Ernährungsexperte warnt: Studien zeigen wie offizielle Ernährungsempfehlungen Fettlebererkrankungen und Diabetes begünstigen
Wissenschaftliche Auswertungen werfen ein kritisches Licht auf jahrzehntelang propagierte Ernährungsempfehlungen. Demnach könnte der verbreitete Austausch von Fetten durch raffinierte Kohlenhydrate das Risiko für Fettlebererkrankungen und Typ-2-Diabetes erhöhen, anstatt es zu senken. Darauf weist der Ernährungs- und Gesundheitswissenschaftler PhDr. Sven-David Müller hin. Viel entscheidender sei die Qualität der aufgenommenen Fette sowie deren Ersatz im Alltag. Während mehrfach ungesättigte Fettsäuren das Herz-Kreislauf-Risiko senken können, gilt der verstärkte Konsum raffinierter Kohlenhydrate als Risikofaktor für Stoffwechselerkrankungen wie Fettleber und Diabetes.
Leitlinien, etwa der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO), empfehlen weiterhin, die Fettzufuhr auf 30 bis 35 Prozent der täglichen Energiezufuhr zu begrenzen. Kritiker bemängeln jedoch, dass dabei zentrale wissenschaftliche Erkenntnisse zu kurz kommen: So stellte die DGE bereits 2015fest, dass kein gesicherter Zusammenhang zwischen Gesamtfettaufnahme und dem Risiko für koronare Herzkrankheiten besteht.
Viel entscheidender sei die Qualität der aufgenommenen Fette sowie deren Ersatz im Alltag. Während mehrfach ungesättigte Fettsäuren das Herz-Kreislauf-Risiko senken können, gilt der verstärkte Konsum raffinierter Kohlenhydrate als Risikofaktor für Stoffwechselerkrankungen wie Fettleber und Diabetes. Auch international wird die jahrzehntelange\“Low-Fat\“-Strategie zunehmend kritisch bewertet. Wissenschaftler der Harvard T.H. Chan School of Public Health bezeichneten vier Jahrzehnte fettarmer Ernährung rückblickend als\“gescheitertes Experiment\“
\“Was uns die Fettarm-Welle hinterlassen hat, ist eine Generation, die Fett fürchtet und stattdessen Zucker und Weißmehl konsumiert. Die Konsequenzen für Leber und Stoffwechsel sehen wir täglich in der Praxis\“, sagt PhDr. Sven-David Müller.
Manche Gesundheitsrichtlinien sind zwar mit gutem Willen entstanden, haben aber in der Ausführung nicht den Realitätscheck bestanden. Das Forum for Evidence-Based Preventative Health (FEBPH) fordert gemeinsam mit Müller eine umfassende Überprüfung bestehender Ernährungsempfehlungen. Ziel sei es, diese stärker an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen auszurichtenund Fehlentwicklungen in der öffentlichen Gesundheitskommunikation zu korrigieren.
Pressekontakt:
Felix Große-Plankermann
Forum for Evidence-Based Preventative Health (FEBPH) gGmbH
c/o Regus, Potsdamer Platz 10, 10785 Berlin
E-Mail: grosse-plankermann@evidence-based-health.org
Tel.: +49 173 2578748
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