Erstmals seit 20 Jahren steigt die Mutter-Kind-Sterblichkeit wieder an / Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) sieht eine medizinische Errungenschaft in Gefahr

Die USA, dieüber Jahrzehnte hinweg zu den größten Geldgebern der internationalen Entwicklungszusammenarbeit zählte, stellte 2024 rund 14 Milliarden US-Dollar an Hilfsgeldern bereit. Doch kurz nach dem erneuten Amtsantritt Donald Trumps wurde die Entwicklungshilfeorganisation USAID aufgelöst und das Budget auf lediglich 3,5 Milliarden US-Dollar reduziert. Zuvor war USAID in 25 Ländern aktiv, in denen ein Großteil der weltweiten Sterblichkeit von Müttern sowie Kindern unter fünf Jahren verzeichnet wurde. Die Hilfsorganisation finanzierte etwa die Hälfte aller externen Mittel für deren gesundheitliche Versorgung.
Neben den USA haben mehrere europäische Geberländer, darunter auch Deutschland, ihre Entwicklungshilfe-Etats gekürzt. Für viele Staaten, die auf internationale Unterstützung angewiesen sind, bedeutet dies massive Einschnitte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mahnt, dass Gesundheitseinrichtungen schließen müssen, Personal entlassen wird, und die medizinische Versorgung sich erheblich verschlechtert. Dies ist besonders schwerwiegend für Schwangere und ihre professionelle Begleitung vor, während und nach der Geburt. Ein Hauptgrund für Müttersterblichkeit sind starke Blutungen, Infektionen undGeburtskomplikationen – die besonders häufig bei sehr jungen Frauen auftreten.
Laut WHO stirbt jede zweite Minute eine Frau während oder nach Schwangerschaft und Geburt.\“Ohne den Zugriff auf die nötigen Hilfsmittel wird diese Zahl mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter steigen\“, prophezeit Sebastian Tripp und fordert die deutsche Bundesregierung auf, ihrer Verantwortung nachzukommen.\“Gerade jetzt, wo sich der wichtigste Geldgeber zurückzieht, sollten andere, den Menschenrechten verpflichtete Staaten erst recht in die globale Gesundheit investieren – nicht zuletzt, damit der Muttertag weltweit ein echter Grund zum Feiern ist.\“
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Nicole Langenbach
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