: AlteKonflikte schwächen die Handlungsfähigkeit genau dann, wenn sie im Krisen- oder Katastrophenfall am dringendsten gebraucht wird._\“
Der blinde Fleck in Organisationen
Deutschland richtet den Blick wieder stärker auf Zivilschutz, kritische Infrastruktur, Energieversorgung, Cybersicherheit, Pandemievorsorge, Bevölkerungsschutz und kommunale Krisenfähigkeit. Das ist gut und notwendig. Dennoch greift der Reflex zu kurz, der zuerst nur auf mehr Technik, neue Systeme, zusätzliche Meldewege und bessere Ausstattung setzt. Die eigentlichen Schwachstellen liegen oft tiefer im System.
Viele Organisationen haben in den vergangenen Jahren zu wenig miteinander geübt. Schnittstellen sind bestenfalls dokumentiert, aber selten belastet worden. Krisenstäbe wurden benannt, doch sind sie dadurch ausreichend auf Kommunikation in Zeiten von Unsicherheit vorbereitet? Und wie steht es um Beteiligung? Begann sie häufig erst, wenn Widerstand bereits sichtbar war oder sich unumgänglich in den Weg stellte?
Der Grund dafür liegt oft offen vor uns: Alte Konflikte zwischen Fachbereichen, Leitungsebenen, Verwaltung, operativen Einheiten oder externen Partnern blieben liegen. Für Übungen in der Zusammenarbeit und im Umgang mit Betroffenen fehlten Zeit, Geld und vor allem ein tragfähiges Konzept.
Warum sind viele damit durchgekommen? Im Alltag lässt sich vieles überbrücken. In der Krise nicht. Dann zeigt sich, ob eine Organisation nur Zuständigkeiten besitzt oder tatsächlich Zusammenarbeit entfalten und strukturiert umsetzen kann.
Eine kleine Spitze sei erlaubt: Ein Krisenplan, den Führung, Einsatzkräfte und Bevölkerung nicht gemeinsam verstehen, ist bis zum Ernstfall ein Alibi aus gut sortierter Hoffnung.
Führung beginnt mit Sprache
In der alten Schule war Handlungsfähigkeit in Krisenlagen oft das Produkt aus Befehl mal Lautstärke. Heute entsteht sie durch Orientierung, Ressourcenzuweisung und Zielvorgaben, die als klare Aufträge weitergegeben werden.
Was wissen wir? Welche Dinge prüfen wir noch? Sind die Informationen belastbar? Kann daraus eine Annahme gebildet werden? Welche Bedeutung hat das für unseren Verantwortungsbereich? Wie heißt das Ziel, das wir mit dem nächsten Schritt verfolgen? Welche Entscheidung braucht es dafür? Wer entscheidet? Was wird weitergegeben? Wer informiert wen? Wann überprüfen wir diese Entscheidung erneut? Wann folgt das nächste Update? Welche Unsicherheiten bleiben bestehen?
Bestenfalls ist dafür eine Checkliste vorbereitet. Auch wenn diese Fragen zunächst schlicht klingen, sind sie in einer Lage anspruchsvoll. Ausnahmesituationen verdichten alles: Zeitdruck, politische Erwartungen, fachliche Komplexität, mediale Aufmerksamkeit, interne Sorgen, rechtliche Verantwortung, menschliche Betroffenheit und der Druck derStraße verändern das Denken und das zielführende Kommunizieren.
Führungskräfte in KRITIS-Unternehmen, Organisationen, Verwaltungen und Ämtern sollten deshalb lernen, präzise zwischen Beobachtung, Bewertung, Entscheidung und Auftrag zu unterscheiden. Genau diese Unterscheidung verhindert, dass Gerüchte, Emotionen oder alte Konfliktmuster die Steuerung und Deutungshoheit übernehmen. Hasford nennt das den Aufbau einer gemeinsamen Krisensprache.
\“_Viele Organisationen sprechen im Normalbetrieb bereits aneinander vorbei. Unter Druck wird diese Unschärfe gefährlich_\“, sagt er.\“_Das Training beginnt deshalb nicht bei schönen Formulierungen, sondern bei Rollen und Verantwortung: Wer sagt was, auf welcher Grundlage, mit welcher Wirkung und mit welcher Konsequenz?_\“
Streit ist doch kein Betriebsunfall
Besonders im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz wirken Konflikte störend. Sie kosten Zeit, erscheinen unpassend, torpedieren die Erwartung auf Einigkeit und behindern das schnelle Erreichen von Handlungsfähigkeit. Doch Konflikte verschwinden nicht, weil die Lage ernst ist. Im Gegenteil: Häufig werden sie dann erst richtig sichtbar.
Welche Konflikte treten typischerweise auf? Hasford benennt aus seiner Arbeit als Mediator und Trainer vor allem:
* Rivalitäten zwischen Fachbereichen,
* Misstrauen gegenüber Leitung,
* unklare Entscheidungswege,
* unterschiedliche Risikobewertungen,
* mehrdeutige Strukturen,
* Statusfragen im Krisenstab,
* Spannungen zwischen Verwaltung und operativer Ebene,
* Widerstand gegen Beteiligung,
*Überlastung einzelner Schlüsselpersonen.
Solche Muster sind selten neu.\“Das haben wir immer so gemacht\“ist eine bekannte Antwort. Viele Konflikte werden vererbt, weitergetragen,übergangen oder als\“gewachsene Kultur\“behandelt. In ruhigen Zeiten wirken sie unangenehm. In komplexen Lagen werden sie zum Risiko.
Dabei liegt gerade in bestehenden Beziehungen ein großer Vorteil. Wer bereits zusammenarbeitet, besitzt Erfahrung, Geschichte, Routinen und oft auch verdecktes Vertrauen.
Und wie ist das mit dem Konflikt? Frischer Streit, alte Gegensätze und verhärtete Auseinandersetzungen lassen sich durch externe Moderation besprechen und häufig bereits entschärfen. Tiefergehende Konflikte können strukturiert bearbeitet oder durch Mediation außergerichtlich gelöst werden. Aus dem Konflikt kann eine belastbarere Vereinbarung zur Zusammenarbeit entstehen.
Der Weg dorthin führt über Konfliktkompetenz, Kommunikationsfähigkeit und Selbstführung. Externe Unterstützung bieten spezialisierte Mediatoren wie Ralf Hasford, die Organisation und Wirtschaft gleichermaßen verstehen.
Im Training können Führungskräfte eigene Reaktionsmuster erkennen. Sie nehmen wahr, wann sie unter Druck zu schnell entscheiden, zu spät zuhören, zu hart formulieren oder zu lange beschwichtigen. Gerade blinde Flecken in der Führung wirken in Krisensituationen besonders stark. Dagegen helfen Wissenserwerb und praktische Übung.
Rhythmus schlägt Gerücht
Eine der unterschätzten Aufgaben in Krisen ist der Kommunikationsrhythmus. Menschen halten Unsicherheit besser aus, wenn sie wissen, wann die nächste verlässliche Information kommt. Ein kurzes Update alle 30, 60 oder 120 Minuten kann wertvoller sein als eine perfekte Lageinformation, die zu spät ausgegeben wird.
Es geht nicht um Dauerbeschallung. Deutungshoheit und Verlässlichkeit stehen im Vordergrund.
Gute Krisenkommunikation beantwortet regelmäßig: Was ist aktuell bekannt? Was hat sich verändert? Welche Entscheidung gilt jetzt? Wer übernimmt welchen Auftrag? Wann wird neu bewertet?
Fehlt dieser Rhythmus, entstehen Lücken. In diese Lücken ziehen Spekulationen, Flurfunk, Angst und Misstrauen ein. Führung verliert dann Durchsetzungskraft und schlimmstenfalls Glaubwürdigkeit. Es geht nicht um Perfektion und Autorität, sondern um Orientierung und Verlässlichkeit.
Hinzu kommt: Resiliente Krisenkommunikation braucht Ausweichfähigkeit. Wenn digitale Plattformen, Mobilfunk, E-Mail oder interne Systeme ausfallen, müssen analoge Meldeketten, Funk, Satellitentelefonie, Treffpunkte oder definierte Rückfallwege verfügbar und geübt sein. Rückfallkommunikation ist kein technisches Detail. Sie ist ein Test der Organisationsreife und Organisationstiefe.
Beteiligung trotz Konflikten
Katastrophen- und Bevölkerungsschutz berühren Menschen unmittelbar. Sicherheit, Versorgung, Einschränkungen, Prioritätensetzung, Schutz und Vertrauen sind die Währung, in der Beteiligung bezahlt wird. Hier reicht reine Information allein oft nicht aus. Beteiligung wird zur Führungsaufgabe.
Stakeholder wie Betroffene, Mitarbeitende, Ehrenamtliche, Dienstleister, Fachbereiche, kommunale Akteure,Öffentlichkeit und Presse bringen unterschiedliche Wahrnehmungen mit. Nicht jeder Wunsch kann erfüllt werden. Trotzdem braucht es geordnete Mitsprache, klare Grenzen und nachvollziehbare Begründungen.
Und ja: Beteiligung kurz vor der Entscheidung ist oft nur eine höfliche Form. Sie kündigt dann an, dass nachträgliche Zumutungen und Einschränkungen ins Haus stehen.
Wer dagegen Akzeptanz will, muss früher informieren, miteinander sprechen und beteiligen. Dazu bedarf es einer Moderation, die Dialoge organisiert, Interessen sortiert, Zielkonflikte sichtbar macht und Entscheidungsspielräume ehrlich benennt. So entsteht der Übergang von Kommunikation zu Beteiligungsdesign, begleitet von Konfliktprävention – und im besten Fall wird daraus resiliente Führung.
Das Kommunikationstraining für KRITIS
Das KRITIS-Kommunikationstraining von Ralf Hasford richtet sich an Führungskräfte, Krisenstäbe, Projektleitungen, Kommunikationsverantwortliche und Teams mit Schnittstellenverantwortung. Dabei zählen weniger schöne Worte und ausgefeilte Rhetorik. Der Fokus liegt auf konkreten Führungssituationen mit und ohne Druck.
Trainingsfelder sind:
* Lagekommunikation, Informationsverdichtung undÜbersetzung technischer Details
* zielgruppenorientierte Kommunikation, klare Auftragsformulierung und Umgang mit Unsicherheit
* aktives Zuhören, Deeskalation, Darstellen on Information und Diskussionen leiten
* Dokumentation, Kommunikationsrhythmus und schwierige Gespräche
* Aufarbeitung von Fehlern, Störungen und Vertrauensverlust
* Erkennen neuer Handlungsmöglichkeiten
Dazu kommt der Blick auf die Organisation: Welche Schnittstellen werden angeboten, welche tatsächlich genutzt? Sind Konflikte bekannt? Welche Rollen und Inhalte bleiben unklar? Werden unterschiedliche Sprachen bedient? Fehlen sprachkundige Personen? Welche Muster oder Filter verhindern frühe Verständigung?
Hasford verbindet dafür Kommunikationstraining, Moderation, Mediation und präventives Konfliktmanagement. Er liefert keine Kosmetik, sondern legt Wert darauf, dass Grundlagen vermittelt werden und Abläufe darauf aufbauen.
\“_Ich stabilisiere kein Flickwerk._\“, sagt Hasford selbstbewusst und kritisch.\“_Ich arbeite an der gemeinsamen Sprache der Organisation. Entwickelt für Zeiten hoher Risiken, Unsicherheit, Verantwortung und Entscheidung. Daraus entsteht eine Basis, auf der Menschen auch unter Druck zusammenarbeiten können._\“
Moderation und Mediation als Teil der Krisenfähigkeit
In Klausuren und Strategieprozessen unterstützt Hasford als externer Moderator KRITIS-Organisationen dabei, Prioritäten zu setzen, Schnittstellen zu klären, Rollen zu ordnen und nächste Schritte verbindlich zu vereinbaren. Zielführende Diskussion, vertieftes Kennenlernen und klärende Gespräche am Kamin sind dabei ebensowichtig wie belastbare Ergebnisse und konkret umsetzbare Aufgaben.
Außergerichtliche Konfliktlösung durch Mediation in Organisationen, Verwaltungen und Wirtschaftsunternehmen wird relevant, wenn Konflikte bereits wirken: zwischen Leitung und Fachbereich, zwischen Geschäftsführung und operativer Einheit, zwischen Amt und externen Partnern, zwischen Projektgruppen, Gremien oder Verantwortlichen in kritischen Prozessen. Konfliktmoderation hilft zusätzlich bei Spannungen mit großen Stakeholder-Gruppen und der Bevölkerung.
Mediation ist ein strukturiertes, freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung eines Konflikts. Sie schafft einen vertraulichen Rahmen, in dem Konflikte bearbeitbar werden. Ziel ist es, künftige Zusammenarbeit zu sichern und Handlungsfähigkeit wirksam zu gestalten. Dafür entwickeln die Konfliktparteien unter Leitung des Mediators eine gemeinsame, zukunftsorientierte und für alle Seiten akzeptable Lösung.
Gerade in KRITIS-nahen Strukturen ist das entscheidend. Ungelöste Konflikte verbrauchen knappe Zeit, binden Aufmerksamkeit, senken Vertrauen und rauben Energie, die für Entscheidungen benötigt wird. Bereits in ruhigen Zeiten kostet das Geld. In Krisenlagen kann es gefährlich werden.
Jetzt Resilienz erarbeiten
Uneingeschränkt gilt: Katastrophen- und Bevölkerungsschutz brauchen Technik, Ressourcen und Zuständigkeiten. Ihre Tragfähigkeit entsteht jedoch durch beteiligte Menschen, die auch unter Druck klar sprechen, zuhören, entscheiden und Verantwortung übernehmen.
Die Versäumnisse der letzten Jahre liegen nicht nur in fehlender Ausstattung. Jetzt müssen Themen bearbeitet werden, die lange zu wenig Aufmerksamkeit bekommen haben: undefinierte Rollen, ungeübte Zusammenarbeit, ungeklärte Schnittstellen, späte Beteiligung, untrainierte Krisensprache und verdrängte Konflikte. Diese Themen verlangen nach Methodik und Training.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, das aufzuarbeiten.
Kommunikation in KRITIS stärken. Zusammenarbeit unter Druck sichern. Resilienz erarbeiten.
Wer mehr erfahren will, fragt Ralf Hasford. Er unterstützt Unternehmen, Verwaltungen, Ämter, Verbände und KRITIS-nahe Organisationen als Mediator, Moderator und Kommunikationstrainer bei Führung in Krisensituationen, Zusammenarbeit unter Stress und dem Aufbau resilienter Kommunikation.
Kontakt:
Ralf Hasford
Mediation + Moderation Hasford
Telefon: +49 30 2363 9390
E-Mail:moderation@hasford.de
Web:https://hasford.de
https://mediation-moderation-hasford.com
Zum Anbieter:
Ralf Hasford arbeitet dort, wo Kommunikation entscheidend wird: in Unternehmen, Verwaltungen, Verbänden und Organisationen, wenn Zusammenarbeit belastet ist, Entscheidungen vorbereitet werden müssen oder Konflikte die Handlungsfähigkeit gefährden. Das Filmportrait zeigt den Berliner Mediator, Moderator und Kommunikationstrainer inseiner Haltung, seiner Arbeitsweise und seinem Anspruch: Konflikte früh erkennen, Gespräche strukturieren und tragfähige Zusammenarbeit ermöglichen.
Categories: Allgemein
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