Digitale Souveränität als Wettbewerbsfaktor: Mittelstand braucht europäische Prozesslösungen

Handlungsdruck im Mittelstand wächst
Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zeigt: Digitale Souveränität gewinnt für kleine und mittlere Unternehmen zunehmend an Bedeutung, doch viele sind noch nicht in der Lage, digitale Technologien selbstbestimmt auszuwählen, sicher einzusetzen und Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern bewusst zu steuern. Die Autoren Thorsten Lang, Marc Scheufen und Barbara Engels belegen, dass geopolitische Entwicklungen, neue EU-Regulierung sowie die zunehmende Marktkonzentration bei US-amerikanischen Plattform- und Cloud-Anbietern die Handlungsspielräume der Unternehmen verengen. Hinzu kommt: Staatliche Einrichtungen und Großunternehmen berücksichtigen digitale Souveränität verstärkt in ihren Beschaffungsverfahren, zuletzt bekräftigt durch das im April 2026 vom Bundestag beschlossene Vergabebeschleunigungsgesetz, das digitale Souveränität als Zuschlagskriterium verankert.
Prozessdigitalisierung als strategische Entscheidung
Die Wahl der Software, mit der Unternehmen ihre internen Prozesse abbilden und steuern, ist längst keine rein technische Frage mehr. Wer Geschäftsprozesse auf Plattformen außerhalb des europäischen Rechtsraums digitalisiert, gibt damit auch Kontrolle über sensible Ablaufdaten, Entscheidungshistorien und betriebliche Strukturinformationen ab. Flow360.io ist aus dieser Überzeugung heraus entstanden: als No-Code-Plattform, die es Fachabteilungen ermöglicht, eigene digitale Prozesse zu gestalten und zu betreiben, ohne IT-Abhängigkeiten oder Kenntnisse in der Programmierung vorauszusetzen.
Die Infrastruktur von Flow360.io wird ausschließlich auf deutschen Servern bei Hetzner betrieben. Als KI-Komponente kommt Mistral zum Einsatz, ein europäisches Sprachmodell. Beide Entscheidungen folgen dem Grundsatz, dass Daten und Rechenleistung im europäischen Wirtschaftsraum verbleiben.
Mittelstand als Rückgrat der digitalen Souveränität
Das BITMi Hauptstadtforum Digitalwirtschaft am 10. Juni in Berlin stellt die Rolle des IT-Mittelstands für eine souveräne Digitalwirtschaft in den Mittelpunkt. Flow360.io steht für den Ansatz, dass Souveränität nicht ausschließlich auf Ebene der Infrastruktur, sondern auch auf Ebene der betrieblichen Prozesse gedacht werden muss. Unternehmen, die ihre Kernprozesse mit europäischerSoftware abbilden, reduzieren Abhängigkeiten, stärken ihre Rechtssicherheit gegenüber Anforderungen wie der DSGVO und schaffen Grundlagen für eine resiliente digitale Organisation.
Die täglichen Statements der\“Woche der digitalen Souveränität\“auf LinkedIn werden unter dem Hashtag #DigitaleSouveränität veröffentlicht. Flow360.io beteiligt sich als BITMi-Mitglied an dieser Initiative und positioniert sich damit im bundesweiten Diskurs über die Zukunft einer eigenständigen Digitalwirtschaft in Deutschland.
Categories: Allgemein
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