Erste Hilfe für Gartenvögel im neuen Jahr / Futter, Hygiene und vor allem Ruhe sind jetztüberlebenswichtig

Gärten mit heimischen, fruchttragenden Pflanzen bieten Vögeln ganzjährig wertvolle Energie. Die Vogelbeere etwa ist für bis zu 63 Vogelarten eine wichtige Nahrungsquelle im Winter. Und wer Obstbäume nicht komplett aberntet und Fallobst liegen lässt, deckt damit den Tisch für tierische Gartenbewohner. Rotkehlchen beispielsweise stellen in der kalten Jahreszeit ihre Ernährung zu einem großen Teil von Insekten auf Sämereien und Früchte um.
Bieten Garten und Balkon nicht genug Vogelnahrung, ist artgerechtes Futter das Mittel der Wahl. Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Zaunkönig, Amsel und Star sind Weichfutterfresser und fressen feine Sämereien, Früchte oder tierische Kost. Für sie eignen sich Haferflocken, Mohn, Kleie, Rosinen und Obst oder spezielles Weichfutter aus getrockneten Mehlwürmern. Körnerfresser wie Finken, Spatzen oder Feldsperlinge haben kräftige Schnäbel und knacken gern ungeschälte Sonnenblumenkerne, Hanf und Sämereien. Allesfresser wie Meisen, Spechte oder Kleiber nehmen auch Körnerfutter an, darunter Sonnenblumenkerne, Hanf oder Mohn. Für alle Gruppen sind Fett-Körner-Mischungen wie Meisenknödel ideal – allerdings nur ohne Kunststoffnetze, denn darin können sich die Tiere verheddern.
Beim Füttern ist allerdings nicht nur das Was entscheidend, sondern auch das Wie: Die Futterstelle sollte trocken und sauber sein. Futtersäulen haben sich besonders bewährt, da sie den Inhalt vor Feuchtigkeit schützen und eine Verschmutzung durch Kot verhindern. Futterhäuschen müssen regelmäßig gereinigt werden. Bürste und Wasser reichen dafür, Chemikalien können gesundheitsgefährdend für Wildtiere sein. Die Futterstelle selbst sollte frei hängen oder stehen, sodass Vögel heranschleichende Katzen rechtzeitig bemerken. Mehrere kleinere Futterstellen sind besser als eine große, weil sich so Infektionen weniger leicht ausbreiten. „Wer Probleme mit Ratten oder Waschbären hat, die sich das Vogelfutter schnappen, kann die Futterstelle zur Nacht hin ins Haus räumen. Denn diese Räuber sind meist dämmerungs- und nachtaktiv“, rät Rückmann.
Sorgen um die Vogelgrippe sind beim Winterfüttern unnötig: Das Virus ist für Gartenvögel nicht gefährlich; betroffen sind vor allem Wasser- und Hühnervögel. Tote Vögel an der Futterstelle können aber mit Salmonellen oder Trichomonaden infiziert sein. Wer verendete Vögel an seinem Futterhäuschen findet, solltesie nur mit Handschuhen anfassen und im Plastikbeutel über den Restmüll entsorgen. Das Futterhäuschen muss dann gründlich gereinigt und mit stark verdünnter Essigessenz desinfiziert werden. Sind auch die Futterreste am Boden entfernt, steht der weiteren Winterhilfe für die gefiederten Besucher nichts mehr im Wege.
Pressekontakt:
Jenifer Calvi
Pressereferentin Deutsche Wildtier Stiftung
Telefon 040-970 78 69 – 14
J.Calvi@DeutscheWildtierStiftung.de
www.DeutscheWildtierStiftung.de
Original-Content von: Deutsche Wildtier Stiftung,übermittelt durch news aktuell
Categories: Allgemein
No Responses Yet
You must be logged in to post a comment.