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Digitalisierung in der Automation: Große Resonanz auf PIA-Veranstaltung

 

Im Rahmen der Einweihung der neuen Konzernzentrale in Bad Neustadt zeigte PIA Automation, wie digitale Automation funktioniert. Ganz konkret am Beispiel von PIA Maschinen und Lösungen sowie mit Unterstützung kompetenter Partner: Festo, Siemens, Balluff, Beckhoff, Montratec und Viewpointsystem. Neben einer Fachausstellung und Factory Tour durch das moderne Firmengebäude erwartete die über 200 Besucher außerdem eine Reihe von spannenden Fachvorträgen.

„Daten sind das neue Öl. Informationen das neue Gold.“

In seinen Begrüßungsworten unterstrich Johannes Linden, CEO der PIA Gruppe, die Bedeutung der Digitalisierung für die Automatisierungsbranche. Die PIA Gruppe möchte mit der darauf aufbauenden Vision „PIA 4.0“ ihre Position auf dem globalen Markt ausbauen und den Kunden einen echten Mehrwert bieten – ganz nach dem Motto der Fachtagung.

Die Vortragsreihe eröffneten Thomas Ernst, CSO der PIA Gruppe, und Claude Eisenmann, CDO der PIA Gruppe. In ihrem Wortwechsel stellten die beiden Experten die wachsende Bedeutung und damit auch den steigenden Wert digitalisierter Lösungen in den Mittelpunkt. PIA Automation ist als global tätiger Automatisierungsspezialist ganz vorne an der Digitalisierungsfront – und kann durchaus als „Industrie 4.0-Enabler“ bezeichnet werden. Doch innovative Lösungen erfordern auch eine intensive Auseinandersetzung mit den bereits vorhandenen digitalen Kompetenzen der Kunden und eine Anpassung an die individuellen Gegebenheiten. Verkäufer haben es heutzutage nicht nur mit technologisch unterschiedlichen Welten, sondern auch mit verschiedenen Unternehmenskulturen zu tun. Auf dieses Spannungsfeld gingen Thomas Ernst und Claude Eisenmann ein.

Offener Austausch als Fundament der Digitalisierung

Nach den einführenden Worten der PIA-Experten folgte der Vortrag von Heiko Geng, Leiter Product Management Digital Business bei Festo. Er erläuterte die Vorteile offener Datensysteme und des Austauschs – nicht nur mit Kunden, sondern auch mit anderen Unternehmen – um die Digitalisierung voranzutreiben.

Anschließend beschäftigte sich Peter Deml, Werkleiter des Siemens Elektromotorenwerks Bad Neustadt, in seinem Vortrag „Strukturwandel in der Produktion“ auch mit der Bedeutung der fortschreitenden Digitalisierung für die Mitarbeiter. Die hohe Komplexität, die durch die hohe Individualisierung der Produkte entsteht, erfordert auch eine intensive Begleitung der Mitarbeiter auf dem Weg der Digitalisierung: Während die Anwendung digitaler Medien im Privaten längst etabliert ist, sei es nun Aufgabe der Unternehmen, die Mitarbeiter „abzuholen“ und ihre digitalen Kompetenzen auch im Beruflichen zu nutzen. Eindrucksvoll schilderte Deml, wie Siemens in Bad Neustadt jährlich über 30.000 Servomotoren-Varianten produziert.

Anschließend stellte Claude Eisenmann das flexible und modulare piaSphere-Baukastensystem vor, das ermöglicht, die Daten sicher von der Feldebene bis in die Cloudebene durchzuschleusen. Die Pausen standen ganz im Fokus der Fachausstellung, in Rahmen derer alle Vortragspartner ihre digitalen Innovationen präsentierten. Ein Highlight im Ausstellungsbereich war – unter der Leitung von Claude Eisenmann – das „PIA Innovation Lab“: Hier präsentierten sich acht Partner und zeigten eindrucksvoll, wie drei Kundenanlagen mit hochinnovativen Methoden und Tools digitalisiert werden können.

Der Vortragstitel von Peter Zech, Leiter Digital Management im Siemens Elektromotorenwerk Bad Neustadt, lautete „Der Digitale Zwilling in der Praxis“, und zeigte dessen Einsatzmöglichkeiten in der Prozessplanung und Optimierung auf. Es folgte Sebastian Müller, Director / Product Management and Sales bei montratec, der sich mit der Optimierung von Entwicklungs- und Lieferzeiten mit Hilfe flexibler Transportsysteme auseinandersetzte.

Josef Papenfort, Produktmanagement TwinCAT bei Beckhoff, führte die Reihe fort und widmete sich der Frage, wie PC-basierte Steuerungstechnik die Effizienz einer Maschine steigern kann.
Im Anschluss erläuterte Andreas Wick, Technischer Stratege IIoT im Bereich Customer Support & Training bei Balluff, die Möglichkeiten und Vorteile bei der Einbindung von intelligenten Feldgeräten in IT-Systeme. In seinem Vortrag beschrieb er außerdem die Notwendigkeit, Systeme zu öffnen und kooperativ zu denken.

Sven Hugo Joosten, Head of Sales bei Viewpointsystem, erläuterte die praktische Anwendung von Eye Hyper Tracking im industriellen Umfeld: Per Eye Tracking kann Kunden beispielsweise über Ländergrenzen hinweg Support geleistet werden. Das Prinzip ist vergleichbar mit dem aus dem IT-Bereich bekannten Screen Sharing: Durch den Zugriff auf das Blickfeld des anderen können die Augen künftig auch im Industriebetrieb als Kommunikationsmittel dienen. Zur Demonstration der Anwendung gab es eine Live-Schaltung zum österreichischen PIA-Standort in Grambach.

Christian Bachmeir, Professor am Institut Digital Engineering der Hochschule Würzburg-Schweinfurt, erläuterte die Herangehensweise bei der Entwicklung eines flexiblen IIoT-Systems, das Entscheidern eine fundierte Informationsbasis liefern soll.

Eine praktische Präsentation lieferte abschließend Thomas Stix, Sales & Realization Manager Digital Service bei PIA Austria, der den Zuhörern piaOptimum, eine Applikation zur Ermittlung von Engpässen und Optimierung von Prozessen in komplexen Montageanlagen, vorstellte.

Am Ende der Fachtagung zog Thomas Ernst Bilanz: „Die vergangenen Jahre waren stark geprägt von Diskussionen über Industrie 4.0. und es gibt viele Veranstaltungen zu diesem Thema. Deshalb waren wir sehr positiv überrascht, wie schnell wir so zahlreiche Anmeldungen erhielten. Dies zeigt uns, dass an praktischen Beispielen von Industrie 4.0 großes Interesse besteht. Wir gehen davon aus, dass PIA weitere Veranstaltungen dieser Art durchführen wird.“

Posted by on 17. Juni 2019.

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Categories: Bilder, Vermischtes

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