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„Extra“-Reportageüber DRK-Seniorenheim schlägt Wellen – Staatsanwaltschaft ermittelt

Die „Extra“-Reportage vom 6.11. über die Missstände
und psychische Gewalt im Seniorenzentrum des Deutschen Roten Kreuzes
in Mühlheim hat bundesweit für große Resonanz gesorgt und vielfältige
Konsequenzen ausgelöst. Die Staatsanwaltschaft ermittelt aktuell
gegen drei Mitarbeiter. Die Aufsichtsbehörden verhängten einen
Maßnahmenkatalog zur Beseitigung der Mängel und setzen ihre
Kontrollen fort. Inzwischen hat die Stadt zu einer Bürgerversammlung
eingeladen. Angehörige verlegen Pflegepersonen oder wollen Anzeige
erstatten. Das Heim selbst hat eine Informationsveranstaltung
gegeben. „Extra“ berichtet am kommenden Montag, 20.11., 22:15 Uhr
über die Entwicklung der Ereignisse und über ein vorbildliches
Seniorenheim in Kassel.

Fünf Wochen lang hatte eine „Extra“-Reporterin undercover im
DRK-Seniorenheim in Mühlheim am Main recherchiert. Sie dokumentierte
dabei ein schockierendes Ausmaß an physischer und psychischer Gewalt.
Schwer pflegebedürftige Senioren wurden hier regelrecht gedemütigt
und gequält, beleidigt oder nicht fachgerecht gepflegt. Die
„Extra“-Reportage löste eine Welle der Entrüstung sowie eine Reihe
von Konsequenzen aus. Inzwischen wurden drei Mitarbeiter
freigestellt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sie wegen des
Verdachts der Misshandlung von Schutzbefohlenen.

Noch bevor der „Extra“-Beitrag ausgestrahlt wurde, folgte die
Heimaufsicht in Frankfurt den Hinweisen der „Extra“-Reporterin und
stellt bei der unmittelbaren Kontrolle des Seniorenzentrums teilweise
erhebliche Mängel fest. Dazu zählten u.a. mangelndes Personal,
fehlende Erreichbarkeit, mangelnde Hygiene sowie freiheitsentziehende
Maßnahmen. Der Kreisverband des DRK in Offenbach betont, man habe
sofort reagiert und einen Maßnahmenplan erstellt, nach dem die
Mitarbeiter geschult und sensibilisiert werden sollen. „Wir
versichern Ihnen, dass wir allergrößtes Interesse an einer raschen
Aufklärung und Abstellung der Mängel haben“, so der DRK-Kreisverband
gegen über „Extra“.

„Wir sind erschüttert, was Ihre Kollegin aufgezeichnet hat“, so
die zuständige Pflegekasse der AOK. „Die Einrichtung muss einige
Vorgaben innerhalb bestehender Fristen umsetzen bzw. grundlegend
ändern, sonst gibt es ernsthafte Konsequenzen.“ Diese könnten bis hin
zur Schließung der Einrichtung reichen. Derzeit dürfen keine weiteren
Bewohner mehr in dem Heim aufgenommen werden. Zudem seien weitere
unangemeldete Kontrollen geplant. Die Heimleiterin selbst wollte sich
bis dato, auch nach mehrfacher Nachfrage, nicht vor der Kamera
äußern.

Die Stadt Mülheim reagierte dagegen prompt. Am vergangenen
Dienstag lud sie betroffene Bürger zu einer Bürgerversammlung zum
Thema ein.

Dennoch entschied sich eine betroffene Angehörige dazu ihre Mutter
in ein anderes Heim verlegen zu lassen. Weitere Angehörige wollen
Anzeige erstatten.

Die „Extra“-Reportage am kommenden Montag ab 22:15 Uhr fasst die
aktuellen Entwicklungen noch einmal zusammen. Darüber hinaus zeigt
die Reportage aber auch am Beispiel des Seniorenheims „Schöne
Aussicht“ in Kassel (Seniorenwohnanlage Habichtswald GmbH), dass man
mit gleichem Budget und gleichen Vorgaben durchaus vorbildlich ein
Seniorenzentrum effizient und gleichzeitig menschenwürdig und
fachgerecht führen und gestalten kann.

Pressekontakt:
Kommunikation Mediengruppe RTL Deutschland

pressestelle@mediengruppe-rtl.de
+49 170/4566953

Original-Content von: RTL Television GmbH, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 19. November 2017.

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Categories: Medien & Unterhaltung

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