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EKD-Empfang in Berlin: EKD-Ratsvorsitzender plädiert für \“Realismus und Augenmaß\“ im Digitalisierungs-Diskurs

Sperrfrist: 27.06.2018 18:30
Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der
Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist.

Für ein starkes Europa: Die Gestaltung des technologischen
Fortschritts im 21. Jahrhundert erfordert Gemeinsamkeit statt
Nationalismus

Für \“Realismus und Augenmaß\“ in der Debatte um Digitalisierung und
technologischen Fortschritt hat sich der Ratsvorsitzende der
Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich
Bedford-Strohm, in seiner Rede anlässlich des Johannisempfangs der
Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in der Französischen
Friedrichstadtkirche in Berlin am 27. Juni ausgesprochen. Dabei warb
er für ein starkes Europa und die \“damit eng verbundene Leitidee
einer in Vielfalt verbundenen Gesellschaft\“. Die Herausforderungen
des 21. Jahrhunderts könne man nicht mit der Mentalität des 19.
Jahrhunderts gestalten, so Bedford-Strohm: \“Alle politisch
Verantwortlichen, die (…) die europäische Ebene und ihre
menschenrechtliche Grundlage stärken, haben unsere volle
Unterstützung\“.

In seiner Rede zum Thema \“\’\’\’\’Wenig niedriger als Gott\’\’\’\‘ –
Menschenbilder im Zeitalter der Digitalisierung\“ verband er biblische
Überlieferung und gegenwärtige Herausforderungen: \“Wenig niedriger
als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt, das heißt eben auch: Der
Mensch kann sich nicht rausreden, er muss sich seiner Verantwortung
für die Welt stellen, für die Vögel unter dem Himmel und die Fische
im Meer, die Gott geschaffen und ihm zur Fürsorge anvertraut hat,
ebenso wie für die Algorithmen der Gegenwart, die der Mensch selbst
sich erdacht hat.\“

Die Chancen des digitalen Wandels seien erheblich, die Risiken und
Herausforderungen jedoch nicht zu unterschätzen: Es fehle derzeit an
wirkungsvollen international abgestimmten Transparenz- und
Regulierungsvorgaben im Bereich digitaler Kommunikation. Das müsse
sich ändern: \“Es geht um nichts weniger als die Rückeroberung eines
sozialen Raums, in dem Menschen unter Bedingungen massiver
Intransparenz und auf Basis eines Regelwerks ohne soziale Kontrolle
täglich viel Lebenszeit verbringen\“.

Der Einladung des Bevollmächtigten des Rates der EKD zum
Jahresempfang am Berliner Gendarmenmarkt waren zahlreiche Gäste aus
Politik, Kirchen, Kultur und Wirtschaft gefolgt, darunter
Bundesministerin Julia Klöckner, Bundesminister Olaf Scholz und
Fraktionsvorsitzender Volker Kauder.

Die Rede des Ratsvorsitzenden zum Johannisempfang steht mit
Veranstaltungsbeginn (18.30 Uhr) als Download zur Verfügung unter htt
ps://www.ekd.de/Ratsvorsitzender-rede-beim-johannisempfang-2018-35932
.htm

Die Johannisrede wird im Internet live über Facebook übertragen:
www.facebook.de/ekd.de

Hannover/Berlin, 27. Juni 2018

Pressestelle der EKD Carsten Splitt

Pressekontakt:
Carsten Splitt
Evangelische Kirche in Deutschland
Pressestelle
Stabsstelle Kommunikation
Herrenhäuser Strasse 12
D-30419 Hannover
Telefon: 0511 – 2796 – 269
E-Mail: presse@ekd.de

Original-Content von: EKD Evangelische Kirche in Deutschland, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 27. Juni 2018.

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