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Die Pest in Frankfurt

 

Hier in der Innenstadt, wo viele Menschen geschäftig unterwegs sind, ahnt man nichts vom Horror, der die Einwohner Frankfurts bis ins Jahr 1667 regelmäßig in Angst versetzte. Allein die Erwähnung seines Namens rief Furcht und Schrecken hervor: Der Schwarze Tod, bekannt auch unter dem Namen die Pest, ist wieder zurück. Glücklicherweise nur als neueste Gruseltour von Morticus Ghosttours. Am Wochenende, ab der Abenddämmerung, kann man dort einer maskierten Gestalt begegnen, die bezahlenden Gästen das Fürchten lehren will. Dieser Pestarzt ist der Hauptcharakter des neuesten Stückes mit dem Titel \“Der Schwarze Tod in Frankfurt\“. Wir haben dem Geschäftsführer von Morticus Ghosttours, Matthias Zwermann, ein paar Fragen dazu gestellt.

Was ist das Besondere an der Stadtführung \“Der Schwarze Tod in Frankfurt\“?

Zwermann: Bei diesem Stück greifen wir auf, was in unserer Gesellschaft tabuisiert wird. Es steht die Angst vor dem Ausbruch einer schlimmen Seuche, dem eigenen körperlichem Verfall und letztendlich dem Tod im Vordergrund. Der Plot ist wie in einem Horrorfilm aufgebaut. Wir versuchen eine gewisse Spannung vom Anfang bis zum Ende durchzuhalten. Wir fassen keinen Zuschauer an; wir erschrecken sie höchstens durch plötzliche Änderung der Stimme und andere unvorhersehbare Momente. Wir versuchen allein mit Sprache und Schauspiel bei den Teilnehmern Angst zu erzeugen.

Für wen ist die gruselige Stadtführung am besten geeignet?

Zwermann: Die Tour ist für alle geeignet, die gut unterhalten und Wissen über die Stadt erfahren wollen; Voraussetzung ist, man ist älter als 12 Jahre und noch ganz gut zu Fuß, da die gesamte Strecke gelaufen wird. Die Tour ist aber auch für geübte Rollstuhlfahrer geeignet, da es über ebenerdige Waldwege geht, die je nach Wetter in mehr oder weniger gutem Zustand sind.

Wird den Leuten richtig Angst gemacht?

Zwermann: Wir versuchen durch Sprache Angst zu erzeugen und durch „wahnsinniges“ Schauspiel. Bei diesem Stück liegt der Schwerpunkt nicht auf dem reinen Horror, sondern auf der Unterhaltung und der Vermittlung geschichtlicher Informationen. In der Innenstadt mit seinen vielen Ablenkungen ist es nämlich sehr schwierig eine Gruselatmosphäre dauerhaft zu erzeugen. Besser geeignet sind da unsere Touren, die etwas außerhalb von Frankfurt gelegen im Niddapark spielen. Dort können wir, auch mit Hilfe versteckter Erschrecker, eine gewisse Gruselstimmung erzeugen, die die Teilnehmer bis zum Ende in Atem hält.

Premiere ist am 19.07.2019 um 22:30 Uhr

Posted by on 29. Mai 2019.

Categories: Bilder, Vermischtes

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