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Eine Frage der Züchtung / Nur gesunde Bienen sind fleißige Honigsammler – Hygieneverhalten schützt das Bienenvolk

Die Bienenzucht ist ein wesentlicher Bestandteil der
Bienenhaltung. Zu den Zuchtzielen zählen verbesserte Sanftmut,
besserer Wabensitz, höhere Schwarmtätigkeit und gesteigerter
Honigertrag. In den letzten Jahrzehnten hat auch die Zucht auf
Krankheitsresistenz an Bedeutung gewonnen. Die besondere Biologie der
Honigbiene bestimmt dabei die Verfahren der Zucht.

Im Mittelpunkt der Züchterarbeit stehen die Bienenkönigin und
deren Eigenschaften. Der Zuchtwert einer Königin wird über
Leistungsprüfungen ermittelt und in einer Datenbank erfasst. Imker
oder Züchter können so gezielt \”gute\” Königinnen oder neues,
geeignetes Zuchtmaterial, z. B. Königinnenlarven oder junge
unbegattete, begattete oder künstlich besamte Königinnen oder
Drohnensperma auswählen. Aufgrund des weltweiten Handels hat die
Frage nach der Übertragung von Krankheitserregern durch Zuchtmaterial
eine besondere Bedeutung. Eine vertikale Übertragung von Viren durch
kontaminiertes Sperma oder infizierte Eier und sexuelle Übertragung
ist ein besonderes, bisher unterschätztes Problem in der Bienenzucht.

Soziale Immunabwehr

Die Fähigkeit Krankheiten abzuwehren, hängt bei Bienenvölkern in
starkem Umfang von deren Hygieneverhalten gegenüber geschädigter Brut
ab. Denn wie bei allen Wirbellosen fehlt der Biene ein adaptives
Immunsystem. Stattdessen erfolgt die Krankheitsabwehr im Individuum
über das angeborene Immunsystem (innate immunity) und auf Volkebene
über die sogenannte soziale Immunabwehr. Völker, die auf ein
gesteigertes Hygieneverhalten gezüchtet wurden, zeichnen sich durch
eine gute Erkennung und Entfernung von Larven aus, die z. B. an
Amerikanischer Faulbrut erkrankt sind oder durch Virusinfektionen
geschädigt sind.

Ein wichtiges Zuchtziel besteht deshalb in einem gesteigerten
Hygieneverhalten der Völker. Genomische Marker für
Krankheitsresistenz oder Varroatoleranz sollen helfen, bei der Biene
die molekulare Selektion auf diese Merkmale zu etablieren.

http://ots.de/3LOPXd

Hinweise für die Redaktion

Der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. (BfT) vertritt die
führenden Hersteller von Tierarzneimitteln (Pharmazeutika und
Biologika), Diagnostika und Futterzusatzstoffen in Deutschland. Die
23 Mitgliedsunternehmen sind in der Entwicklung, Herstellung und
Vermarktung dieser Produkte aktiv und repräsentieren dabei mehr als
95 % des deutschen Marktes. Der BfT ist korporatives Mitglied im
Verband der Chemischen Industrie (VCI), im Weltverband der
Tiergesundheitsindustrie (HealthforAnimals) und im europäischen
Verband der Tiergesundheitsindustrie (AnimalhealthEurope).

Pressekontakt:

Weitere Informationen erteilt der Bundesverband für Tiergesundheit,
Dr. Sabine Schüller, Schwertberger Str. 14, 53177 Bonn,
Tel. 0228 / 31 82 96, E-Mail bft@bft-online.de, www.bft-online.de

Original-Content von: Bundesverband für Tiergesundheit e.V., übermittelt durch news aktuell

Posted by on 26. Juni 2019.

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